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Kultur

Golden Globes 2019

"Werk ohne Autor" als bester fremdsprachiger Film nominiert

Erneut ist ein deutscher Film bei den Golden Globe Awards nominiert worden: das Drama "Werk ohne Autor" von Florian Henckel von Donnersmarck. Heute gab der Verband der Auslandspresse in Hollywood seine Nominierungen bekannt.

Disney
Donnerstag, 06.12.2018   14:30 Uhr

Im kleinen Verband der Auslandspresse in Hollywood sind wenig mehr als 90 Journalisten organisiert - dennoch gelten die Golden Globe Awards, die sie vergeben, als der wichtigste Filmpreis in den USA nach den Oscars. Bei der Verleihung am 6. Januar 2019 könnte nach "Aus dem Nichts" 2018 wieder ein deutscher Film zu den Siegern gehören. "Werk ohne Autor" wurde als bester fremdsprachiger Spielfilm nominiert.

Als bester Spielfilm gehen "Black Panther", "Blackkklansman", "Bohemian Rhapsody", "If Beale Street Could Talk" und "A Star Is Born" ins Rennen. Erwartungsgemäß zählt das Musik-Drama mit fünf Nominierungen zu den Favoriten. Für einen Golden Globe vorgeschlagen ist der Song "Shallow" von Lady Gaga, die Sängerin selbst als beste Hauptdarstellerin sowie Bradley Cooper ebenfalls zwei Mal: Als bester Hauptdarsteller und Regisseur.

In der Kategorie "Bestes Musical oder Komödie" sind "Crazy Rich Asians", "The Favorite", "Green Book", "Mary Poppins Returns" und die Polit-Satire "Vice" mit Christian Bale als Dick Cheney nominiert. Der Film läuft am 28. Februar 2019 in den deutschen Kinos an. Er sammelte mit sechs Nennungen die meisten Nominierungen ein.

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Golden Globe Nominierungen 2019: Die Favoriten

Bale wurde auch als Bester Hauptdarsteller vorgeschlagen. Zu den weiteren Nominierten gehört Robert Redford in seiner mutmaßlich letzten Rolle in einem Kinofilm in "The Old Man & The Gun" sowie Viggo Mortensen in "Green Book" (deutscher Kinostart am 31. Januar).

Als beste Schauspielerinnen in einem Drama sind unter anderem Glenn Close in "The Wife" sowie Nicole Kidman in dem düsteren Crime-Drama "Destroyer" nominiert. In der Kategorie Komödie gehören Emily Blunt in "Mary Poppins Returns", Olivia Coleman in "The Favorite" und Charlize Theron in "Tully" zu Favoritinnen.

"Werk ohne Autor" bekommt in seiner Kategorie starke Konkurrenz vom Netflix-Drama "Roma" von Regisseur Alfonso Cuarón. Der Mexikaner ist auch als bester Regisseur sowie als Drehbuchautor nominiert. Der Film gilt als Oscar-Anwärter, durfte bei den Golden Globes aber nicht in der Kategorie "Bestes Drama" antreten, weil die Regeln verschreiben, dass die Dialoge auf Englisch gesprochen werden müssen. In "Roma" wird spanisch gesprochen.

AFP

Sandra Oh und Andy Samberg werden die Golden Globe Awards moderieren

Ein weiterer Deutscher kann sich über eine Nominierung freuen: Daniel Brühl geht mit seiner Rolle in "The Alienist" als bester Hauptdarsteller in einer Mini-Serie ins Rennen. Mit ihm ist Benedict Cumberbatch in "Patrick Melrose" nominiert.

Die Golden Globe Awards werden am 6. Januar im Beverly Hills Hilton Hotel verliehen. Als neues Moderatoren-Team wurden die Schauspielerin Sandra Oh und der Schauspieler Andy Samberg vorgestellt. Übergeben werden den Gewinnern dann neue designte Trophäen, die größer und schwerer als die seit 1954 gebräuchlichen sind.

Alle Nominierten finden sie auf der offiziellen Liste der Golden Globe Awards.

kae

insgesamt 3 Beiträge
Alexis_Saint-Craque 06.12.2018
1. omG
Ein derart kalkuliertes Werk erfreut den Mainstream immer. Kein Mysterium. Alles ist eindeutig. Nichts ambig. Das berechtigt, omG, zu den höchsten, den allerhöchsten Erwartungen.
Ein derart kalkuliertes Werk erfreut den Mainstream immer. Kein Mysterium. Alles ist eindeutig. Nichts ambig. Das berechtigt, omG, zu den höchsten, den allerhöchsten Erwartungen.
wer verdient daran? 07.12.2018
2. Vielleicht klappt es ja mit dem GG?
Nachdem WoA - oder besser: Don't look away, please - mit rund 20 Millionen Produktionskosten und einem aktuellen Einspielergebnis von rund 1.5 Millionen nicht eben als besonders erfolgreicher Film bezeichnet werden kann (eher als [...]
Nachdem WoA - oder besser: Don't look away, please - mit rund 20 Millionen Produktionskosten und einem aktuellen Einspielergebnis von rund 1.5 Millionen nicht eben als besonders erfolgreicher Film bezeichnet werden kann (eher als gigantischer Flop) und da er bisher auch keine nennenswerten Preise einheimsen konnte, könnte es ja nun auf der ganz grossen Bühne klappen? Zwar hat Roma am Filmfestival WoA klar übertroffen (WoA ist praktisch leer ausgegangen bei diesem Festival) und bei alle Kritiken inklusive Rotten Tomatoes schneidet Roma besser ab als WoA, aber vielleicht gibt es ja noch Jurymitglieder bei den GG die WoA noch nicht gesehen haben (oder sich durch die 183 Minuten durchgequält haben) und daher diesen als preiswürdig empfinden. Man wird sehen. Gerechtfertigt wäre es auf jeden Fall - nicht.
Kurt-C. Hose 07.12.2018
3.
Das Wacken open Air geht doch aber länger als 183 Minuten, soll das auch einen Oscar kriegen? ...
Zitat von wer verdient daran?Nachdem WoA - oder besser: Don't look away, please - mit rund 20 Millionen Produktionskosten und einem aktuellen Einspielergebnis von rund 1.5 Millionen nicht eben als besonders erfolgreicher Film bezeichnet werden kann (eher als gigantischer Flop) und da er bisher auch keine nennenswerten Preise einheimsen konnte, könnte es ja nun auf der ganz grossen Bühne klappen? Zwar hat Roma am Filmfestival WoA klar übertroffen (WoA ist praktisch leer ausgegangen bei diesem Festival) und bei alle Kritiken inklusive Rotten Tomatoes schneidet Roma besser ab als WoA, aber vielleicht gibt es ja noch Jurymitglieder bei den GG die WoA noch nicht gesehen haben (oder sich durch die 183 Minuten durchgequält haben) und daher diesen als preiswürdig empfinden. Man wird sehen. Gerechtfertigt wäre es auf jeden Fall - nicht.
Das Wacken open Air geht doch aber länger als 183 Minuten, soll das auch einen Oscar kriegen? ...

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