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Kultur

Literaturherbst

Das sind die wichtigsten Bücher der Saison

25 Bücher, über die gesprochen wird, 25-mal Literatur, die Diskussion auslöst - lesen Sie hier anlässlich der Frankfurter Buchmesse, die am Dienstag eröffnet wird, unsere Auswahl aus der Belletristik des Herbstes.

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Samstag, 07.10.2017   13:38 Uhr

Der Herbst ist die Saison der Ernte, für Äpfel, Kürbisse - und Bücher. Zum Beispiel bei der Frankfurter Buchmesse, die am 10. Oktober von Angela Merkel und Emmanuel Macron (für das diesjährige Gastland Frankreich) eröffnet werden soll. Aus der riesigen Zahl von Neuveröffentlichungen, die zwischen dem Sommer und der Messe erschienen ist, haben wir 25 Titel aus dem Literaturbereich ausgewählt, die uns besonders wichtig erscheinen. Weil über sie besonders viel diskutiert wurde, weil in ihnen besondere Welten betrachtet oder entworfen werden, weil sie uns besonders überrascht oder berührt haben. Klicken oder wischen Sie sich hier durch die Auswahl:

insgesamt 8 Beiträge
kategorien 07.10.2017
1. Ich stimme leider nicht zu
Ihre Begeisterung in Ehren, aber Literatur löst kaum noch Diskussionen aus, außer in Journalistenkreisen, besonders deutsche Literatur nicht, insofern wir unter Literatur Belletristik meinen. Die paar Bücher, die bei uns [...]
Ihre Begeisterung in Ehren, aber Literatur löst kaum noch Diskussionen aus, außer in Journalistenkreisen, besonders deutsche Literatur nicht, insofern wir unter Literatur Belletristik meinen. Die paar Bücher, die bei uns breite Diskussionen auslösen, stammen aus dem Ausland. Es ist eher interessant, warum Literatur so schnell an Bedeutung verloren hat, verglichen mit den Autoren der 1950er und 1960er Jahre. Ich kann mich an keinen deutschen Roman der letzten 20 Jahre erinnern, der, außer im Literaturbetrieb, für irgendwelche Gefühle oder Erregungen gesorgt hätte, außer es ging um Plagiate. Deutsche Sachbücher hingegen erzeugen Debatten und erfreuen sich Beliebtheit, interessanterweise.
sappelkopp 07.10.2017
2. Über die Liste der 25 kann man streiten...
...für mich gehört auf jeden Fall Sutters Elefant (oder ist der schon älter?) auf die Liste und Drei Tage und ein Leben von Lemaitre. Ansonsten kann ich meinem Vorredner kategorien nicht zustimmen. Es gibt zahlreiche [...]
...für mich gehört auf jeden Fall Sutters Elefant (oder ist der schon älter?) auf die Liste und Drei Tage und ein Leben von Lemaitre. Ansonsten kann ich meinem Vorredner kategorien nicht zustimmen. Es gibt zahlreiche Neuerscheinungen, die zum diskutieren einladen. Einfach mal bei den kleinen Verlagen schauen, die haben noch den Mut abseits vom Mainstream zu verlegen.
tomfoolery 07.10.2017
3.
Das Problem ist ja nicht, dass es keine Romane gäbe, die eine Diskussion auslösen können - und wahrscheinlich stehen davon auch welche auf der Liste - nur: Als gesellschaftliche Themenvorlage hat die Belletristik weitestgehend [...]
Das Problem ist ja nicht, dass es keine Romane gäbe, die eine Diskussion auslösen können - und wahrscheinlich stehen davon auch welche auf der Liste - nur: Als gesellschaftliche Themenvorlage hat die Belletristik weitestgehend ausgedient. Insofern kann ich kategorien nur zustimmen.
Weitblick 07.10.2017
4. Kritik an der Literatur
Ob die scheinbar verloren gegangene Funktion der Literatur für die Gesellschaft als Kritik an der Literatur verstanden werden kann, bezweifle ich stark. Ist nicht eher das schwindende oder verlorengegangene Interesse an der [...]
Ob die scheinbar verloren gegangene Funktion der Literatur für die Gesellschaft als Kritik an der Literatur verstanden werden kann, bezweifle ich stark. Ist nicht eher das schwindende oder verlorengegangene Interesse an der Literatur als Kritik an der Gesellschaft zu lesen? Es scheint, als wäre Einfallslosigkeit, Oberflächlichkeit und unterkomplexes Denken eher ein Produkt einer Gesellschaft, die das Bild und die Beschleunigung als Maßgabe für Modernität sieht. Es ist überhaupt erschreckend, wie wenig Leute Literatur lesen.
Keksefüralle 07.10.2017
5.
Literatur ist ein wenig wie Oper Geht am Geschmack der Massen vorbei, und mit Massenmedien in einer schnelllebigen, schnellvergessenden Welt muß man nicht mehr Intellekt und Interesse an "langatmigen" Medien [...]
Zitat von kategorienIhre Begeisterung in Ehren, aber Literatur löst kaum noch Diskussionen aus, außer in Journalistenkreisen, besonders deutsche Literatur nicht, insofern wir unter Literatur Belletristik meinen. Die paar Bücher, die bei uns breite Diskussionen auslösen, stammen aus dem Ausland. Es ist eher interessant, warum Literatur so schnell an Bedeutung verloren hat, verglichen mit den Autoren der 1950er und 1960er Jahre. Ich kann mich an keinen deutschen Roman der letzten 20 Jahre erinnern, der, außer im Literaturbetrieb, für irgendwelche Gefühle oder Erregungen gesorgt hätte, außer es ging um Plagiate. Deutsche Sachbücher hingegen erzeugen Debatten und erfreuen sich Beliebtheit, interessanterweise.
Literatur ist ein wenig wie Oper Geht am Geschmack der Massen vorbei, und mit Massenmedien in einer schnelllebigen, schnellvergessenden Welt muß man nicht mehr Intellekt und Interesse an "langatmigen" Medien heucheln. Vielleicht würde Literatur und Klassik mehr Interesse erzeugen, wenn sie philosophierende Zombies, homosexuelle Werwölfe, liebeskranke Vampire, singende Serienkiller und blutrünstige Einwort-Titel einbinden würden.

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