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26.11.2012
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Familienroman "Wir sind doch Schwestern"

Tratschig und trocken

Von Maren Keller
Monika Sandel

Autorin Gesthuysen: Geschichten und Anekdoten über die eigene Familie

Die Morgenmagazin-Moderatorin Anne Gesthuysen hat einen Roman geschrieben, inspiriert von ihren drei Großtanten, deren Leben ein ganzes Jahrhundert umspannte. Unterhaltung in bestem Familien-Geburtstags-Kaffeetafel-Plauderton.

Gertrud hat lange genug Zeitung gelesen, um zu wissen, wie Berichte über Hundertjährige in aller Regel aussehen. Dass es eigentlich nur um eine einzige Frage geht: Wie schafft man es, so alt zu werden? Die meisten Menschen scheint an 100 Jahren nur zu interessieren, wie man sie erreicht. Darum hat sich Gertrud auf diese Frage eine Antwort zurechtgelegt: "Starker Kaffee ohne alles und jeden Tag um elf Uhr einen Schnaps." Ein guter Rat, den nur leider niemand hören mag. Nicht der Journalist, der zwar eine halbe Stunde zu spät kommt, dann aber zu Gertruds Verwunderung doch nicht ganz unsympathisch ist. Und erst recht nicht Anne Gesthuysen, Autorin dieses Romans, zudem "ARD-Morgenmagazin"-Moderatorin und Ehefrau von Frank Plasberg.

Anders als üblich, interessiert Gesthuysen nicht, wie man die 100 Jahre schafft, sondern was man in 100 Jahren schafft. Ihre anderen beiden Hauptfiguren sind Gertruds Schwestern Katty und Paula, und so heißt der Roman "Wir sind doch Schwestern".

Paula ist fast 98 Jahre alt, sie sieht nicht mehr gut, aber lacht noch so laut wie früher. Und Katty, mit 84 Jahren das Nesthäkchen, organisiert die Geburtstagsfeier zum Hundertsten, der nicht nur dem Roman als Rahmenhandlung dient, sondern auch seinen Figuren als geeigneter Moment, um über Zukunft und Vergangenheit zu sprechen.

Der Ehemann war schwul

Und da gibt es einiges zu besprechen. In fast dreihundert Jahren Leben häufen sich Schicksalsschläge, Krisen und Verstrickungen zu einem riesigen Berg an Geschichten, der sorgsam abgetragen werden will. Zwei Kriege, ein Ehemann, der sich plötzlich zu seiner Homosexualität bekennt, eine Mutter, die mitten in der Nacht noch einmal an den Kuhtrog geht, um dort zu angeln, bevor sie ins Leberkoma fällt, und der herrische und schweigsame CDU-Politiker Heinrich Hegmann, der eine nicht unbedeutende Rolle in diesem Roman spielt und einer der Schwestern großes Glück, einer anderen Unglück bringt.

Die drei Schwestern sind trinkfest, schicksalserprobt und äußerst patent, insgesamt also Damen, die man sehr gerne zur Oma oder Tante hätte. So gesehen ist Gesthuysens Roman ein großes Glück: Er macht den Leser zum Teil der Familie. Denn er ist im besten Familien-Geburtstags-Kaffeetafel-Plauderton geschrieben - in der richtigen Mischung aus tratschig und trocken also, und er speist sich aus den Geschichten und Anekdoten, Erinnerungen und Aufzeichnungen über Gesthuysens Großtanten. Gute Unterhaltung, fast so gut, wie selbst auf eine Familienfeier zu gehen.


Anne Gesthuysen: "Wir sind doch Schwestern". Kiepenheuer & Witsch; 416 Seiten; 17,99 Euro (bei Amazon erhältlich)

Forum

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insgesamt 4 Beiträge
1.
_derhenne 26.11.2012
Wo ist denn jetzt die Buchbesprechung? Lancierte Schleichwerbung, oder was soll der "Artikel"? Wohl zu früh auf Absenden geklickt...
Zitat von sysopDie Morgenmagazin-Moderatorin Anne Gesthuysen hat einen Roman geschrieben, inspiriert von ihren drei Großtanten, deren Leben ein ganzes Jahrhundert
Wo ist denn jetzt die Buchbesprechung? Lancierte Schleichwerbung, oder was soll der "Artikel"? Wohl zu früh auf Absenden geklickt...
2.
matthes schwalbe 26.11.2012
Manipulation- in diesem Beispiel Schleichwerbung- scheint bei Frau Gesthuysen und den anderen Journalistenkojoten zum Berufsethos zu gehören. Letztens war die Dame auch im WDR3 bei Bettina Böttinger Talkshow zu Gast und [...]
Zitat von _derhenneWo ist denn jetzt die Buchbesprechung? Lancierte Schleichwerbung, oder was soll der "Artikel"? Wohl zu früh auf Absenden geklickt...
Manipulation- in diesem Beispiel Schleichwerbung- scheint bei Frau Gesthuysen und den anderen Journalistenkojoten zum Berufsethos zu gehören. Letztens war die Dame auch im WDR3 bei Bettina Böttinger Talkshow zu Gast und stellte IHR Buch im öffentlich rechtlichen TV vor...oder war es bei Lanz? Egal, wenn nicht geht sie bestimmt noch zu ZDF Lanz, wenn nicht wäre sie ja nicht clever- Promotion im eigenen Haussender nicht zu machen. Wie sagte schon Ulrich Wickert in seinem Buch:"Der Ehrliche ist der Dumme"
3. Guten Morgen,
caecilia_metella 26.11.2012
ich bin die Ehefrau des berühmten Herrn Plasberg. So könnte sich die Ehefrau des berühmten Herrn Plasberg morgens vorstellen. Herr Plasberg ist also mein Ehemann, und wenn er Sie interessiert, dann können Sie auch am Abend [...]
ich bin die Ehefrau des berühmten Herrn Plasberg. So könnte sich die Ehefrau des berühmten Herrn Plasberg morgens vorstellen. Herr Plasberg ist also mein Ehemann, und wenn er Sie interessiert, dann können Sie auch am Abend einschalten. Wenn sie ebenso denkt wie die Autorin dieses Artikels. So erhalten wir auch gleich Verständnis für Ehemänner, die plötzlich schwul werden.
4. ... von Maren Keller
wissebach 26.11.2012
Frau Keller, was verstehen Sie denn unter Buchbesprechung? Was soll das? Setzen 6.
Frau Keller, was verstehen Sie denn unter Buchbesprechung? Was soll das? Setzen 6.

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