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24.01.2013
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Man Booker International Prize

Erster deutschsprachiger Kandidat seit Günter Grass

AFP

Schriftstellerin Marie NDiaye: Erste schwarze Goncourt-Preisträgerin

Die Französin Marie NDiaye, der Russe Vladimir Sorokin und der Schweizer Peter Stamm gehören zu den Kandidaten für den Man Booker International Prize. Bislang hatte die Jury deutschsprachige Literatur kaum wahrgenommen.

Hamburg/London - Erstmals seit Günter Grass im Jahr 2005 steht ein deutschsprachiger Autor auf der Kandidatenliste für den Man Booker International Prize: Es ist der Schweizer Peter Stamm, bekannt anderem für die Romane "Ungefähre Landschaft", "Sieben Jahre" und den Erzählband "Seerücken".

Insgesamt stehen zehn Namen auf der Liste. Darunter der Russe Vladimir Sorokin, U.R. Ananthamurthy aus Indien, Aharon Appelfeld aus Israel, Yan Lianke aus China und die Französin Marie NDiaye. Die in Berlin lebende Schriftstellerin war 2009 für "Drei starke Frauen" als erste Schwarze mit dem Prix Goncourt, dem wichtigsten Literaturpreis Frankreichs, ausgezeichnet worden.

Der fünfköpfigen Jury des Man Booker International Prize gehören unter anderem die Schriftsteller Tim Parks und Elif Batuman an. Der Preis, der seit fünf Jahren im Zwei-Jahres-Rhythmus vergeben wird, ist mit 60.000 Pfund (71.000 Euro) dotiert. Im Gegensatz zum renommierten Man Booker Prize, der alljährlich an einen Schriftsteller aus Großbritannien oder dem Commonwealth geht, wird nicht eine einzelne Arbeit prämiert, sondern das Gesamtwerk eines Autors. Der Preisträger wird am 22. Mai in London bekanntgegeben. 2011 war Philip Roth ausgezeichnet worden, 2009 Alice Munro.

sha/dpa

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