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Kultur

Preis der Leipziger Buchmesse

Feridun Zaimoglu unter den Nominierten

Zwei Autorinnen und drei Autoren können hoffen, bei der Leipziger Buchmesse mit dem Belletristikpreis ausgezeichnet zu werden. Einer der Nominierten hat erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht: Jaroslav Rudis.

dpa

Feridun Zaimoglu ist für "Die Geschichte der Frau" nominiert

Donnerstag, 14.02.2019   10:22 Uhr

Es ist die wichtigste Auszeichnung für Neuerscheinungen aus den Frühjahrsprogrammen der Verlage: der Preis der Leipziger Buchmesse. Die Jury unter der Leitung des Kritikers Jens Bisky hat nun ihre Nominierungen bekanntgegeben - in drei Kategorien jeweils fünf Titel. In der Belletristik sind im Rennen:

· Kenah Cusanit: Babel (Carl Hanser Verlag, Januar 2019)
· Matthias Nawrat: Der traurige Gast (Rowohlt Verlag, Januar 2019)
· Jaroslav Rudis: Winterbergs letzte Reise (Luchterhand Literaturverlag, Februar 2019)
· Anke Stelling: Schäfchen im Trockenen (Verbrecher Verlag, August 2018)
· Feridun Zaimoglu: Die Geschichte der Frau (Kiepenheuer & Witsch, März 2019)

Zaimoglu ist der einzige unter den fünf Nominierten, der schon einmal in der engeren Auswahl für den Leipziger Preis stand - 2008 war das für seinen Roman "Liebesbrand", der dann Clemens Meyers "Die Nacht, die Lichter" unterlag. In seinem neuen Roman will der 1964 geborene Autor die Menschheitsgeschichte aus Sicht der Frau neu erzählen.

Jahrgang 1979 ist der im polnischen Opole geborene Matthias Nawrat, der in seinem vierten Roman "Der traurige Gast" vom Berlin im Winter des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt erzählt. Seine Altersgenossin Kenah Cusinat hat es mit ihrem Debütroman auf die Liste geschafft: "Babel" ist ein literarisches Porträt des Archäologen Robert Kaldewey, der die Ausgrabung Babylons leitete. (Lesen Sie hier eine Rezension des Romans.)

Etwas Ähnliches wie ein Debüt ist "Winterbergs letzte Reise", obwohl vom 1972 geborenen Autor Jaroslav Rudis schon zahlreiche Romane in Deutschland erschienen sind. Sie waren allerdings aus dem Tschechischen übersetzt - nun hat Rudis erstmals einen Roman in deutscher Sprache veröffentlicht. Ein Jahr älter ist Anke Stelling, deren Roman "Schäfchen im Trockenen" zwar schon im vergangenen Herbst erschienen ist, nach dem Willen der Jury aber noch einmal Aufmerksamkeit verdient hat für seine "verstörend uneindeutige, scharf belichtete Momentaufnahme der Gegenwart".

Die fünf Nominierten in der Kategorie Sachbuch und Essay sind:

· Frank Biess: Republik der Angst. Eine andere Geschichte der Bundesrepublik (Rowohlt Verlag, Februar 2019)
· Harald Jähner: Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945 - 1955 (Rowohlt Berlin, Februar 2019)
· Marko Martin: Das Haus in Habana. Ein Rapport (Wehrhahn Verlag, Dezember 2018)
· Lothar Müller: Freuds Dinge. Der Diwan, die Apollokerzen & die Seele im technischen Zeitalter (Die Andere Bibliothek, Februar 2019)
· Kia Vahland: Leonardo da Vinci und die Frauen. Eine Künstlerbiographie (Insel Verlag, März 2019)

Für die beste Übersetzung sind nominiert:

· Liviu Rebreanu: Der Wald der Gehenkten (Paul Zsolnay Verlag, August 2018), aus dem Rumänischen von Georg Aescht
· Aura Xilonen: Gringo Champ (Carl Hanser Verlag, Januar 2019), aus dem Spanischen von Susanne Lange ( Lesen Sie hier eine Rezension. )
· György Dragomán: Löwenchor (Suhrkamp Verlag, Februar 2019), aus dem Ungarischen von Timea Tankó
· Jean-Baptiste Del Amo: Tierreich (Verlag Matthes & Seitz Berlin, März 2019), aus dem Französischen von Karin Uttendörfer
· Gabriela Adamesteanu: Verlorener Morgen (Die Andere Bibliothek, August 2018), aus dem Rumänischen von Eva Ruth Wemme

Der Preis der Leipziger Buchmesse wird seit 2005 in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung vergeben, er ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert. In diesem Jahr hatten die Verlage nach Messe-Angaben 359 Bücher eingereicht.

Die Preisträger werden am 21. März, dem ersten Buchmessetag, gekürt. Im Vorjahr hatte in der Kategorie Belletristik Esther Kinsky den Preis der Leipziger Buchmesse für ihren Roman "Hain" gewonnen.

feb/dpa

insgesamt 1 Beitrag
toninotorino 19.02.2019
1. Kieler Sprotte
Buch auf Buch auf Buch. Wahnsinn, wie Ferudin sein Ding durchzieht. Ich hab keine Ahnung, was er vom Man in Black Johnny Cash hält. I walk the line muss er gehört haben. Für mich eine literarische Taschenlampe in unserem Land. [...]
Buch auf Buch auf Buch. Wahnsinn, wie Ferudin sein Ding durchzieht. Ich hab keine Ahnung, was er vom Man in Black Johnny Cash hält. I walk the line muss er gehört haben. Für mich eine literarische Taschenlampe in unserem Land. Shine on!
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