25.11.2012
Klammer TV-Sender
Portugal verzichtet auf Eurovision Song Contest
Filipa Sousa: Für Portugal beim ESC 2012 dabei - und 2013 ohne Nachfolger
Lissabon - Portugal schickt keinen Kandidaten zum Eurovision Song Contest 2013. Man werde im kommenden Jahr im schwedischen Malmö nicht an den Start gehen, teilte der staatliche Fernsehsender RTP auf seiner Homepage mit. Grund sei die schwierige Etatlage.
Man werde aber eine neue Sendung starten, um nationale Musiktalente zu fördern. Zudem wolle man Veranstaltungen den Vorzug geben, die "mehr Würde einbringen", hieß es in Lissabon. Eine Teilnahme am ESC 2014 wurde allerdings nicht ausgeschlossen.
Der Eurovision Song Contest 2013 findet vom 14. bis 18. Mai in Malmö statt. An dem seit 1956 veranstalteten Wettbewerb hatte Portugal seit 1964 regelmäßig teilgenommen. Nur 1970, 2000 und 2002 blieben portugiesische Interpreten der Veranstaltung fern.
Einen portugiesischen Gewinner gab es bislang nicht. Das bisher beste Ergebnis des Landes erreichte die Sängerin Lucia Moniz, die 1996 Platz sechs belegte. 2012 ging die Sängerin Filipa Sousa mit ihrem Lied "Vida minha" an den Start, schaffte es aber nicht ins Finale.
Deutschland schickt einen Kandidaten nach Schweden, allerdings soll der Aufwand bei der ESC-Kandidatensuche verringert werden. 2013 wird es keine langwierige Castingshow geben. Stattdessen wird die nationale Auswahl bei der Live-Show "Unser Star für Malmö" am 14. Februar in Hannover getroffen. An den Start sollen acht bis zwölf Kandidaten gehen, die von der Plattenindustrie ausgewählt wurden. Außer dem Fernsehpublikum entscheiden fünf Jurymitglieder und die Hörer mehrerer ARD-Radiowellen über den Sieger.
ulz/dpa