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Amtlich
22.02.2013
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Album-Prelistening

Long Distance Calling - "The Flood Inside"

Martin Grossmann

Long Distance Calling: So geht's ab im Münsterland

Münster? Hm. Fahrräder, Beamtenhochburg, alberner ARD-"Tatort". Und natürlich: Studenten. Kein Wunder also, dass dort smarte Instrumental-Metaller leben. Das komplette neue Album von Long Distance Calling - "The Flood Inside" - gibt's in unserem "Amtlich"-Spezial exklusiv vorab zu hören.

Einfach mal den Mund halten zu können, ist ja eine Eigenschaft, die man fast gar nicht genug loben kann. Long Distance Calling aus Münster haben das bewusste Schweigen über viele Jahre sogar kultiviert und zur Kunsthandwerkform erhoben: Auf bisher drei Alben entwickelte und verfeinerte die Band einen wuchtigen, progrockigpostmetallischen Instrumentalstil, der selten in einer so eleganten, zugänglichen, aber nie ambienthaft anbiedernden Form zu hören ist.

Das gelegentliche Abweichen vom Pfad der puristischen Tugend durch das Engagement gezielt ausgewählter Gastsänger war da nicht nur verzeihlich, sondern oft ein Gewinn - aber eben auch deswegen, weil diesen Songs der Zauber des Besonderen anhaftete.

Insofern musste man ein bisschen besorgt sein, dass auf "The Flood Inside" (Superball Music/ EMI) nun ein Neumitglied namens Martin "Marsen" Fischer ernsthaft singen soll. Tja. Und wie schlimm isses nun? Was ist vom vierten Album, das offiziell am 1. März erscheint und das im exklusiven Vorab-Streaming komplett zu hören ist, zu halten?

Einerseits. Die kompositorische Qualität hat nicht gelitten, im Gegenteil. Das gilt sowohl für die komplett stimmlosen Stücke, die es auch auf diesem Album gibt, als auch für die mit Fischer bei der Arbeit. Tatsächlich wirkt die Band sogar noch tighter, noch souveräner, noch verspielter, noch variabler und noch selbstbewusster im Umgang mit ihrem musikalischen Handwerkszeug. Und zwar ohne dabei allzu neunmalklug oder schwanzvergleichig zu klingen.

Das Album-Prelistening für Mobil-User finden Sie hier.

Andererseits wirkt sie aber auch - zugänglicher.

Oje?!? Oh, ja?!? Sprich: Was das heißt? Ob das gut ist oder schlecht? Hören Sie doch erst mal hin. Eine ausführliche Kritik folgt dann in unserer nächsten regulären "Amtlich"-Kolumne, die am 7. März erscheint.

Bis denne: Viel Spaß mit "The Flood Inside"!

tdo

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  • Thorsten Dörting
    "Amtlich" - Die besten Metal-Alben des Monats. Und mehr: Thorsten Dörting, Boris Kaiser und Jan Wigger empfehlen hörenswerte Platten, sehenswerte Bands und beweisen auch mit allen anderen Blog-Einträgen, dass das 21. Jahrhundert den Nagelarmbandträgern, Kirchenverbrennern und Bierbauchtänzern gehört.

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