Schrift:
Ansicht Home:
Kultur

Hippie-Konzert

Woodstock kommt wieder - im Doppelpack

Das 50-jährige Woodstock-Jubiläum in diesem Jahr ruft Neuauflagen auf den Plan. Jetzt wirft auch einer der Original-Organisatoren des legendären Konzerts seinen Hut in den Ring.

Getty Images

Michael Lang (l.) im Sommer 1969

Donnerstag, 10.01.2019   13:48 Uhr

Fast genau 50 Jahre nach dem legendären Woodstock-Konzert plant einer der damaligen Organisatoren, Michael Lang, eine Neuausgabe. Vom 16.-18. August dieses Jahres soll in Watkins Glen im Bundesstaat New York, in der Nähe des Originals von 1969, ein neues Konzertevent stattfinden.

Unter dem Titel "Woodstock 50" will Lang nach Informationen der "New York Times"ein offizielles Jubiläumsfestival steigen lassen. Es soll nicht nur ein großes, generationenübergreifendes Publikum anziehen, sondern auch die Wichtigkeit von sozialem Engagement herausstellen.

Lang sagte der Zeitung, er sei dabei, Künstler und Künstlerinnen zu buchen. Konkrete Verpflichtungen nannte er nicht. Ihm schwebe ein Mix aus klassischen Bands und aktuellen Pop- und Rap-Stars vor. Ansonsten solle wie vor 50 Jahren gezeltet werden, es werde Diskussionsrunden, Filmvorführungen und Veranstaltungen mit sozialen Partnerorganisationen geben.

Offizielles Logo von "Woodstock 50"

Ausschreitungen beim Jubiläum 1999

Auf dem Gelände in Watkins Glen fand bereits 1973 ein legendäres Konzert statt, der Summer Jam, mit The Grateful Dead, den Allman Brothers und The Band. Für "Woodstock 50" sollen dort drei Main Stages aufgebaut werden. Die Organisatoren rechnen mit 100.000 Besuchern pro Tag.

Die Woodstock-Neuausgabe bekommt aber Konkurrenz. In den USA sind drei andere Festivals bereits sehr erfolgreich: Coachella, Bonnaroo und Lollapalooza. Zudem wird es ein weiteres Woodstock-Gedenkfestival geben, und zwar direkt auf dem damaligen Festivalgelände. Das "Bethel Woods Music und Culture Festival", wird organisiert vom Kulturzentrum Bethel. Auch hierfür steht noch kein Line-up fest.

Schon 1994 und 1999 gab es Jubiläums-Neuauflagen. Das Festival von 1999 sorgte aber nicht mit Love and Peace, sondern mit Berichten über Ausschreitungen, Verletzte und Vergewaltigungen für Schlagzeilen.

kae

insgesamt 15 Beiträge
bartnelke 10.01.2019
1. drei Main stages
und ein Hauptact jagt den nächsten.
und ein Hauptact jagt den nächsten.
freddykruger 10.01.2019
2. Ich bin skeptisch
Zitat Michael Lang - Ihm schwebe ein Mix aus klassischen Bands und aktuellen Pop- und Rap-Stars vor.-- zitatende. Auweia fällt mir dazu nur ein. Aktuelle Pop und Rap Stars gibt es in meinen musikalischen Universum nicht. Also [...]
Zitat Michael Lang - Ihm schwebe ein Mix aus klassischen Bands und aktuellen Pop- und Rap-Stars vor.-- zitatende. Auweia fällt mir dazu nur ein. Aktuelle Pop und Rap Stars gibt es in meinen musikalischen Universum nicht. Also brauch und werde ich mich nicht dazu auslassen. Wenn die klassischen Bands mit denen von 69 gemeint sind dann ebenfalls gute Nacht. Hör heute noch gerne die Bands von damals. Viele von denen möchte ich aber 2019 nicht unbedingt Live sehen. Ausnahmen sind da Neil Young, David Crosby (aktuell sogar wieder gut dabei), Country Joe und natürlich Santana. Kantner und Balin tot, Grace Slick ist mitte 70, Schloweiß und krächtz nur noch. Also kein White Rabbit und Volonteers, gehört einfach zu Woodstock wie auch Judy Blue Eyes von CSN&Y. Aktuell gibt es allerdings sehr gute Retro Bands. Greta Van Fleet, Vintage Caravan, Black Stone Cherry, Graveyard um nur einige zu nennen. Ich denke das Lang solche u.ä. Bands mit seiner Aussage auch meinte. Wie das ganze ausgehen wird kann man wohl erahnen. Eine riesige Gelddruckmaschine die ehr an eine Kirmes erinnert als an ein Festival. Woodstock hätte einmalig bleiben müssen. Den Zeitgeist der 60er kann man nicht in die 2010er transportieren. Das wäre und ist im grunde genommen wohl doch ehr peinlich.
artie.fischl 10.01.2019
3. Gerhard Haderer ....
.... Woodstock
.... Woodstock
blueberryhh 10.01.2019
4. ehrlich...
freddy hat ja so was von recht! Was die Bands angeht usw. Denke, mit so einem "Revival" versaut man eher den Mythos von Woodstock `69. Dazu gehören eben auch diese ganzen "legendären" Bands von damals, [...]
freddy hat ja so was von recht! Was die Bands angeht usw. Denke, mit so einem "Revival" versaut man eher den Mythos von Woodstock `69. Dazu gehören eben auch diese ganzen "legendären" Bands von damals, das kann man nie und nimmer mit aktuellen Bands / Künstlern wieder erreichen. Und stimmt: wer will schon die Leute von damals heute als Rentner beim sich selbst auf der Bühne demontieren und lächerlich machen beobachten? Es gibt doch genug warnende Beispiele heutzutage, wenn z.B. olle Punk Bands sich wieder auf die Bühne quälen und die "Jungs" mit ihren Bierwampen noch mal die alten Sachen von `77 zum besten geben.... gruselig!
Aberlour A ' Bunadh 10.01.2019
5. Mythos und Realität
Grundsätzlich richtig von Laing, einen Mix aus Tradition und "angesagten" Bands für das Jubiläum zu wählen. Es macht ja keinen Sinn in Nostalgie zu schwelgen: die Heroen von damals - Jimi Hendrix, Joe Cocker, Alvin [...]
Grundsätzlich richtig von Laing, einen Mix aus Tradition und "angesagten" Bands für das Jubiläum zu wählen. Es macht ja keinen Sinn in Nostalgie zu schwelgen: die Heroen von damals - Jimi Hendrix, Joe Cocker, Alvin Lee, Sly Sone, Jerry Garcia, Marty Balin, Kantner/Slick - entweder nicht mehr unter den Lebenden oder bereits in den 70er Jahren vom Weg abgekommen. Wer wäre heute aus den damaligen Bands sehenswert und noch aktiv? John Fogerty natürlich, dann Carlos Santana und Blood, Sweat & Tears, die mit Steve Katz als "Musical Director" immerhin ein Originalmitglied an Bord haben. Die Band habe ich vor gar nicht langer Zeit mal live gesehen, das war absolut überzeugend. Roger Daltrey und Pete Townshend gehen noch (mit Abstrichen) und vor allem - freddy deutete es schon an - CSN&Y. Insbesondere die letzten Alben von David Crosby haben mich umgehauen. Das hätte ich ihm nicht mehr zugetraut, vor allem weil er den Mut hat, Neues zu machen, statt ewig die alten Hits nachzuträllern. Da stört mich auch der Bierbauch nicht. Das war's dann aber schon. Um richtig Publikum zu ziehen, muss man natürlich die Jugend ansprechen. War ja damals 69 auch nicht anders.

Verwandte Artikel

Mehr im Internet

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung
TOP