21.09.2011
Kaum Zuschauer für Harald Schmidt
Late-Night-König im Quotentief
Harald Schmidt: Nach furiosem Auftakt rennen ihm die Zuschauer weg
Hamburg - Der König ist zurück, das Volk zeigt sich unbeeindruckt. Nach seinen ersten beiden Shows für seinen alten Haussender Sat.1 gab es euphorische Kritiken für Harald Schmidt - stabile Zuschauerzahlen wollen sich deshalb allerdings noch lange nicht einstellen. Gerade mal 620.000 Menschen schalteten ein, als der von der ARD zum Privatsender zurückgekehrte Schmidt am Dienstag zur dritten Ausgabe seiner Late-Night-Show lud. Das entsprach einem miesen Marktanteil von 5,6 Prozent.
Schmidt wurde - man kann es nicht anders sagen - gnadenlos von der Konkurrenz an die Wand getalkt. "Menschen bei Maischberger" in der ARD kam zeitgleich auf 1,46 Millionen Zuschauer und "Markus Lanz" im ZDF auf 1,58 Millionen. Besonders schmerzen aber dürfte Harald Schmidt, dass Stefan Raab, sein direkter Konkurrent bei der Gunst der jüngeren Zielgruppe, fast doppelt soviele Zuschauer anlockte: 1,05 Millionen wollten den ProSieben-Late-Night-Clown und seine Show "TV total" sehen (Marktanteil: 16,1 Prozent).
Die erste Ausgabe der "Harald Schmidt Show" am 13. September war noch mit knapp 1,4 Millionen Zuschauern (Marktanteil: 11,6 Prozent) gestartet. Setzt sich der Abwärtstrend fort, wird sehr schnell Schluss sein mit dem Sat.1-Engagement. Kann der Sender mit ihm nicht das wichtige Werbegeschäft am Laufen halten, dürfte man kaum aus sentimentalen Gründen an Harald Schmidt festhalten.
cbu/dpa