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10.08.2012
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Polit-Journalistin

Sonia Mikich hört bei "Monitor" auf

Sonia Seymour Mikich: Sie war das Gesicht von "Monitor"
DPA

Sonia Seymour Mikich: Sie war das Gesicht von "Monitor"

Sie will kein "öffentlich-rechtliches Urgestein" sein: Ein Jahrzehnt lang war Sonia Mikich das Gesicht des ARD-Politmagazins "Monitor". Nun gibt sie Leitung und Moderation der Sendung auf. Als ihr Nachfolger kehrt Moskau-Korrespondent Georg Restle zum TV-Klassiker zurück.

Köln/Hamburg - Sie steht für investigativen Journalismus im deutschen Fernsehen, fast zehn Jahre lang stand sie als unbequeme Nachfragerin und widerborstige Kritikerin vor der Kamera des TV-Politmagazins "Monitor". Nun hört Sonia Mikich als Moderatorin der ARD-Sendung auf. Ihr Nachfolger als Leiter und Moderator bei der Sendung wird Georg Restle, der derzeit als Korrespondent im Studio Moskau arbeitet, teilte der WDR mit.

Mikich ist bereits seit vergangenem Oktober Leiterin der Programmgruppe Inland Fernsehen des WDR und damit für die Doku-Redaktionen "die story" und "Menschen hautnah" und auch "Monitor" zuständig. Auf diese Aufgabe wolle die 61-Jährige sich nun konzentrieren. Sie habe "Monitor" maßgeblich geprägt und dafür gesorgt, dass investigative Berichterstattung ein Markenzeichen des WDR ist, lobte Jörg Schönenborn, Chefredakteur des WDR-Fernsehens, die langjährige Arbeit von Mikich.

Mikich hatte die Sendung 2002 von Klaus Bednarz übernommen. Davor leitete sie unter anderem die ARD-Studios in Moskau und Paris. "Ich bin beruflich und privat immer eine Nomadin gewesen", sagte sie dem "Hamburger Abendblatt" . Sie habe nie gewollt, dass jemand über sie sage, sie sei "ein öffentlich-rechtliches Urgestein".

Mikichs Nachfolger Restle werde erstmals am 27. September für die Sendung vor der Kamera stehen. "Georg Restle ist ein herausragender investigativer Journalist und Programmmacher", sagte Schönenborn. Für Restle ist "Monitor" kein Neuland. Er wurde bereits im Jahr 2000 Redakteur bei dem Magazin und übernahm dort sieben Jahre später die stellvertretende Redaktionsleitung. "'Monitor' ist nach wie vor eine der wichtigsten Adressen, wenn es um unerschrockenen, investigativen Journalismus im deutschen Fernsehen geht", sagte Restle. Dieses Profil wolle er weiter schärfen, versprach der 47-Jährige.

Ihre letzte "Monitor"-Sendung moderiert Sonia Mikich am 30. August.

seh/dapd/dpa

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