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18.11.2012
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Sonntagskrimi

Der neue "Tatort" im Schnellcheck

Von
rbb

Welche Drogen stehen auf dem Programm? Wer hat den besten Auftritt? SPIEGEL ONLINE liefert die wichtigsten Fakten zum ARD-"Tatort". In Berlin ermitteln Ritter und Stark, der Don Quijote und der Sancho Pansa des Krimi-Klassikers, zwischen Morphiumpflastern und chemischen Fröhlichmachern.

Zeigen die Ermittler richtigen Einsatz?

Naja, Ritter und Stark eben. Der Kleine (Boris Aljinovic) läuft eilig vorweg, der Große (Dominic Raacke) schlaksig hinterher. Sind halt immer nur im sicheren Doppel unterwegs. Einsatz zeigt in dieser Episode stattdessen die Drogenfahnderin Melissa Meinhard (Ina Weisse), die mit einem Morphiumpflaster auf dem Bauch ihre Runden zieht und die beiden unbedarften Männer in die Welt der Partydrogen einführt.

Wie blutig ist die neue Folge?

Blut spritzt hier wenig - dabei macht die in Berlin kursierende Chemiekeule namens "Heaven" die Süchtigen richtig aggressiv. Schnüffel, schnüffel, schrei, schrei! Meistens aber bleibt es beim irren Herumfuchteln mit einer Waffe. Um abzudrücken, sind die "Himmel"-Konsumenten meist zu breit.

Kann man die Geschichte glauben?

Nein. Da dieser "Tatort" den Auftakt zur ARD-Themenwoche "Leben mit dem Tod" bildet, musste in den Drogenkrimi-Plot auch noch ein Sterbedrama eingebaut werden. Haut leider - trotz einiger starker Einzelszenen - nicht ganz hin.

Bester Auftritt?

Definitiv Ina Weisse. Mit stiller Wut kämpft sich die Wunder-Schauspielerin durchs dramaturgische Durcheinander.

Wie steht's mit der Komik?

Och, Hauptkommissar Ritter und Hauptkommissar Stark, der Don Quijote und der Sancho Pansa des "Tatort", sind ja schon als Typen ein kleiner Witz. Ein Lacher geht da immer. Bringt einen aber auch nicht über die 90 Minuten.

Lohnt das Einschalten?

Nicht wirklich. Jetzt aber bitte nicht in den Keller gehen und sich aus Langeweile eine eigene neue chemische Keule zusammenbrauen!

Und wenn ich mehr über diesen "Tatort" wissen will?

Dann bitte hier weiterlesen!


"Tatort: Dinge, die noch zu tun sind", Sonntag, 20.15 Uhr, ARD

Unser Kollege Arno Frank guckt heute für SPIEGEL ONLINE den Tatort und twittert live auf @SPIEGEL_Kultur.

Forum

Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 24 Beiträge
1. Selbst ist der Zuschauer
stoiker1.9 18.11.2012
Und wenn ich mehr über den Tatort wissen will? Einfach selber gucken! Abschalten klappt dann immer noch.
Und wenn ich mehr über den Tatort wissen will? Einfach selber gucken! Abschalten klappt dann immer noch.
2. Abschalten?
Talan068 18.11.2012
Naja, bin nun nicht so der Aktiontyp, aber bei den Berliner Kommissaren, fällt einem die Fernbedienung schon gelegentlich aus der Hand. Und zum Aufwachen, jetzt noch ein paar hysterische Süchtige zwischen drin. Vllt. sollte [...]
Naja, bin nun nicht so der Aktiontyp, aber bei den Berliner Kommissaren, fällt einem die Fernbedienung schon gelegentlich aus der Hand. Und zum Aufwachen, jetzt noch ein paar hysterische Süchtige zwischen drin. Vllt. sollte ich gar nicht erst einschalten.
3. Voll dämlich,
eisbaerchen 18.11.2012
dieser "Tatort-Check" bei SPON...Früher haben wir einfach geguckt, ohne vorher die Meinung von irgendeinem No-Name Redakteur aufgedrückt zu bekommen...und so sollten wir es auch lassen. Meine Erfahrung mit den [...]
Zitat von sysoprbbWelche Drogen stehen auf dem Programm? Wer hat den besten Auftritt? SPIEGEL ONLINE liefert die wichtigsten Fakten zum ARD-"Tatort". In Berlin ermitteln Ritter und Stark, der Don Quijote und der Sancho Pansa des Krimi-Klassikers, zwischen Morphiumpflastern und chemischen Fröhlichmachern. http://www.spiegel.de/kultur/tv/der-neue-berliner-tatort-im-schnellcheck-a-867223.html
dieser "Tatort-Check" bei SPON...Früher haben wir einfach geguckt, ohne vorher die Meinung von irgendeinem No-Name Redakteur aufgedrückt zu bekommen...und so sollten wir es auch lassen. Meine Erfahrung mit den Wichtigtuern von Kritikern: wenn irgendwas verrissen wird, unbedingt ansehen, dann ist es gut! (Und umgekehrt, Ausnahmen bestätigen die Regel..).
4. lieber ein Buch
perryhagedorn 18.11.2012
ich schaue seit Jahren keinen Tatort mehr. Meistens geht es nicht mehr darum mitzuraten sondern nur um die Selbetdarstellung der Schauspieler. Ist doch klar wer es schafft hier präsent zu sein braucht sich keine Gedanken mehr [...]
ich schaue seit Jahren keinen Tatort mehr. Meistens geht es nicht mehr darum mitzuraten sondern nur um die Selbetdarstellung der Schauspieler. Ist doch klar wer es schafft hier präsent zu sein braucht sich keine Gedanken mehr machen wie er sein Geld verdient. Denn die Nebenverdienste sind wir Gelddruckmaschinen. Ganz ehrlich entweder wird mir schlecht von der Gerichtsmedizin oder von dem Inhalt. Es freut mich aber für die Leute die sich auch dafür begeistern können.
5. Wahlfreiheit
stoiker1.9 18.11.2012
Buch und Fernsehen schließen sich nicht gegenseitig aus. Auch Autoren sind froh, wenn die Medien aus ihrer Arbeit Bestseller hochjazzen. Die Ergebnisse beider Spezies sind halt mal so und mal so. Nicht resignieren!
Buch und Fernsehen schließen sich nicht gegenseitig aus. Auch Autoren sind froh, wenn die Medien aus ihrer Arbeit Bestseller hochjazzen. Die Ergebnisse beider Spezies sind halt mal so und mal so. Nicht resignieren!

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