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Kultur

Schäferkordt-Nachfolge

Neue Chefs für RTL und Vox

Wechsel in der RTL Group: Vox-Chef Frank Hoffmann wird ab Februar 2013 neuer Geschäftsführer bei RTL, auf ihn folgt bei Vox Bernd Reichardt. Die langjährige RTL-Chefin Anke Schäferkordt behält die Gesamtverantwortung des Medienkonzerns.

RTL
Donnerstag, 20.12.2012   18:21 Uhr

Hamburg/Berlin - RTL-Geschäftsführerin Anke Schäferkordt, die seit April 2012 auch Co-Chefin der RTL Group und Vorstandsmitglied des Mutterkonzerns Bertelsmann ist, gibt einen Teil ihrer Kompetenzen ab. Am Donnerstag hat die 50-Jährige den neuen RTL-Geschäftsführer vorgestellt: Es ist der derzeitige Vox-Chef Frank Hoffmann. Er soll ab 1. Februar 2013 die RTL-Führung übernehmen.

Mit Hoffmann kommt ein Manager an die Konzernspitze, dem der Sender vertraut ist. Der 46-Jährige war Redakteur bei "Explosiv" und "Extra", arbeitete danach als Magazin-Bereichsleiter für RTL. Seit 2005 leitete er den Sender Vox. "Frank ist ein leidenschaftlicher Inhaltemann mit exzellentem Programmgespür", lobte Schäferkordt ihren designierten Nachfolger.

Hoffmanns Nachfolger bei Vox wird Bernd Reichart. Der 38-Jährige war bisher beim spanischen Medienunternehmen Antena 3 beschäftigt, an dem RTL-Group beteiligt ist. Dort verantwortete Reichardt mehrere Free- und Pay-TV-Sender. Wie Hoffmann wird er ab Februar Mitglied der Geschäftsleitung der Mediengruppe RTL Deutschland und somit Anke Schäferkordt direkt unterstellt. Diese möchte sich nach RTL-Angaben verstärkt auf die strategische und operative Führung der Mediengruppe konzentrieren. Schäferkordt hatte die Leitung des Senders seit 2005 inne.

sbr/dpa/dapd

insgesamt 1 Beitrag
Sleeper_in_Metropolis 20.12.2012
1.
---Zitat--- Mit Hoffmann kommt ein Manager an die Konzernspitze, dem der Sender vertraut ist. Der 46-Jährige war Redakteur bei "Explosiv" und "Extra", arbeitete danach als Magazin-Bereichsleiter für RTL. [...]
---Zitat--- Mit Hoffmann kommt ein Manager an die Konzernspitze, dem der Sender vertraut ist. Der 46-Jährige war Redakteur bei "Explosiv" und "Extra", arbeitete danach als Magazin-Bereichsleiter für RTL. ---Zitatende--- Also einer, der das Unterschichtenfernsehen mit all' seinen Zumutungen in- und auswendig kennt. Na immerhin ein Fachmann in seinem Fach. Während in vielen anderen Konzernen die Chefs meist nur mit Not wissen, was im eigenen Unternehmen überhaupt hergestellt wird, weiß der neue an der RTL-Spitze scheinbar ganz genau, wie man den Schrott für's Prekariat produziert.

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