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25.01.2013
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Wiederwahl von Helmut Reitze

hr-Intendant im Amt bestätigt

dapd

Helmut Reitze: An der Spitze des HR bestätigt

Sein Amt läuft erst in zwei Jahren aus, dennoch ließ sich der Intendant des Hessischen Rundfunks Helmut Reitze schon jetzt wiederwählen. Der Rundfunkrat bestätigte ihn am Freitag mit großer Mehrheit an der Senderspitze. Politisches Kalkül, wie aus internen Kreisen zu hören ist.

Frankfurt am Main/Hamburg - Deutlicher hätte die Wiederwahl für Helmut Reitze fast nicht ausfallen können. Mit 28 Stimmen gegen eine ist der Intendant des Hessischen Rundfunks (HR) am Freitag in seinem Amt bestätigt worden. Das bisher beste Ergebnis für den ehemaligen ZDF-Journalisten, der seit 2003 an der HR-Spitze sitzt.

Der 60-Jährige dankte den Mitgliedern des Rundfunkrats für ihr Vertrauen und erinnerte an die Erfolge seiner Amtszeit. Der Rundfunk habe in den zehn Jahren rund 500.000 Hörer hinzugewonnen. Der Fernsehsektor des HR habe 2012 mit einem Marktanteil von 7,1 Prozent in Hessen das beste Ergebnis seit 1989 erzielt.

Gleichzeitig kündigte Reitze nach seiner Wiederwahl weitere Sparmaßnahmen an. Bisher hätte der Sender 214 Millionen Euro eingespart, bis Ende 2016 sollten weitere 70 Millionen Euro weniger ausgegeben werden. Um dies zu erreichen, will Reitze 100 Stellen im Sender nicht wieder neu besetzen.

Die vorgezogene Wiederwahl des Intendanten hatte auch politisches Gründe, wie der SPIEGEL aus Rundfunkratskreisen erfahren hat. Der als konservativ geltende Reitze wollte damit der Landtagswahl im Herbst 2013 zuvorkommen. Das rot-grüne Lager in Hessen hat gute Chancen, dann an die Regierung zu kommen.

Die offizielle Begründung des Rundfunkrats fiel anders aus. Man habe die Wahl vorgezogen, um die Personalie aus dem hessischen Landtagswahlkampf herauszuhalten, hieß es am Freitag nach der Wiederwahl.

Reitzes dritte Amtszeit beginnt im Januar 2015.

sbr/dpa/dapd

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insgesamt 11 Beiträge
1. Glückwunsch!
mk84 25.01.2013
... zu einem der schlechtesten (TV-) Sender im ARD-Verbund, toll gemacht! Das HR-Programm ist so unterirdisch, dass man sich schon fragen muss, ob die Verantwortlichen mit ihrem eigtl. Arbeitsauftrag oder doch mehr mit der [...]
... zu einem der schlechtesten (TV-) Sender im ARD-Verbund, toll gemacht! Das HR-Programm ist so unterirdisch, dass man sich schon fragen muss, ob die Verantwortlichen mit ihrem eigtl. Arbeitsauftrag oder doch mehr mit der Sicherung eigener Pfründe beschäftigt sind, was auch die seltsame Personalpolitik in diesem Sender erklären würde.
2. Sauber!
Frickleburt Frogfart 25.01.2013
Der Mann mit der Fliege hat aus dem HR den mit Abstand belanglosesten und grottigsten Vollpfostenfunk im ganzen ARD-Verbund gemacht. Die HR-Hörfunksender werden von brüllenden Moderatorensimulanten mit ihren sinnbefreiten [...]
Der Mann mit der Fliege hat aus dem HR den mit Abstand belanglosesten und grottigsten Vollpfostenfunk im ganzen ARD-Verbund gemacht. Die HR-Hörfunksender werden von brüllenden Moderatorensimulanten mit ihren sinnbefreiten Gute-Laune-Spielchen und der immergleichen Fahrstuhlmucke bedröhnt und das HR-Fernsehen dillettiert sich mit den beliebtesten Hoheiten der Hessen und der Volksmusikantenstadldeppenhitparade dermaßen einen Wolf, dass dagegen sogar der MDR abstinkt. Aber das kommt an, wie man sieht. Chapeau!
3.
Eisenstemmer 25.01.2013
Dasd 100 Stellen nicht mehr besetzt werden, ist zwar richtig, jedoch hat das zur Folge, dass oft vermehrt freie Mitarbeiter diese jobs machen muessen. Einsparung null. Ausserdem: Die Krankenstatistik des hr weist seit Jahren eine [...]
Dasd 100 Stellen nicht mehr besetzt werden, ist zwar richtig, jedoch hat das zur Folge, dass oft vermehrt freie Mitarbeiter diese jobs machen muessen. Einsparung null. Ausserdem: Die Krankenstatistik des hr weist seit Jahren eine drastische Zunahme von Burnout-Faellen aus, hinzu steigt die Zahl jenrt, die wegen psychischer und Familienproblemen die Sozialberaterin des Senders aufsuchen. Alle im Sender wissen, dass der hr am Ende seiner Kraft angekommen ist. Auch der Intendant, der sich juengst einer Herzoperation unterziehen musste.
4.
okokberlin 25.01.2013
alles von den zwangsgebühren bezahlt - wer braucht solche sender? ach ja , da man bei der ex-wrd frau monika piel nicht kommentieren darf, welche "überraschung" als ich lesen durfte, keine ausildung , ein paar semster [...]
alles von den zwangsgebühren bezahlt - wer braucht solche sender? ach ja , da man bei der ex-wrd frau monika piel nicht kommentieren darf, welche "überraschung" als ich lesen durfte, keine ausildung , ein paar semster jura studiert (abschlußfrei naturlich) und damit schafft man es auf hochbezahlte gez- chefsessel - von mir gibts keinen pfennig gez!
5.
Eisenstemmer 25.01.2013
Um Geld zu sparen, uebernimmt der hr teils fertige Beitraege von anderen ard-Sendern. Weil das aber dem Prinzip der Hessenkonzentrierung widerspricht, werden bei der Neubetextung der Filme einfach die Ortsnamen weggelassen. Das [...]
Um Geld zu sparen, uebernimmt der hr teils fertige Beitraege von anderen ard-Sendern. Weil das aber dem Prinzip der Hessenkonzentrierung widerspricht, werden bei der Neubetextung der Filme einfach die Ortsnamen weggelassen. Das heisst, ein wichtiges journalistisches Kriterium wird einfach unterschlagen. Investigative Magazinbeitraege, etwa ueber den Euro, werden gar nicht mehr gemacht. Obwohl die EZB gerade mal paar hundert Meter entfernt ist. Der Grund: die Etats der Redaktionen werden seit Jahren systematisch gekuerzt, intensivrecherchierende freie Mitarbeiter laufen ihren Honoraren nach. Dafuer werden vermehrt Archivfilme zerstueckelt, neu zusammengesetzt und als Neuproduktionen ausgewiesen mut aktualisierter Entstehungsjahreszahl im Abspann. Darueber regt sich niemand auf im Sender. Als normal gilt auch, dass nur jede 4. Sendeminute neu gedreht wurde. Alles andere sind Wiederholungen, Neuzusammensetzungen und Uebernahmen. Es sieht nicht gut aus um den hr.

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