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Kultur

ARD-Sonntagskrimi

Maria Simon hört beim "Polizeiruf" auf

Erneute Unruhe beim Brandenburger "Polizeiruf 110": Maria Simon kündigt für 2020 ihren Abschied bei dem TV-Revier an.

rbb/ Oliver Feist

Maria Simon in der "Polizeiruf"-Folge "Demokratie stirbt in Finsternis"

Freitag, 15.02.2019   12:02 Uhr

Bei aller Brandenburger Entschleunigung herrschte immer eine gewisse Unruhe im östlichsten aller "Polizeiruf"-Reviere. Schon vor acht Jahren stieg Maria Simon als Kommissarin Olga Lenski bei der Krimi-Reihe ein und musste sich immer wieder auf umfassende Veränderungen einlassen: Erst stieg der langjährige "Polizeiruf"-Sidekick Horst Krause aus, dann wurde das TV-Revier an die deutsch-polnische Grenze an die Oder verlegt,wo Simon der Schauspieler Lucas Gregorowicz als neuer Ko-Hauptdarsteller an die Seite gestellt wurde.

Es gab immer wieder starke Impulse und Innovationsbemühungen, etwa in der Folge "Das Beste für mein Kind" oder zuletzt in der Folge "Der Fall Sikorska". Und doch schien man beim verantwortlichen Sender RBB immer auf der Suche nach einem klaren Profil für den "Polizeiruf" zu sein.

Nun gab der RBB den Abschied von Maria Simon bekannt. Die Entscheidung lag demnach bei Maria Simon, die laut Presseerklärung ihren Ausstieg damit begründet, dass sie sich als Schauspielerin weiterentwickeln möchte. Lucas Gregorowicz wird aber in seiner Rolle als polnischer Ermittler Adam Raczek weitermachen.

Drei gemeinsame Einsätze mit Simon und Gregorowicz soll es noch geben. 2020 wird Simon dann mit ihrem 17. Fall ihre Abschiedsvorstellung beim Brandenburger "Polizeiruf" geben.

cbu

insgesamt 4 Beiträge
diotto 15.02.2019
1. Schade!
Jahrelang konnte man den Brandenburger 110 eigentlich nur wegen Horst Krause schauen, die Kommissarinnen spielten die mal mehr, mal weniger gelungen humoristischen (Randfiguren (Anja Franke, Imogen Kogge,..). Frau Simon gelang es [...]
Jahrelang konnte man den Brandenburger 110 eigentlich nur wegen Horst Krause schauen, die Kommissarinnen spielten die mal mehr, mal weniger gelungen humoristischen (Randfiguren (Anja Franke, Imogen Kogge,..). Frau Simon gelang es erstmals, trotz Krause neben ihm eine glaubwürdige und stringente Figur zu entwickeln. Wenn man dagegen sieht, wie solche Blinzen wie "Lena Odenthal" oder die nuschelige FrauMichelsen beinahe jee Sendung ruinieren, kann man diese Enwicklung nur bedauern. Qualität scheint nicht gefragt zu sein, ebenso (ostdeutsche) klare Denkweise und stringentes Handeln.
Dramaturgen-Frau 15.02.2019
2. Nach Krause kam sowieso nichts mehr
Der Brandenburger Polizeiruf 110 war mit dem Abgang von Horst Krause tot. Alles, was danach mit der durchaus sympathischen Maria Simon veranstaltet wurde, war öde und lohnte das Einschalten nicht. Insbesondere diese [...]
Der Brandenburger Polizeiruf 110 war mit dem Abgang von Horst Krause tot. Alles, was danach mit der durchaus sympathischen Maria Simon veranstaltet wurde, war öde und lohnte das Einschalten nicht. Insbesondere diese Mutter-Kind-Landverschickungskrimis waren eine volkspädagogisierende Qual à la "Schenkt dem Führer ein Kind!", von "empathischen Redakteurinnen" aus dem eigenen Leben geschnitten Eigentlich waren sowohl die Darsteller gut, die Grenzregion als Location ist gut, aber Redakteurinnen, Drehbuch und Regie waren recht saft- und kraftlos. Naja, und letztlich reißen es eben smarte Schauspieler dann auch nicht - im Gegensatz zu Horst Krause eben.
Rüdiger IHLE, Dresden 15.02.2019
3. 5 Jahre am selben Haus sind genug ..
hiess es früher bei Schauspielern .. , und dann muß man/frau mal wieder wechseln . Insofern ist diese Entscheidung nur konsequent , und für nen Rentenjob in einer Vorabendserie ist sie einfach zu gut .
hiess es früher bei Schauspielern .. , und dann muß man/frau mal wieder wechseln . Insofern ist diese Entscheidung nur konsequent , und für nen Rentenjob in einer Vorabendserie ist sie einfach zu gut .
ausdersichtvon 16.02.2019
4. gute idee
denn ich will keine Kommissarin sehen die ewig die Heulsuse mimt reine Selbstdarsteller genau wie Furtwängler beim Tatort ca 30 gefühlte Minuten wo die Sendung sich nur mit dem Privatleben der Kommissarin beschäftigt wer [...]
denn ich will keine Kommissarin sehen die ewig die Heulsuse mimt reine Selbstdarsteller genau wie Furtwängler beim Tatort ca 30 gefühlte Minuten wo die Sendung sich nur mit dem Privatleben der Kommissarin beschäftigt wer will das sehen

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