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Leben und Lernen

"Sesamstraße"

Eine Puppe für Afghanistans Mädchen

Indische Kinder haben Chamki, ägyptische Kinder kennen Khokha. Nun bekommen auch Kinder in Afghanistan eine eigene Puppe in der "Sesamstraße". Sie heißt Zari - und soll Mädchen für die Schule begeistern.

REUTERS/Sesame Workshop

Die afghanische "Sesamstraßen"-Puppe Zari

Freitag, 08.04.2016   07:55 Uhr

Afghanische Kinder bekommen jetzt ihre eigene Puppe in der Kultsendung "Sesamstraße". Sie heißt Zari, ist violett und trägt einen langen Zopf. Die neue Figur soll vor allem Mädchen in dem armen Land für die Schule begeistern.

Zari hatte am Donnerstag ihren ersten Auftritt im afghanischen Fernsehen. Zari solle mal legere und mal traditionelle Kleidung tragen - und, wenn angemessen, auch ein Kopftuch, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.

Die Figur soll in der Sendung zum Beispiel einen Doktor interviewen, um herauszufinden, wie sie selbst einer werden kann. "Sie lebt Mädchen vor, dass es wunderbar ist, in die Schule zu gehen und dass es in Ordnung ist, von einer Karriere zu träumen", sagte Sherrie Westin von der Produktionsorganisation Sesame Workshop.

Sesame Workshop

Chamki aus Indien

Die "Sesamstraße" ist nach Angaben von Sesame Workshop die beliebteste TV-Kindersendung in Afghanistan. 81 Prozent aller Drei- bis Siebenjährigen hätten sie schon gesehen. Auch andere Länder haben ihre eigenen Figuren in die Sendung eingeführt.

So kennen südafrikanische Kinder die gelbe Puppe Kami, die HIV-positiv ist, und indische Kinder die orangefarbene Chamki, die Karate kann und Gitarre spielt. In Ägypten gibt es die pfirsichfarbene Puppe Khokha.

Die drei haben mit Zari alle etwas gemeinsam: Sie sind weiblich - und sollen Mädchen Mut machen und Bildung nahebringen.

AFP

Kami aus Südafrika

lov/Reuters

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