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Leben und Lernen

London School of Economics

Angelina Jolie unterrichtet jetzt auch Studenten

Angelina Jolie zeigt sich in einer neuen Rolle: Die Schauspielerin unterrichtet ab Herbst an der renommierten London School of Economics. Vor ihrer ersten Testvorlesung zeigte sie sich ausgesprochen nervös.

AP

Angelina Jolie engagiert sich seit Jahren für humanitäre Projekte

Mittwoch, 15.03.2017   17:55 Uhr

Schon seit Jahren engagiert sich Angelina Jolie neben der Schauspielerei intensiv für Flüchtlinge und gegen sexuellen Missbrauch. Ihre politische Arbeit nimmt einen immer größeren Raum in ihrem Leben ein. Sie trifft sich mit Ministern, reist in Krisengebiete und hält Vorträge beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos. Jetzt kommt eine neue Aufgabe hinzu.

Ab Herbst hält sie an der berühmten London School of Economics (LSE) als Gastdozentin Vorlesungen. Und an diesem Dienstag gab sie einen ersten Einblick in das, was sie da vor hat. Am LSE-Zentrum für Frauen, Frieden und Sicherheit hielt sie einen Vortrag darüber, wie sexuelle Gewalt im Krieg als Waffe eingesetzt wird.

Sie sei ein bisschen nervös, sagte sie vor Beginn der Veranstaltung der britischen Tageszeitung "Evening Standard": "Ich fühle Schmetterlinge im Bauch." Sie hoffe, dass ihr der Vortrag gut gelinge, denn ihr sei das Thema sehr wichtig.

Jolies Kampf gegen sexuelle Gewalt im Krieg

Den neuen, unbezahlten Posten tritt sie offiziell im September an. Ihr Thema wird die Auswirkung von Kriegen auf Frauen sein. Im Rahmen des Jobs wird sie sowohl Studenten unterrichten als auch an Workshops und öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen. Eigene Forschung gehört auch dazu.

Gemeinsam mit ihr wird der frühere britische Außenminister William Hague dort unterrichten. Mit ihm verbindet Jolie bereits seit Längerem eine politische Freundschaft. Die beiden engagieren sich gemeinsam im Kampf gegen sexuelle Gewalt im Krieg, organisierten bereits eine internationale Konferenz gegen Vergewaltigung.

Jolie ist bereits seit 2001 Uno-Botschafterin des Kommissariats für Flüchtlinge und seit 2007 Mitglied im Council on Foreign Relations. Sie unterstützt unter anderem Schulen in Kambodscha, Kinderkrankenstationen in Sri Lanka und Programme für Waisen- und Straßenkinder.

ler/AP

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