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Leben und Lernen

Weltweites Hochschulranking

Diese Unis sind in Geisteswissenschaften top

Die Briten und Amerikaner haben die besten Unis für Geisteswissenschaftler. Im Hochschulranking der "Times Higher Education" dominieren sie die Top 10. Immerhin eine deutsche Uni ist unter den besten 20.

AP

Humboldt-Universität zu Berlin

Mittwoch, 13.09.2017   12:06 Uhr

Die Stanford University hält sich hartnäckig an der Spitze: Schon zum siebten Mal in Folge belegt die US-Uni im Fachbereich Kunst und Geisteswissenschaften den ersten Platz im weltweiten Hochschulranking der "Times Higher Education".

In das Ranking des Fachmagazins fließen Forschung und Lehre ein, Internationalität, Zitationen in den Werken anderer Wissenschaftler sowie die Drittmittel, die die Universitäten von Unternehmen einwerben.

Die "Times Higher Education" ermittelt jährlich die besten Universitäten der Welt - und wertet die Daten anschließend auch nach Fachbereichen aus. Als erstes liegen nun die Ergebnisse für die Geisteswissenschaften vor.

Die ersten zehn Plätze belegen nach wie vor britische und US-amerikanische Unis. Allerdings wurde die Harvard Universität von der Spitze verdrängt. Das Massachusetts Institute of Technology hat dafür einen Sprung von Platz neun auf zwei gemacht.

Die besten deutschen Unis

Die Berliner Humboldt Universität ist als einzige deutsche Uni unter den besten 20 im Fachbereich Geisteswissenschaften. Sie hat im Vergleich zum Vorjahr sogar einen Platz wettgemacht und steht nun auf Platz 18.

Mit der Peking University ist erstmals eine chinesische Uni unter den besten 20. Schon beim fächerübergreifenden Ranking haben Chinas Unis weiter aufgeholt. Sie werden eine zunehmende Konkurrenz für Europa.

Unter den Top 30 stechen drei weitere deutsche Unis hervor. Allerdings konnten sie sich im Ranking nicht verbessern.

Ebenfalls ins Ranking der besten geisteswissenschaftlichen Unis haben es die Uni Tübingen mit Platz 38 und die Uni Freiburg mit Platz 47 geschafft. Letztere hat sich von Rang 64 kommend deutlich verbessert. Platz 91 teilen sich die Uni Köln (im Vorjahr auf Rang 83) und die Uni Göttingen (vormals Platz 88).

Insgesamt wurden die besten 400 Institutionen weltweit ermittelt. Auf US-Unis entfallen allein 103 Plätze, Großbritannien hat 56 Unis unter den besten 400 Hochschulen, die Kunst, Sprachen, Geschichte, Philosophie, Theologie, Architektur oder Archäologie lehren.

Methodik

Die Fachzeitschrift "Times Higher Education" führt die Evaluation bereits seit 2004 durch. Dazu erhebt sie Daten in fünf Kategorien. Die Ermittlung des Rankings wird laut der Zeitschrift vom Dienstleister PricewaterhouseCoopers (PwC) unabhängig überprüft.

Das Ranking ist international viel beachtet, aber auch umstritten. Kritiker werfen den Machern vor, sie belohnten superreiche Unis und solche, die sich speziell auf ihre Indikatoren eingestellt haben.

Die Ergebnisse des fächerübergreifenden Rankings:

Fotostrecke

Hochschulranking: Die zehn besten deutschen Unis

sun

insgesamt 5 Beiträge
Lord Menial 13.09.2017
1. ridicolo
Die Briten und Amerikaner haben die besten Unis für Geisteswissenschaftler? Wenn unsere Tochter also z.B. Romanistik studieren wollte, sollte sie das besser in Amerikanistan tun? Nur ein Schelm könnte wohl auf die Idee, daß [...]
Die Briten und Amerikaner haben die besten Unis für Geisteswissenschaftler? Wenn unsere Tochter also z.B. Romanistik studieren wollte, sollte sie das besser in Amerikanistan tun? Nur ein Schelm könnte wohl auf die Idee, daß dies an einer französischen oder spanischen Universität genausogut ginge.
goat777 13.09.2017
2.
Im den Geisteswissenschaften macht so ein Ranking ja mal gar keinen Sinn. Ich behaupte mal ganz kühn, dass die besten Universitäten für Germanistik in Deutschland sind, die für chinesische Geschichte in China,....
Im den Geisteswissenschaften macht so ein Ranking ja mal gar keinen Sinn. Ich behaupte mal ganz kühn, dass die besten Universitäten für Germanistik in Deutschland sind, die für chinesische Geschichte in China,....
mariomeyer 13.09.2017
3. @Goat777
Prinzpiell mag das stimmen, wobei ich auch Zweifel habe, weil Geld eine Rolle spielt. Mancherorts sind die Finanzen zu knapp, um wirklich mit ausländischen Universitäten konkurrieren zu können. Im Fall Ihres zweiten Beispiels [...]
Prinzpiell mag das stimmen, wobei ich auch Zweifel habe, weil Geld eine Rolle spielt. Mancherorts sind die Finanzen zu knapp, um wirklich mit ausländischen Universitäten konkurrieren zu können. Im Fall Ihres zweiten Beispiels stimmt Ihre These nicht. Das hat politische Gründe.
anark 13.09.2017
4.
Schön für PwC, die haben bestimmt einen Haufen Kohle mit diesem angenehmen Zeitvertreib verdient. Das Geld wäre wahrscheinlich in vernünftigen Bildungsprojekten beeser angelegt gewesen.
Schön für PwC, die haben bestimmt einen Haufen Kohle mit diesem angenehmen Zeitvertreib verdient. Das Geld wäre wahrscheinlich in vernünftigen Bildungsprojekten beeser angelegt gewesen.
argumentumabsurdum 13.09.2017
5. Leider irrelevant
Was sagt ein Student der Geisteswissenschaften zu einem promovierten Geisteswissenschaftler, der einen Job hat? "Bitte eine Currywurst mit Pommes." - Wohlgemerkt, ich habe meinen MA in Germanistik. Der Witz ist [...]
Was sagt ein Student der Geisteswissenschaften zu einem promovierten Geisteswissenschaftler, der einen Job hat? "Bitte eine Currywurst mit Pommes." - Wohlgemerkt, ich habe meinen MA in Germanistik. Der Witz ist vielleicht etwas krass, aber so gut wie keiner meiner ehemaligen Kommilitonen (meine Wenigkeit eingeschlossen) arbeitet in einem Beruf der mit dem Inhalt unseres Studiums zu tun hat. Insofern ist ein solches Ranking schon fast eine Verschwendung von Zeit und Ressourcen.

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