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Leben und Lernen

Drohender No-Deal-Brexit

EU-Parlament beschließt Notfallplan für Studenten in England

Bis zu 14.000 Erasmus-Studenten in England könnten Ende März von einem harten Brexit betroffen sein. Für sie hat das EU-Parlament am Mittwoch Notfallmaßnahmen verabschiedet.

Getty Images

Studierende vor der Universität von Oxford

Mittwoch, 13.03.2019   16:31 Uhr

Die Abgeordneten des Europaparlaments haben am Mittwoch Notfallmaßnahmen für den Fall eines ungeregelten Austritts Großbritanniens aus der EU verabschiedet. Damit wollen sie sicherstellen, dass Bürger und Unternehmen möglichst wenig unter den Auswirkungen eines sogenannten No-Deal-Brexits leiden müssen. Formell muss noch der Rat der Mitgliedstaaten den Beschlüssen zustimmen.

Eine der betroffenen Gruppen: europäische Studierende, die derzeit mit einem Erasmus-Stipendium an einer Hochschule in Großbritannien sind. Sie sollen auch nach dem Brexit im Land bleiben können, um ihren Studien- oder Ausbildungsaufenthalt wie geplant zu beenden.

Nach früheren Angaben der EU-Kommission werden sich unmittelbar nach dem geplanten Brexit am 29. März rund 14.000 junge Menschen aus den 27 EU-Staaten mit dem Erasmus-Austauschprogramm in Großbritannien befinden.

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Die Gefahr eines harten Brexits sei nach dem erneuten Nein des britischen Unterhauses am Dienstagabend erneut gewachsen, sagte der Brexit-Unterhändler der EU, Michel Barnier, im EU-Parlament: "Das No-Deal-Risiko war noch nie so hoch." Das britische Unterhaus in London sollte am Mittwochabend über einen möglichen Brexit ohne Austrittsabkommen abstimmen.

Dem EU-Parlament zufolge bringen die jetzt verabschiedeten Notfallmaßnahmen nicht die Vorteile einer Mitgliedschaft. Sie seien zeitlich befristet und nur von beschränkter Tragweite.

him/dpa

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