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Leben und Lernen

Doktorarbeiten von Politikern

Das Leben nach dem Plagiat

Franziska Giffey steht im Verdacht, in ihrer Dissertation unsauber gearbeitet zu haben. Welche Politiker sind noch ins Visier von Plagiatsjägern geraten? Und was machen sie heute?

DPA
Von
Montag, 11.02.2019   14:09 Uhr

Darf sie ihren akademischen Grad behalten oder muss sie ihn abgeben? Bundesfamilienministerin Franziska Giffey gilt als Arbeitstier - nun muss sie sich den Vorwurf gefallen lassen, in ihrer Doktorarbeit abgeschrieben zu haben.

Auf der Website VroniPlag Wiki wird das Werk derzeit unter dem Kürzel "Dcl" auf mögliche Mängel untersucht, wie der SPIEGEL berichtete.

Damit könnte es Giffey so ergehen wie einigen ihrer Kollegen zuvor: Sie wäre nicht die erste im Politikbetrieb, die mit der eigenen Dissertation Probleme bekäme. Lesen Sie hier, welche Politiker plagiiert haben - und was aus ihnen geworden ist.

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Strittige Promotionen: Von zu Guttenberg bis Schavan
insgesamt 74 Beiträge
hcmc01 11.02.2019
1. Am......
......wenigsten wundert mich, dass es sich fast ausschliesslich um CDU- und FDPler handelt. Aber diese wollen dem Rest der Bürger Eigenverantwortung und Rechtlichkeit aufbürden (z.B. die Bestrafung von Hartz-IV Empfängern, wenn [...]
......wenigsten wundert mich, dass es sich fast ausschliesslich um CDU- und FDPler handelt. Aber diese wollen dem Rest der Bürger Eigenverantwortung und Rechtlichkeit aufbürden (z.B. die Bestrafung von Hartz-IV Empfängern, wenn diese bei den Angaben lügen). Wie war das mit dem Wasser und dem Wein?
Nordstadtbewohner 11.02.2019
2. Unsauberes Arbeiten vs. Betrug
"Franziska Giffey steht im Verdacht, in ihrer Dissertation unsauber gearbeitet zu haben." Ich denke, man sollte hier klar zwischen Betrug und unsauberem Arbeiten unterscheiden. Zu Guttenberg hat ganze Seiten aus [...]
"Franziska Giffey steht im Verdacht, in ihrer Dissertation unsauber gearbeitet zu haben." Ich denke, man sollte hier klar zwischen Betrug und unsauberem Arbeiten unterscheiden. Zu Guttenberg hat ganze Seiten aus anderen Arbeiten übernommen und teilweise nur die Adverbiale in den Sätzen umgeschrieben. Das hätte ihm politisch wohl nicht den Kopf gekostet, wenn er vor laufenden Kameras das ganze nicht strikt geleugnet hätte. Bei Frau Giffey bin ich mir nicht sicher, ob sie aus zeitlichen Gründen unsauber gearbeitet (das kann passieren) oder ob sie einfach nur betrogen hat. Mal schauen, wie das endet.
schreckgespenst 11.02.2019
3. Blubb
Zunächst möchte ich Ihnen zustimmen, die abschließende Bewertung der Causa Giffey ist erst nach der Prüfung möglich. Darüber hinaus bin ich auf die weitere mediale Begleitung des Falls gespannt, insbesondere im [...]
Zitat von Nordstadtbewohner"Franziska Giffey steht im Verdacht, in ihrer Dissertation unsauber gearbeitet zu haben." Ich denke, man sollte hier klar zwischen Betrug und unsauberem Arbeiten unterscheiden. Zu Guttenberg hat ganze Seiten aus anderen Arbeiten übernommen und teilweise nur die Adverbiale in den Sätzen umgeschrieben. Das hätte ihm politisch wohl nicht den Kopf gekostet, wenn er vor laufenden Kameras das ganze nicht strikt geleugnet hätte. Bei Frau Giffey bin ich mir nicht sicher, ob sie aus zeitlichen Gründen unsauber gearbeitet (das kann passieren) oder ob sie einfach nur betrogen hat. Mal schauen, wie das endet.
Zunächst möchte ich Ihnen zustimmen, die abschließende Bewertung der Causa Giffey ist erst nach der Prüfung möglich. Darüber hinaus bin ich auf die weitere mediale Begleitung des Falls gespannt, insbesondere im Vergleich zu von Guttenberg oder Schavan. Derzeit habe ich den Eindruck, dass mit Fr. Giffey aufgrund ihrer (medialen) Beliebtheit und der Mitgliedschaft in der SPD viel vorsichtiger Umgegangen wird. Auch bei Schavan wurde eigentlich keine Täuschung festgestellt, sondern vielmehr unsauberes bzw. nicht zeitgemäßes wissenschaftliches Handeln. Trotzdem hat sich -für mich gerechtfertigt- ihr Ministeramt abgelegt und die politische Karriere beendet.
Europa! 11.02.2019
4. Miese Masche
Die Sache ist doch recht einfach: Wenn einem ein Politiker oder eine Politikerin nicht passt, fängt man an, rumzuschnüffeln. Bei Männern ist die Sache meist einfach, man findet eine Frau, die behauptet, der Bursche hätte sie [...]
Die Sache ist doch recht einfach: Wenn einem ein Politiker oder eine Politikerin nicht passt, fängt man an, rumzuschnüffeln. Bei Männern ist die Sache meist einfach, man findet eine Frau, die behauptet, der Bursche hätte sie unzüchtig angesprochen (oder noch Schlimmeres). Bei Frauen wählt man jetzt den kuriosen Umweg über die Dissertation. Hat sie auch richtig zitiert? Mit Anführungszeichen, Anmerkung und Literaturverzeichnis? Auf echtes Fehlverhalten kommt es in beiden Fällen schon gar nicht mehr an. Irgendwas bleibt schon hängen ...
kunibertus 11.02.2019
5. Die Argumentation mit den
"zeitlichen Gründen" geht m. E. nach völlig am Problem vorbei. Wer es unternimmt, eine wissenschaftliche Arbeit zu verfassen - und diesem Anspruch muss eine Dissertation nun mal genügen - muss die erforderliche [...]
Zitat von Nordstadtbewohner"Franziska Giffey steht im Verdacht, in ihrer Dissertation unsauber gearbeitet zu haben." Ich denke, man sollte hier klar zwischen Betrug und unsauberem Arbeiten unterscheiden. Zu Guttenberg hat ganze Seiten aus anderen Arbeiten übernommen und teilweise nur die Adverbiale in den Sätzen umgeschrieben. Das hätte ihm politisch wohl nicht den Kopf gekostet, wenn er vor laufenden Kameras das ganze nicht strikt geleugnet hätte. Bei Frau Giffey bin ich mir nicht sicher, ob sie aus zeitlichen Gründen unsauber gearbeitet (das kann passieren) oder ob sie einfach nur betrogen hat. Mal schauen, wie das endet.
"zeitlichen Gründen" geht m. E. nach völlig am Problem vorbei. Wer es unternimmt, eine wissenschaftliche Arbeit zu verfassen - und diesem Anspruch muss eine Dissertation nun mal genügen - muss die erforderliche Zeit einplanen. Ich habe selbst im Rahmen einer außerplanmäßigen Aspirantur, d. h. neben meiner Arbeit, eine Dissertation erarbeitet. Die dafür notwendige Zeit habe ich eingeplant und meine Familie - Frau und zwei Kinder - hat mich dabei auch sehr unterstützt. Natürlich ist es schwer gewesen, das alles "unter einen Hut zu bekommen". Aber wenn man sich etwas vornimmt, muss man auch alles tun, um das Ziel zu erreichen. So bin ich jedenfalls erzogen worden. Mein Doktorvater hat in regelmäßigen Abständen meine Entwürfe überprüft. Ich hätte es gar nicht gewagt, ihm irgendwelche Zitate ohne Quellenangabe unterzujubeln. Dazu hat er viel zu sehr im Stoff gestanden. Allerdings, ich bin kein Politiker, der sich vielleicht nur mit Titeln schmücken will, um sich von Heer der Studienabbrecher abzuheben. Ich wollte einen Beitrag zur Weiterentwicklung meines Fachgebietes leisten und das ist mir in der Verteidigung bestätigt worden.

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