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Leben und Lernen

2,85 Millionen

In Deutschland gibt es so viele Studenten wie noch nie

Jahr für Jahr neue Rekorde: Die Zahl der Studenten in Deutschland ist so hoch wie nie zuvor. Allerdings dürfte sich der Trend bald umkehren.

DPA

Studenten an der TU München (Archiv)

Dienstag, 28.11.2017   14:53 Uhr

Die Zahl der Studierenden in Deutschland ist auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Im laufenden Wintersemester sind rund 2,85 Millionen Menschen an deutschen Hochschulen eingeschrieben, teilte das Statistische Bundesamt mit. Dies waren 40.800 oder 1,5 Prozent mehr als im Semester 2016/2017.

Fast zwei Drittel (62,7 Prozent) der Studenten waren an Universitäten eingeschrieben. Auf Fachhochschulen entfiel ein Anteil von rund einem Drittel (34,5 Prozent). An Verwaltungsfachhochschulen lag die Quote bei 1,5 Prozent, an Kunsthochschulen bei 1,3 Prozent.

Zum Vergleich: 1996 zählten die Statistiker nur rund 1,8 Millionen Studenten in Deutschland, im Jahr 2006 waren es knapp unter zwei Millionen.

Weniger Erstsemester

Die Zahl der Studienanfänger ging im Studienjahr 2017, zu dem das Sommersemester und das Wintersemester gezählt werden, allerdings zurück. Sie sank im Vergleich zum Vorjahr minimal um 0,1 Prozent auf 509.400. Dabei gab es an den Universitäten einen Rückgang von 1,6 Prozent und an den Kunsthochschulen von 1,2 Prozent. An Fachhochschulen gab es dagegen ein Plus von 0,6 Prozent und an Verwaltungsfachhochschulen sogar von 24,9 Prozent.

Im Vorjahr stagnierte die Zahl der Studienanfänger bereits. Wenn der Trend anhält, müsste die Zahl der Studierenden also bald wieder leicht rückläufig sein.

Unterschiede in den Bundesländern

Die meisten Studenten gibt es zurzeit in Nordrhein-Westfalen. Hier studieren knapp 770.000 junge Menschen. An zweiter Stelle steht Bayern mit gut 390.000 Studierenden, gefolgt von Baden-Württemberg mit gut 363.000.

Schlusslicht ist das Saarland mit rund 31.000 Studierenden, gefolgt von Bremen und Mecklenburg-Vorpommern mit je gut 37.000 beziehungsweise 39.000 Studierenden.

Den größten Zuwachs verzeichnet Hamburg mit einem Plus von 6,2 Prozent auf nun gut 107.000 Studierende. Schleswig-Holstein und Hessen haben einen Zuwachs von je 3,9 Prozent zu verbuchen auf nun rund 62.000 respektive 260.000 Studierende.

Starke Einbrüche gab es hingegen in Thüringen, hier sank die Zahl der Studierenden um 1,5 Prozent auf nun knapp 50.000. Weitere Rückgänge gab es mit je 0,8 Prozentpunkten in Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt (gut 54.000 Studierende).

sun/AFP

insgesamt 29 Beiträge
5mark 28.11.2017
1. Werft mir Zahlen an den Kopf
Das ist ja interessant. Noch interessanter wäre allerdings für mich, ob sich der Anteil der Bevölkerung aus denen sich die besagten Studenten "rekrutieren" (Sagen wir mal alle 20-30jährigen) zwischen 1996 und 2017 [...]
Das ist ja interessant. Noch interessanter wäre allerdings für mich, ob sich der Anteil der Bevölkerung aus denen sich die besagten Studenten "rekrutieren" (Sagen wir mal alle 20-30jährigen) zwischen 1996 und 2017 auch um mehr als 50 % erhöht hat. Oder wie der Anteil der Studenten im Hinblick auf die jeweiligen Abiturientenzahlen ausfällt. Ansonsten ist das nur nichtssagender Zahlensalat.
akarsu0 28.11.2017
2.
Heutzutage kann sich doch jeder durchs Abitur durchmogeln. Dann bewerben sie sich mit ihrem Schnitt von 4,0 und werden noch amgenommen. Ich kenne so viele Leute über die ich mich wunder wie sie das Abitur geschafft haben, aber [...]
Heutzutage kann sich doch jeder durchs Abitur durchmogeln. Dann bewerben sie sich mit ihrem Schnitt von 4,0 und werden noch amgenommen. Ich kenne so viele Leute über die ich mich wunder wie sie das Abitur geschafft haben, aber naja NRW war bis vor kurzem ja auch ein grünes Bundesland. Denen geht es nicht um die Leistung sondern ums mitmachen....
Theya 28.11.2017
3. @2
Da dürfte etwas Wahres dran sein. Leid tun können einem nur die Dozenten an den Universitäten, die sich mit einer immer größerer Zahl an immer schlechter geeigneten Studenten herumschlagen dürfen...
Zitat von akarsu0Heutzutage kann sich doch jeder durchs Abitur durchmogeln. Dann bewerben sie sich mit ihrem Schnitt von 4,0 und werden noch amgenommen. Ich kenne so viele Leute über die ich mich wunder wie sie das Abitur geschafft haben, aber naja NRW war bis vor kurzem ja auch ein grünes Bundesland. Denen geht es nicht um die Leistung sondern ums mitmachen....
Da dürfte etwas Wahres dran sein. Leid tun können einem nur die Dozenten an den Universitäten, die sich mit einer immer größerer Zahl an immer schlechter geeigneten Studenten herumschlagen dürfen...
king_of_world 28.11.2017
4. für Geld lohnt es sich nicht zu studieren.
Mann sollte nur studieren wenn man sich für die Fachrichtung interessiert. Mehr Geld bekommt man nicht. Erklärung: für Bachelor 7 Semester und Master weitere 3 Semester in der Regelstudienzeit verdient man kein Geld. Mindestens [...]
Mann sollte nur studieren wenn man sich für die Fachrichtung interessiert. Mehr Geld bekommt man nicht. Erklärung: für Bachelor 7 Semester und Master weitere 3 Semester in der Regelstudienzeit verdient man kein Geld. Mindestens Regelstudienzeit. Da viele arbeiten müssen, Kinder haben oder sonstige Schwierigkeiten haben dauert das schon länger. Man muss extra Leistungen (Arbeit) einbringen um sich das Leisten zu können. Das heist in 5 Jahren verdient man kein Geld sonder baut sich Bafög Schulden auf. Nach der Ausbildung Studium ist Geldtechnisch Blödsinn. In den 5 Jahren verliert man mehr als 80.000?. Dafür bekommt man aber später als Absolvent ca. 400 bis 800 euro mehr pro Monat als ein Geselle. Erst nach 10 Jahren wenn man 35 bzw. 40 ist, ist man im Plus wenn man keine Bafög Schulden hat. Dann noch 2 Jahre.
kezia_BT 28.11.2017
5. Sicher, aber was für welche!
Die Qualität von 90% der Studierenden ist völlig indiskutabel, 10% haben nur das Zeug für eine akademische Karriere!
Die Qualität von 90% der Studierenden ist völlig indiskutabel, 10% haben nur das Zeug für eine akademische Karriere!

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