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Netzwelt

Netflix, Spotify und Co.

Mit wem darf ich mein Abo teilen?

Bei Streaming-Angeboten ist es üblich, dass sich Nutzer ein Premium-Abo teilen. Doch darf der Nachbar bei Netflix mitschauen und der Kollege bei Spotify mithören? Das sind die Spielregeln der größten Anbieter.

Getty Images
Von
Sonntag, 10.02.2019   18:41 Uhr

Premium-Abos sind zum Teilen da. Wer sich bei Netflix, Spotify und Co. für Familienpakete entscheidet, der lässt auch andere Nutzer den Account mitbenutzen. Schließlich dürfen bei solchen Angeboten die Filme und Songs auf mehreren Geräten gleichzeitig abgespielt werden - was für einen einzelnen Abonnenten nur wenig Sinn ergibt.

Doch auch wenn viele Nutzer ihren Account mit Freunden und Familie teilen, ist Vorsicht geboten. Denn die Plattformen geben klare Regeln vor, die sich fast überall unterscheiden. Wer gegen Nutzungsbedingungen verstößt, kann sich Ärger einhandeln.

Im schlimmsten Fall wird es richtig teuer, sagt IT-Anwalt Florian Kaiser dem SPIEGEL: "Die Anbieter können Schadenersatz geltend machen." Allerdings sei das eher unwahrscheinlich. "Mir ist kein einziger Fall bekannt", sagt Kaiser. "Meist läuft es so, dass unerlaubt geteilte Accounts stillgelegt werden." Das komme derzeit relativ häufig vor: "Bei Online-Anbietern wie Spotify findet gerade das große Reinemachen statt."

Dienstleister wie Synamedia machen daraus sogar ein Geschäft. Die Entwickler präsentierten auf der CES eine Software, die unter anderem anhand der Ortsdaten prüfen soll, ob ein Passwort doppelt genutzt wird. Damit könnte es für Streamingplattformen wesentlich einfacher werden, Regelverstöße zu ahnden. Doch der Anwalt aus Frankfurt rät den Firmen davon ab, die Ortsdaten der Nutzer abzufragen. Das sei "datenschutzrechtlich hochproblematisch" und lasse sich kaum damit rechtfertigen, dass man Regelverstöße verfolgen möchte.

Wie lauten nun die Regeln der verschiedenen Anbieter? Wir haben bei den größten Streamingdiensten nachgefragt:

insgesamt 46 Beiträge
Nonvaio01 10.02.2019
1. who cares
ehrlich....man macht es, und wenn es denen nicht passt werden die es schon abschalten. ich geb meeinen freunden des oefteren mal die Passworter fuer Netflix oder Sky Go.....gemeckert hat noch nie einer von den anboetern. [...]
ehrlich....man macht es, und wenn es denen nicht passt werden die es schon abschalten. ich geb meeinen freunden des oefteren mal die Passworter fuer Netflix oder Sky Go.....gemeckert hat noch nie einer von den anboetern. Netflix habe ich nun fast 16 jahre.
Stäffelesrutscher 10.02.2019
2.
Wenn ich das so lese, scheint Apple das fairste und pragmatischste Angebot zu haben. Bei den anderen fragt man sich, was eigentlich passiert, wenn ein Pärchen aus beruflichen Gründen zwei Wohnungen hat und er in München und [...]
Wenn ich das so lese, scheint Apple das fairste und pragmatischste Angebot zu haben. Bei den anderen fragt man sich, was eigentlich passiert, wenn ein Pärchen aus beruflichen Gründen zwei Wohnungen hat und er in München und sie in Würzburg gucken will, oder wenn man sich im Ferienhaus am anderen Ende der Republik einloggt. Und dann wird es ganz penibel: Führen Oma und Enkelin einen gemeinsamen Haushalt, wenn die Enkelin bei Oma zur Untermiete wohnt, weil sie am Studienort keine bezahlbare Bleibe gefunden hat? Gilt für »Haushalt« die Definition der Hartz-IV-Behörde? Was ist mit der Studierenden-WG? Da führen fünf Leute fünf Haushalte ...
Erythronium2 10.02.2019
3.
Netflix nervt mich seit einiger Zeit damit, dass ich nach jedem einzelnen Login eine Mail bekomme, mit der mir mitgeteilt wird, dass sich jemand in mein Account eingeloggt habe. Abschalten kann ich das nicht. Das seltsame [...]
Netflix nervt mich seit einiger Zeit damit, dass ich nach jedem einzelnen Login eine Mail bekomme, mit der mir mitgeteilt wird, dass sich jemand in mein Account eingeloggt habe. Abschalten kann ich das nicht. Das seltsame Verhalten könnte dadurch verursacht sein, dass die Identifizierung meines Computers ins Leere geht, eventuell weil ich den Browser in einer zusätzlichen Sandbox laufen lasse und damit sämtliche Browserdaten inklusive Cookies, Supercookies und Ähnlichem zwischen zwei Logins in aller Regel gründlich lösche. Andere Websites haben fast zur gleichen Zeit ähnlich reagiert, konnten aber leicht so konfiguriert werden, dass Mails nur noch bei wirklich verdächtigem Verhalten verschickt werden und nicht bei jedem gelungenen Login.
rosa-parks 10.02.2019
4. Kannst alles machen!
Darfst Dich nur nicht erwischen lassen. Was sollen solche belehrenden Artikel überhaupt erreichen? Haben die im Artikel genannten Streaminganbieter dem Herrn Schreiber ein paar Frei-Abos zugesteckt, um mit diesem [...]
Darfst Dich nur nicht erwischen lassen. Was sollen solche belehrenden Artikel überhaupt erreichen? Haben die im Artikel genannten Streaminganbieter dem Herrn Schreiber ein paar Frei-Abos zugesteckt, um mit diesem Angstmacher-Artikel mit entsprechender Reichweite für zahlende Neukunden zu sorgen? Schreibt doch als aufklärende Medienanstalt mal über die allzeit bereiten Gratis-Streamingplattformen - ach ne die sind ja wieder illegal und deswegen böse und nutzen lediglich der nicht erwünschten Kostenloskultur!
gammoncrack 10.02.2019
5. Sky verweist auf seine AGB. Dann sollte man deren Hinweise
auf https://www.sky-angebote.info/sky-abo-weitergeben-inhalte-aufnehmen-oeffentlich-vorfuehren/ sich einmal anschauen: Hartef Tobak! Cardsharing im privaten Rahmen: Vertragsstrafe in Höhe der doppelten jährlichen [...]
auf https://www.sky-angebote.info/sky-abo-weitergeben-inhalte-aufnehmen-oeffentlich-vorfuehren/ sich einmal anschauen: Hartef Tobak! Cardsharing im privaten Rahmen: Vertragsstrafe in Höhe der doppelten jährlichen Abo-Gebühr, maximal 7000 €. Toll, dass das wenigstens limitiert wird. Mich würde interessieren, wer bei denen 3.500.- Euro jährlich an Gebühren zahlt. Cardsharing öffentlich: Wird Cardsharing in großen Stil (z.B. über Cardsharing-Netzwerke) betreiben, liegen die Strafen drakonisch höher. Da dies unter gewerbsmäßigen Computerbetrug fällt und damit eine Straftat ist, sind Freiheitsstrafen von 6 Monaten bis zu 10 Jahren möglich, je nach Schwere der Schuld. Zudem wird Sky in diesen Fällen hohe Schadenersatzforderungen stellen. Die wissen natürlich genau, dass die Möglichkeit der Entdeckung relativ unwahrscheinlich ist. Dann holt man eben die große Keule raus und will jemanden zur Not 10 Jahre in den Bau schicken. Denen muss es wirklich sehr schlecht gehen.

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