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10.03.2012
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Bokeh-Effekt in Fotos

Zerstreut und scharf

Von Tilo Gockel

2. Teil: Bokeh mit Kamera und Objektiv

Wie kann man nun ein ansprechendes Bokeh erzeugen? Die Basis bildet die beschriebene, extrem geringe Schärfentiefe. Diese hängt bei Aufnahmen hiervon ab:

Technisch Interessierte Leser finden eine präzise Herleitung im Buch "Technische Optik" von Gottfried Schröder oder auch im Fachaufsatz von Hubert Nasse. Die Sensormaße fließen hier übrigens nur indirekt ein: Der kleine Sensor einer preiswerten Kompaktkamera wird meist zusammen mit sehr kurzen Brennweiten eingesetzt, um auf gewohnte Bildwinkel zu kommen. Daher bilden Kompaktkameras die Szene fast durchgängig scharf ab und lassen sich höchstens noch im Makromodus durch die dann besonders geringe Gegenstandsweite zu ein wenig Hintergrundunschärfe überreden.

Bokeh, fast ohne Zerstreuungskreise: Vollformatkamera mit 70-200 f/2,8 Telezoom
Tilo Gockel / DOCMA

Bokeh, fast ohne Zerstreuungskreise: Vollformatkamera mit 70-200 f/2,8 Telezoom

Fast alle Linsen erzeugen zumindest offenblendig runde Zerstreuungskreise, aber nur die teureren Exemplare produzieren dank speziell geformter Blendenlamellen auch geschlossen noch schöne runde Kreise. Weiterhin weisen Festbrennweiten im Regelfall ein schöneres (ruhigeres) Bokeh auf als Zoom-Objektive, und schließlich sind Linsen, die auf extreme Schärfe getrimmt sind, hinsichtlich des Bokehs oft eher im Hintertreffen.

Wir haben drei verschiedene recht verbreitete Linsen an einer Vollformat-Kamera getestet. Diese Objektive kamen zum Einsatz:

Tilt-Shift-Objektive werden beispielsweise bei der Architekturfotografie eingesetzt, um den Eindruck stürzender Linien zu vermeiden. Aber auch der umgekehrte Einsatz ist möglich und aktuell bei fotografisch erzeugten Miniaturwelten und in der Food Fotografie recht verbreitet. Am schnellsten erlernt man den Umgang mit solchen Spezialobjektiven, wenn man die Anwendung einmal einen ganzen Nachmittag im Liveview-Modus übt - ohne diese Lernphase werden die ersten Versuche ansonsten eher zum Blindflug.

Tilt-Shift-Effekt: Selektive Schärfe schafft bei manchen Aufnahmen Spielzeuglandschaften
Tilo Gockel / DOCMA

Tilt-Shift-Effekt: Selektive Schärfe schafft bei manchen Aufnahmen Spielzeuglandschaften

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insgesamt 27 Beiträge
1. Ein so alter Hut....
Emil Peisker 10.03.2012
Ein so alter Hut.... Allerdings im Zeitalter der tiefenscharfen Auto-Digi-Knipsen wird diese Eigenschaft wieder zu einer Spezialität. Die meisten Besitzer einer Digitalkamera im unteren bis mittleren Preisbereich werden [...]
Zitat von sysopScharf allein ist nicht schön: Räumlich wirken Fotos erst, wenn Schärfe und Unschärfe sich abwechseln. Wie gelingen kunstvoll verschwommene Elemente? Das Fachmagazin "Docma" erklärt, wie das mit entsprechenden Objektiven oder spezieller Software gelingt. Bokeh-Effekt in Fotos: Zerstreut und scharf - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt (http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,820159,00.html)
Ein so alter Hut.... Allerdings im Zeitalter der tiefenscharfen Auto-Digi-Knipsen wird diese Eigenschaft wieder zu einer Spezialität. Die meisten Besitzer einer Digitalkamera im unteren bis mittleren Preisbereich werden die manuelle Tiefenschärfe selten nutzen.
2. Mh.
mulhollanddriver 10.03.2012
Zuviel Bildberbeitung am Schluß. Fotografie passiert in der Kamera, nicht am Computer. Ansonsten guter Überblick.
Zuviel Bildberbeitung am Schluß. Fotografie passiert in der Kamera, nicht am Computer. Ansonsten guter Überblick.
3. ghkl
sverris 10.03.2012
aus tatsächlich künstlerischer sicht sind das tatsächlich nur effekte - für livestyle-magazine und dilettanten etc. - und das wars.
aus tatsächlich künstlerischer sicht sind das tatsächlich nur effekte - für livestyle-magazine und dilettanten etc. - und das wars.
4. simple Sicht
Emil Peisker 10.03.2012
Sie haben eine sehr simple Sicht der Fotografie. Das Arbeiten mit der Tiefenschärfe als etwas für Dilettanten zu bezeichnen... Künstler, oder?
Zitat von sverrisaus tatsächlich künstlerischer sicht sind das tatsächlich nur effekte - für livestyle-magazine und dilettanten etc. - und das wars.
Sie haben eine sehr simple Sicht der Fotografie. Das Arbeiten mit der Tiefenschärfe als etwas für Dilettanten zu bezeichnen... Künstler, oder?
5.
mindphuk 10.03.2012
Auch interessant für 3d. Tiefenschärfe in 3d ist oft rechenaufwändig, mit solcher Software geht es unter Umständen schneller (wenn nicht jeder Strahl auf Schärfe untersucht werden muss, sondern einfach das ganze fertige [...]
Zitat von sysopScharf allein ist nicht schön: Räumlich wirken Fotos erst, wenn Schärfe und Unschärfe sich abwechseln. Wie gelingen kunstvoll verschwommene Elemente? Das Fachmagazin "Docma" erklärt, wie das mit entsprechenden Objektiven oder spezieller Software gelingt. Bokeh-Effekt in Fotos: Zerstreut und scharf - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt (http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,820159,00.html)
Auch interessant für 3d. Tiefenschärfe in 3d ist oft rechenaufwändig, mit solcher Software geht es unter Umständen schneller (wenn nicht jeder Strahl auf Schärfe untersucht werden muss, sondern einfach das ganze fertige Bild bearbeitet wird). Das kann man sich dann evtl. sogar als Plugin vorstellen, gibts sowas schon? Der Renderer könnte so gleich vom Hauptpbjekt eine Maske herstellen und an das Plugin senden, für realistische Effekte.

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