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17.11.2012
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Neue Gadgets

Der schnabelhafte Fotoautomat

Der Bird Photo Booth ist eine Kombination aus Vogelfutterstation und Fotoautomat und soll Nahaufnahmen von scheuem Federvieh ermöglichen. Außerdem in der wöchentlichen Gadget-Schau von neuerdings.com: Eine automatische Popcorn-Manufaktur und ein sündteurer USB-Stick.

Bird Photo Booth
Ein Vogelhäuschen mit versteckter Kamera - das ist die so einfache wie geniale Idee hinter dem Kickstarter-Projekt Bird Photo Booth. Das Vogelhäuschen aus solidem Hartholz erinnert mit seinem Retro-Look ein bisschen an eine antike Polaroid Land Camera.

Die Vorderseite besteht aus Aluminium. Sie lässt sich beiseite schieben, um ein iPhone, einen iPod touch oder eine GoPro-Kamera im Inneren zu platzieren, geschützt durch fünf Zentimeter dicke Schaumstoff-Einlagen.

Je nach Ausrüstung betrachtet man den Livestream des Aufnahmegeräts auf seinem Tablet, Smartphone oder Rechner und löst das Bild über Wi-Fi aus, oder man sieht aus einigen Metern Entfernung von außen zu und drückt auf den Bluetooth-Auslöser seiner Fernbedienung, seiner Tastatur oder seines Headsets. Bird Photo Booth listet eine ganze Reihe von Apps und anderen Möglichkeiten auf einer eigenen Seite auf.

Eine in die Vorderseite eingelassene Makrolinse sorgt dafür, dass die gefiederten Models optimal in Szene gesetzt werden, wenn Sie kommen um sich ihr Futter zu holen.

Das Vogelfutter wird in eine Schüssel geschüttet, die auf einer Schiene in unterschiedlichen Entfernungen sicher vor dem Objektiv befestigt werden kann. Alternativ kann man auch Meisenknödel an einer Stahlstange aufhängen, die mit der Bird Photo Booth geliefert wird - je nachdem, welche Vögel man mit welchem Futter anlocken will. Kolibris gibt es in unseren Breitengraden zwar eher nicht, aber wahrscheinlich bekommt man dafür ein paar schöne Eichhörnchen-Aufnahmen.

Die Finanzierungsphase läuft noch mehr als zwei Wochen, und über 15.000 Dollar der benötigten 35.000 Dollar sind bereits zusammengekommen. Wer gerne ein eigenes Vogelhäuschen mit versteckter Kamera hätte, muss mindestens 149 Dollar (umgerechnet 117 Euro) hinlegen. (Frank Müller)

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Ecal Low Tech Factory

ECAL
Die Design- und Kunst-Studenten der Ecal (Ecole cantonale d'art de Lausanne) haben sich für Ihre Ausstellung mit dem Titel "Low Tech Factory" einige nette Gadgets einfallen lassen. Besonders gelungen sind zwei der Ausstellungsstücke, die Popcornmaschine "Oncle Sam" und die Strickmaschine "Rocking Knit".

"Oncle Sam" ist vielleicht nicht besonders praktisch, aber ästhetisch äußerst reizvoll. Die Aufgabe dieser sehr reduzierten Maschine ist es, mit Hilfe eines Teelichts ein Maiskorn nach dem anderen in Puffreis zu verwandeln.

Diese Aufgabe erfüllt sie exzellent, verdeutlicht dabei den Produktionsprozess und vertritt durch die mengenmäßige Beschränkung einen extremen Gegenstandpunkt zum maßlosen Popcornkonsum, der in den Popcornkübeln seinen Höhepunkt findet, die man beim Kinobesuch an der Kasse erhält.

Auch die Strickmaschine "Rocking Knit", die beim gemütlichen Schaukeln Strickmützen produziert, kann sich sehen lassen: Der strickende Schaukelstuhl funktioniert wie eine Strickliesl, bei der ein Gewicht die Bewegungsenergie auf einen Zahnradmechanismus überträgt. Angetrieben von den sanften Schaukelbewegungen, fertigt "Rocking Knit" einen Strickschlauch an, der im Handumdrehen in eine Mütze verwandelt werden kann.

Schaukelte man lange genug, würde man sich die Mütze quasi auf den eigenen Kopf stricken.

Die kompletten Clips zur Ausstellung "Low Tech Factory" kann man bei Vimeo bewundern, weitere Infos gibt's bei Ecal. Zu kaufen sind die Sachen wohl nicht, aber vielleicht bringen die verrückten Gadgets ja den einen oder anderen auf eigene Ideen. (Frank Müller)

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Der Tausende-Dollar-USB-Stick

Zana Design
Es ist aber auch wirklich ein Kreuz mit dem vielen Geld: Dauernd Geldsäcke zu schleppen ist schlecht für den Rücken, das Umschichten mit der Schippe ist mühsam und glücklich macht es am Ende ja doch nicht. Also nichts wie weg damit. Und da bekanntlich auch Kleinvieh Mist macht, sollte man sich dabei nicht nur mit Luxussportwagen, Ferienvillen oder Fußballvereinen um all den Zaster bringen, sondern auch für alltägliche Dinge irrsinnig viel Geld ausgeben - wie zum Beispiel für einen USB-Stick.

Passenderweise hat Zana Design gerade den Apophis vorgestellt. Er besteht nur aus dem Besten vom Besten. Statt in Plastik hüllt er sich in schwarzes Holz aus Afrika sowie Meteoritengestein - ergänzt durch einen Diamanten. Für Sparfüchse unter den Geldverschwendern gibt es den Apophis in einer preisgünstigen Variante mit Versilberung für nur 1130 Dollar. Die Gold-Version bekommt man für 1990 Dollar.

Bedingt durch das Material gleicht kein Apophis dem anderen - aber das hatten wir erwartet. Schließlich will Zana Design nach eigenen Worten eben jene Kunden zufriedenstellen, die "etwas mehr" wollen, als massenproduzierte Waren zu bieten haben. Wobei man sich fragt, was für ein USB-Stick herauskäme, sollte Zana Design einmal "sehr viel mehr" bieten wollen.

Fast vergessen: Der Stick ist USB-3.0-kompatibel und hat eine Kapazität von 64 Gigabyte. Ein Seidentuch zum Polieren und eine beleuchtete Vitrine mit Samtkissen für die Aufbewahrung werden übrigens weder mitgeliefert noch angeboten. Aber irgendetwas ist ja immer. (Jan Tißler)

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