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02.12.2012
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Neue Gadgets

So werden Radler zu Rittern

Ein Holzbausatz macht aus jedem Fahrrad ein Pferd, zumindest akustisch. Eine App mit Hardware-Zubehör verwandelt ein iPad in einen Tischkicker, und die richtigen Anschlüsse machen schicke Lampen zur Handy-Ladestation: die wöchentliche Gadget-Schau von neuerdings.com.

Trotify

Trotify: Kokosnuss-Sound fürs Fahrrad

Nein, es ist noch nicht April, auch wenn Trotify ein wenig wie ein Aprilscherz wirkt. Die erste Frage der FAQ, "ist das echt?" wird von den Entwicklern mit einem eindeutigen "Ja" beantwortet. Alles sei fertig, die Lieferkette stehe, nur benötige man mindestens 1.000 Bestellungen, dann könne Trotify produziert und ab März 2013 versandt werden.

Das wird all diejenigen glücklich machen, die im Frühjahr gemächlich durch die Stadt radeln und ihre Umgebung mit dem täuschend echt imitierten Klang von Pferdegetrappel erfreuen wollen. Denn zu nichts anderem ist Trotify gut.

Trotify wird vor dem Lenker angebracht und setzt wie ein Rollendynamo auf die Lauffläche auf. Radelt man gemächlich durch die Stadt, lässt Trotify die Kokosnusshälften klappern wie Pferdehufe. So wie bei Monthy Pythons "Ritter der Kokosnuss" eben.

Bei höheren Geschwindigkeiten soll sich Trotify ausschalten, am besten eignet es sich für ein gemächliches Radeln. Aber wer Trotify ordert, fährt ja wahrscheinlich sowieso ein Fixie.

Trotify sollte möglichst nicht im Regen verwendet werden, damit sich das unbehandelte Holz nicht mit Wasser vollsaugt und aufquillt. Überhaupt funktioniert es tropfnass laut FAQ generell nicht besonders gut. Hipster, die in regenreichen Gebieten wohnen, sollten es sich also zweimal überlegen, bevor sie bestellen.

Alle anderen finden mehr Infos und Bestellmöglichkeiten auf der Trotify-Seite. Mit 19,99 Britischen Pfund (24 Euro) ist man dabei und kann dann im Frühjahr klappernd durch die Straßen radeln - immer vorausgesetzt, es finden sich in den nächsten drei Wochen genügend Gleichgesinnte, so dass das Ziel von 1.000 Bestellungen erreicht wird. Bislang sind erst knapp 200 Trotifyer zusammengekommen.
(Frank Müller)

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So wird das iPad zum Tischkicker: Classic Match Foosball

New Potato Tech
Das Unternehmen New Potato Tech stellt keine genmanipulierten Erdäpfel her, wie der Name vermuten ließe. Vielmehr entwickelt es vor allem Gaming-Zubehör für iPhone, iPod touch und iPad. Das neueste Produkt nennt sich Classic Match Foosball und verwandelt den Bildschirm des iPad in das Spielfeld eines Tischkickers. Die dazugehörige App soll sich in Kürze kostenlos aus dem App Store laden lassen.

Hat man sie installiert und das iPad ins Dock des Classic Match Foosball Tischkickers gesteckt, kann man ein Match starten. Entweder allein, zu zweit, zu dritt oder viert. Wie beim analogen Tischkicker stehen jeder Seite 4 Drehgriffe zur Verfügung, mit denen man die Spieler steuern kann.

New Potato Tech behauptet, Classic Match Foosball sei so robust konstruiert, dass es auch hitzige Spiele unbeschadet übersteht und man nicht im Eifer des Gefechts auf einmal seinen Griff in der Hand hält.

Trikots und Sponsoren seiner Mannschaft soll man ebenso wie das Spielfeld nach Wunsch verändern können. Außer dem klassischen Turnier kann man noch drei weitere Varianten spielen, und natürlich unterstützen Soundeffekte wie der einer jubelnden Menschenmenge die Illusion echter Stadionatmosphäre. Ganz nebenbei lädt das Tischkicker-Untergestell das iPad beim Spielen auch noch auf.
(Frank Müller)

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Diese Lampen laden Handys: M&C Lighting t-Lights

M&C Lighting
Zugegeben: Auch die "t-Lights" der Firma M&C Lighting machen Kabel nicht ganz überflüssig. Sie werden mit geradezu monströsen Universalkabeln geliefert. Aber immerhin können sie die Mehrfachsteckdose oder den USB-Hub auf dem Tisch ersetzen. Und ein Hingucker sind sie auch noch.

Alle vier Modelle haben mindestens einen USB-Ladeanschluss. Über das mitgelieferte Multikabel soll man 95 Prozent aller Handys anschließen können und auch mehrere gleichzeitig, wenn's denn sein muss. Zwei der Lampen haben außerdem ein iPhone-Dock (30-Pin, kein Lightning) sowie eine einen Stromanschluss für Laptops integriert, der wiederum ein eigenes Kabel und zahlreiche Adapter mitbringt. Und eine Lampe kommt gar mit integrierten Lautsprechern daher.

Die Lampen vertragen sich mit Stromanschlüssen von 100 bis 240 V sowie 50 oder 60 Hz. Beim Urmodell der t-Lights kann man direkt sein Laptop anschließen. Ein Display zeigt dabei, wie viel Volt und Ampere über den integrierten Stromanschluss gerade abgegeben werden, der Nutzer kann dabei aus sieben verschiedenen Einstellungen auswählen. Laut Hersteller soll man die meisten Laptops dank der Adapter direkt anschließen können.

Bei der t-Light S steht der ergänzende Buchstabe für "Sound", denn sie hat Lautsprecher im Lampenkopf integriert. Entweder hört man Musik vom eingesteckten iPod oder iPhone oder man schließt eine andere Quelle über den Aux-Eingang (3,5 mm) an.

Darüber hinaus gibt es jetzt auch ein Modell "E" - wie "effizient". Diese Lampe hat eine dimmbare 5-W-LED als Leuchtmittel integriert, die bis zu 250 Lumen Helligkeit erreicht. Zudem ist ein USB-Ladeanschluss integriert, der auch fürs energiehungrige iPad ausreicht.

Die Lampen kosten je nach Modell zwischen 99 und 169 US-Dollar, inklusive Versand.
(Jan Tißler)

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Forum

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insgesamt 3 Beiträge
1. Die brauchen das.
annibertazeh 02.12.2012
Die sind so, die Radler. Anders halt, als Du und ich. Man muß da schon ein bißchen Mitleid haben mit denen. Sie können nix für.
Die sind so, die Radler. Anders halt, als Du und ich. Man muß da schon ein bißchen Mitleid haben mit denen. Sie können nix für.
2.
barlog 02.12.2012
Ich glaube eher, das ein bißchen "anders" ist, wer solche Kommentare schreibt. Dieses Fahrrad-Pferdegetrappel-Tuningteil ist ja wirklich eine witzige Sache, aber damit fährt, wer's mag, doch maximal 10 min, dann [...]
Zitat von annibertazehDie sind so, die Radler. Anders halt, als Du und ich. Man muß da schon ein bißchen Mitleid haben mit denen. Sie können nix für.
Ich glaube eher, das ein bißchen "anders" ist, wer solche Kommentare schreibt. Dieses Fahrrad-Pferdegetrappel-Tuningteil ist ja wirklich eine witzige Sache, aber damit fährt, wer's mag, doch maximal 10 min, dann nervt's. Abgesehen davon, daß sich die hölzerne Mechanik in kurzer Zeit deutlich abnutzen dürfte . ..
3. Radler: Bier mit Limonade
Eva K. 02.12.2012
Mögen Sie kein Radler? Das kann ich nachvollziehen, ich trinke auch lieber ein richtiges Bier als diese Limonadenpansche.
Zitat von annibertazehDie sind so, die Radler. Anders halt, als Du und ich. Man muß da schon ein bißchen Mitleid haben mit denen. Sie können nix für.
Mögen Sie kein Radler? Das kann ich nachvollziehen, ich trinke auch lieber ein richtiges Bier als diese Limonadenpansche.

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