25.12.2012
Batterien am Ende
Wenn Spielzeug stirbt
Von Felix Knoke
Louis-Armstrong-Singpuppe: Im Horror-Modus "Ratatatat"
Vorsicht, liebe Eltern. Bei manchem Elektrospielzeug, das am Heiligabend die lieben Kleinen jubeln ließ, droht nach intensivem Gebrauch in einigen Wochen oder Monaten das böse Erwachen im Kinderzimmer.
Was zuvor hübsch blinkte und schnurrte, was niedlich kicherte und sich lustig verbog, das poltert nun und grunzt wie im Spukfilm. Es windet sich unter höhnischem Horrorgelächter oder zuckt sich Stromschlag für Stromschlag ins Spielzeug-Jenseits.
Viele YouTube-Videos zeigen: Wenn sich Batterien von Spielzeugbaggern und Puppen leeren, werden Dämonen geboren. Die Clips können als Ermahnung an die Spielzeughersteller verstanden werden: Lasst die Geräte länger durchhalten.
Das jedenfalls legen die folgenden sechs Beispiele nahe. Sehen Sie selbst.
Der Alptraum-Clown
Diese Clown-Puppe ist auch schon im Normalbetrieb recht schaurig anzusehen. Glatze, aufgerissener Mund und glotzende Augen, Zwangsjacke - so etwas legt man eigentlich keinem Kind in die Wiege. Und tatsächlich: Wenn sich die Batterie leert, enthüllt der Clown seine wahre Herkunft: Hölle statt Zirkus.
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Der sterbende Fisch
Eine Weile lang waren die ausgestopften Gag-Fische der "Big Mouth Billy Bass"-Serie ein echter Hit: Haha, huhu! Wie drollig, ein singender Wasserbewohner. Er wurde sogar zu einer Art Popstar, hatte Gastauftritte in Filmen und TV-Serien. Dabei hatte Billy Bass selbst eigentlich nichts zu lachen. Doch trotz des ausgestopften Leidens an der Wand rettet er seine gute Laune ganz erstaunlich, wie man diesem Video und vielen, vielen ähnlichen entnehmen kann.
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Louis Armstrong macht "Ratatat"
So funktioniert Fallhöhe: Beschwingtes Lied, etwas leiernd, fröhliches Grinsen und diese Stimme. Aber diese Louis-Armstrong-Singpuppe schaltet von einer Sekunde zur nächsten in den Horrormodus, reißt die Augen auf, das Lächeln friert ein, dann ein bedrohliches: "Ratatat". Nur um dann, als ob nichts gewesen sei, weiter zu singen.
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Gruseliger Puppenstoff
Baby Laugh a Lot stellt unter den hier vorgestellten Spielzeugen eine Anomalie dar: Die 1971 von der US-Firma Remco (heute pleite) vorgestellte Puppe ist im Original fast gruseliger als im batterieschwachen Zombie-Modus (siehe Video). Am allergruseligsten ist sie aber im völlig ernstgemeinten Werbespot, den Remco in den Siebzigern schaltete. Der Puppenstoff, aus dem Alpträume sind.
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Teddy mit Horror-Soundtrack
"Warum? Warum tut Babyspielzeug so etwas, wenn die Batterien schwach werden? Warum stirbt es nicht, wie alle anderen Spielzeuge?", fragt YouTube-Nutzer und Elternteil Arin Zephyr. Der süße Teddybär des Sohnes Sheldon hat sich über Nacht in ein Horror-Requisit verwandelt. Ist ein böser Geist in ihn gefahren - ein Geist, der seinen eigenen Grusel-Soundtrack mitbringt?
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Plastikauto im Todeskampf
Die Frage, warum man diesem Spielzeug immer frische Batterien einsetzen sollte, bedarf nur dieser Videoerklärung. Sollten Spielzeughersteller nicht auch den Sonderfall "Batterie: schwach" in ihr Produktdesign einbeziehen?
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