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20.12.2012
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Microsoft und Google

Wettkampf um den Weihnachtsmann

Norad; Weihnachtsmann-Ortung im Netz

Wo ist der Weihnachtsmann, wo bleiben die Geschenke? Die Website Santa Tracker beantwortet das seit Jahren mit einem Ortungsdienst. Die Weihnachtsmann-Suche gibt es in diesem Jahr allerdings in zwei Versionen - Microsoft und Google konkurrieren.

Wer kann den Weihnachtsmann zuverlässiger orten - Microsoft oder Google? Die Unternehmen liefern sich in diesem Jahr einen merkwürdiger Wettbewerb. Microsoft unterstützt öffentlichkeitswirksam die Weihnachtsmann-Ortung des Nordamerikanischen Luft- und Weltraum-Verteidigungskommandos (Norad).

Norad betreibt seit 1997 eine Webseite, auf der kleine und nicht so kleine Kinder am 24. Dezember den Weihnachtsmann beim Verteilen der Geschenke verfolgen können. Der "Santa Tracker" zeichnet penibel die jeweilige Position des eiligen Mannes auf, geortet wird er laut Norad mit einer Radarlinie aus 47 einzelnen Systemen und Düsenjets. 1997 brach die Website bereits unter dem Ansturm von hundert Interessenten zusammen, 2011 gab es im Dezember beinah 19 Millionen Besucher, allein Heiligabend waren es eine Million.

"Neowin" berichtet, dass Microsoft in diesem Jahr stärker an der Norad-Weihnachtsmann-Jagd beteiligt ist. Die Redmonder stellen Norad Dienstleistungen wie Windows Azure und den Kartendienst von Bing zur Verfügung, der den Kindern stets genaue Infos über den aktuellen Aufenthaltsort des Weihnachtsmannes geben soll. Um die erwartete Flut Hunderttausender E-Mails und Telefonanrufe von Kindern möglichst schnell zu beantworten, stehen am Heiligabend bei Norad 1200 Freiwillige bereit.

Glänzende Augen überall, nur nicht bei Google: Der Suchmaschinen- und Werberiese lieferte die benötigten Daten für die Geschenketour noch bis zum letzten Jahr, bevor er 2012 von Microsoft ausgestochen wurde. Doch das Weihnachtsteam in Mountain View stellte nun einen eigenen Santa Tracker online, der an Heiligabend ebenfalls genaue Ortsauskünfte über den Verbleib des Weihnachtsmannes geben soll. Ein neuer Algorithmus werde noch genauere Ergebnisse liefern, verspricht Google und offeriert außerdem noch eine Android-App, um auch mit Smartphone oder Tablet auf dem Laufenden bleiben zu können. iPhone- und iPad-Nutzer werden von Google allerdings nicht bedient.

Norad bietet neben einer eigenen Android-Appauch eine Weihnachtsmann-Ortungsapp für iOS-Geräte.

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insgesamt 2 Beiträge
1. Älter
Stelzi 20.12.2012
NORAD betreibt diesen Spass schon länger als seit 1997 - nur nicht als Website. Durch eine falsche Telefonnummer über die Kinder eigentlich zu Weihnachten 1955 Santa direkt anrufen hätten können, landeten die Kids aber im CONAD, [...]
NORAD betreibt diesen Spass schon länger als seit 1997 - nur nicht als Website. Durch eine falsche Telefonnummer über die Kinder eigentlich zu Weihnachten 1955 Santa direkt anrufen hätten können, landeten die Kids aber im CONAD, wo der kommandierende Offizier sich nicht als Spassverderber zeigte und seinen Untergebenen auftrug, den Kindern zu sagen wo Santa gerade langdüst. So wurde diese Tradition geboren, welche später von NORAD weitergeführt wurde. Also, weder Google noch Microsoft haben oder hatten da entscheidenden Anteil dran. Die bezahlen jetzt halt die technische Infrastruktur aus der PR-Kasse. Anrufe und E-Mails werden aber weiterhin von Freiwilligen angenommen.
2. Warum?
Jones 20.12.2012
Ich verstehe nicht, wer diesen Service braucht, denn ich finde ihn einfach unnötig!
Ich verstehe nicht, wer diesen Service braucht, denn ich finde ihn einfach unnötig!

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Zum Autor

  • Richard Meusers schreibt als Autor für SPIEGEL ONLINE über die Digitalisierung.

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