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03.01.2013
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Offenes Betriebssystem

Canonical bringt Ubuntu-Linux aufs Handy

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Ubuntu for Phones: Ein neues Handy-Linux mit Android-Anleihen

Es soll perfekt an Touchscreen-Handys angepasst sein und doch eindeutig erkennbar bleiben: Der Software-Hersteller Canonical hat eine Version seines Linux-Betriebssystems Ubuntu für Smartphones angekündigt. Die Software soll mit Traditionen brechen - und doch auf einem etablierten Fundament fußen.

Der Software-Hersteller Canonical hat eine für Smartphones angepasste Version seines Linux-Betriebssystems Ubuntu angekündigt. Die Software basiert auf Googles Android-Betriebssystem, verfügt aber über eine ganz eigene Benutzeroberfläche und Funktionen, die Android-Telefone nicht kennen. So sollen sich Ubuntu-Handys beispielsweise wie ein Linux-PC nutzen lassen, wenn man sie an einen externen Monitor anschließt.

Dass die Firma sich für den Smartphone- und Tablet-Markt interessiert, hatte sich bereits im Februar 2012 gezeigt. Damals hatte das südafrikanische Unternehmen auf der Handy-Messe Mobile World Congress Ubuntu for Android vorgestellt. Bei dieser Variante handelt es sich um eine Software, die über ein vorhandenes Android-System auf High-End-Smartphones installiert werden kann. Damit bestückte Geräte verhalten sich im Normalbetrieb wie gewöhnliche Android-Handys und können Android-Apps verwenden. Verbindet man sich jedoch mit einem externen Bildschirm, erscheint darauf der Ubuntu-Desktop, wie er auf einem PC aussieht. Bisher gibt es allerdings keinen Hersteller, der die kostenpflichtige Ubuntu-Lösung in seine Geräte integriert hat.

Dasselbe gilt natürlich auch für das jetzt angekündigte Ubuntu for Phones, das Canonical erstmals auf der CES (Consumer Electronics Show) zeigen will, die am 8. Januar in Las Vegas beginnt. Im Gegensatz zu dem Projekt von 2012 handelt es sich hierbei allerdings um ein eigenständiges Betriebssystem und nicht um einen Aufsatz für Android. Die Entwicklung entsprechender Smartphones sei für Hersteller von Android-Geräten allerdings denkbar einfach, erklärt Canonical. Weil die Ubuntu-Software dieselben Hardware-Treiber verwendet wie das Google-Betriebssystem, seien nur geringfügige Anpassungen notwendig.

Apps und Cloud

Dabei haben Hardware-Produzenten die Wahl zwischen Einstiegsmodellen (1 GHz Prozessor, 0,5 bis 1 GB Arbeitsspeicher, 4 bis 8 GB Speicherplatz) und Oberklassemodellen (Vierkern-Prozessor, mindestens 1 GB Arbeitsspeicher, mindestens 32 GB Speicherplatz). Ein signifikanter Unterschied der beiden Versionen: Nur Oberklasse-Ubuntu-Handys bieten denselben Desktop-Modus wie Ubuntu for Android, können also als Smartphone und PC zugleich genutzt werden.

Weil man bei Canonical aber auch weiß, dass Apps das Wohl und Wehe jeder neuen Handy-Plattform sind, soll Ubuntu for Phones verschiedene Arten von Apps unterstützen. Dazu gehören einerseits native Apps, die ihr eigenes Symbol haben und direkt auf die Hardware zugreifen können, als auch in HTML5 programmierte Apps. Das neue System soll es dabei leicht machen, bestehende Apps an Ubuntu anzupassen. Für die Verteilung der Smartphone-Software will das Unternehmen seinen Online-Shop, das Ubuntu Software Centre, anpassen.

Dass außerdem der Cloud-Service Ubuntu One integriert ist, versteht sich fast von selbst. Über das Angebot sollen Daten online zwischen unterschiedlichen Ubuntu-Geräten, also auch zwischen Handy und PC, abgeglichen werden können.

In einem Video zur Vorstellung von Ubuntu for Phones erklärt Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth allerdings, was aus seiner Sicht das wohl herausragendste Merkmal des neuen Betriebssystems sein wird. Nach seinen Worten wird die Software nicht, wie üblich, einen Sperrbildschirm aufweisen, sondern den Anwender stattdessen mit einem Willkommensbildschirm begrüßen, der ständig aktualisierte Informationen über den Tagesablauf, Termine, Nachrichten und anderes bereitstellt und direkten Zugriff auf Apps bieten soll.

Bleibt abzuwarten, wie sehr diese Funktion den Akku belastet. Vor allem aber wird spannend, welche Hersteller sich für das Smartphone-Ubuntu begeistern lassen. Canonical jedenfalls gibt sich optimistisch: Die Firma erwartet, dass die ersten Geräte mit der neuen Software noch im Jahr 2013 auf den Markt kommen.

Forum

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insgesamt 45 Beiträge
1. Basiert nicht auf Android
zyndstoff 03.01.2013
Ubuntu Phone basiert nicht auf Android - beide Systeme sind unixoid und daher natürlicherweise eng verwandt und Mark Shuttleworth hat erklärt, das Android-Treiber auch unter Ubuntu Phone funktionieren werden.
Ubuntu Phone basiert nicht auf Android - beide Systeme sind unixoid und daher natürlicherweise eng verwandt und Mark Shuttleworth hat erklärt, das Android-Treiber auch unter Ubuntu Phone funktionieren werden.
2.
sunrise1873 03.01.2013
es scheint beim Spiel offenbar niemanden zu geben, der sich bequemen würde, diesen Fehler im Artikel zu korrigieren. Ubuntu basiert keinesfalls auf Andoid, wohl aber läuft sowohl bei Ubuntu als auch Andoid ein [...]
Zitat von zyndstoffUbuntu Phone basiert nicht auf Android - beide Systeme sind unixoid und daher natürlicherweise eng verwandt und Mark Shuttleworth hat erklärt, das Android-Treiber auch unter Ubuntu Phone funktionieren werden.
es scheint beim Spiel offenbar niemanden zu geben, der sich bequemen würde, diesen Fehler im Artikel zu korrigieren. Ubuntu basiert keinesfalls auf Andoid, wohl aber läuft sowohl bei Ubuntu als auch Andoid ein Linux-Kernel.
3. Software mit Füßen
Pat-Riot 03.01.2013
Auch wenn das hier nicht die Literaturbeilage der Süddeutschen Allgemeinen Zeit ist: "auf Fundament fußen" sind schon zwei sprachliche Bilder, die sich gegenseitig ins Stolpern bringen. Aber das Epitheton o(r)nans [...]
Zitat von sysopDie Software soll ... auf einem etablierten Fundament fußen. Ubuntu for Phones: Canonical bringt sein Linux aufs Handy - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/ubuntu-for-phones-canonical-bringt-sein-linux-aufs-handy-a-875598.html)
Auch wenn das hier nicht die Literaturbeilage der Süddeutschen Allgemeinen Zeit ist: "auf Fundament fußen" sind schon zwei sprachliche Bilder, die sich gegenseitig ins Stolpern bringen. Aber das Epitheton o(r)nans "etabliert" zu Fundament ist eine einzige Katastrophe. Nein, zwei. Und dann noch die fußende Software ... Da hülfe nur ein Apple a day.
4.
Der Meyer Klaus 03.01.2013
Informationen und direkter App-Zugriff vom Sperrbildschirm aus? Wow. Das können Windows 8, Android und iPhone (hier zumindest der Zugriff auf bestimmte Apps) auch bereits. Entweder hat Kremp mal wieder keine Ahnung oder [...]
Zitat von Pat-RiotAuch wenn das hier nicht die Literaturbeilage der Süddeutschen Allgemeinen Zeit ist: "auf Fundament fußen" sind schon zwei sprachliche Bilder, die sich gegenseitig ins Stolpern bringen. Aber das Epitheton o(r)nans "etabliert" zu Fundament ist eine einzige Katastrophe. Nein, zwei. Und dann noch die fußende Software ... Da hülfe nur ein Apple a day.
Informationen und direkter App-Zugriff vom Sperrbildschirm aus? Wow. Das können Windows 8, Android und iPhone (hier zumindest der Zugriff auf bestimmte Apps) auch bereits. Entweder hat Kremp mal wieder keine Ahnung oder einfach (auch mal wieder) Informationen falsch transportiert. Wann wird der endlich gefeuert?
5.
PublicTender 03.01.2013
Was soll denn der Blödsinn? Ein Linux-basierendes mobile OS reicht doch? Wozu denn Ubuntu portieren? Kommt demnächst dann auch noch Solaris für's Smartphone?
Zitat von sysopEs soll perfekt an Touchscreen-Handys angepasst sein und doch eindeutig erkennbar bleiben: Der Software-Hersteller Canonical hat eine Version seines Linux-Betriebssystems Ubuntu für Smartphones angekündigt. Die Software soll mit Traditionen brechen - und doch auf einem etablierten Fundament fußen. Ubuntu for Phones: Canonical bringt sein Linux aufs Handy - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/ubuntu-for-phones-canonical-bringt-sein-linux-aufs-handy-a-875598.html)
Was soll denn der Blödsinn? Ein Linux-basierendes mobile OS reicht doch? Wozu denn Ubuntu portieren? Kommt demnächst dann auch noch Solaris für's Smartphone?

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