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19.01.2013
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Neue Gadgets

Fotorahmen zaubert digitale Häkelbildchen

Ein digitaler Bilderrahmen für Pixelkunst, ein simpler Negativ-Scanner für Smartphone-Kameras und ein Akku mit Fernsteuerung: Für solche verrückten Ideen suchen Entwickler Geld auf Crowdfunding-Plattformen - und finden begeisterte Kunden. Ein kurzer Steifzug von neuerdings.com.

Interaktiver Bilderrahmen für Retro-Kunst

Pixel sieht auf den ersten Blick wie ein nostalgischer Bilderrahmen aus Omas Wohnzimmer aus. In dem Wandschmuck steckt allerdings moderne Technik. Verbaut werden 1024 LEDs, eine Auflösung von 32×32 Bildpunkten. Die so entstandene Fläche kann über Bluetooth 4.0 mit Inhalten gefüllt werden. Die Anzeige ist absichtlich pixelig, um so einen perfekten Retro-Charme zu erzeugen - anders ginge es aufgrund der LEDs ohnehin nicht.

Von einem Android-Smartphones oder Tablet kann man Bilder an das LED-Panel übertragen. Auch Animationen stellen kein Problem dar, auf Wunsch bastelt man sich einige Kunstwerke selbst - mit entsprechenden Bildbearbeitungsprogrammen am Rechner oder auf dem Tablet. Diverse Apps mit erstellten Pixel-Bildern gibt es schon jetzt bei Google Play.

Das kreative Projekt ist noch nicht ganz fertig. Das Pixel-Team will bei Kickstarter 8.000 US-Dollar einsammeln. Und das klappt: Die doppelte Summe wurde längst erreicht, die Schwarmfinanzierung war also erfolgreich. Möchte man selbst Geld vorschießen, geht es ab 99 US-Dollar (circa 80 Euro) los. Für diesen Preis erhält man allerdings eine abgespeckte Version mit 16 x 16 LEDs (512 Pixel insgesamt). Empfehlenswert ist also das größere Modell für 149 Dollar (rund 120 Euro). In beiden Fällen erhält man allerdings nur die Hardware, die man selbst verbauen muss. Für 200 Dollar bekommt man schließlich ein fertiges Gerät, der Standard-Preis wird wohl ab April 2013 bei 249 Dollar (circa 200 Euro) liegen. (Sven Wernicke)

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Lomography Smartphone Film Scanner

Lomography
Wie bei so vielen, teilt sich auch bei mir das fotografische Leben in den analogen und den digitalen Part. Alles, was seit meiner ersten Digitalkamera entstanden ist, habe ich auf meinem Computer. Alles davor liegt in einer großen Holzkiste. An sich wäre es schön, die alten Bilder einzuscannen, aber der Aufwand ist einfach zu groß. Und extra dafür einen speziellen Negativscanner anschaffen, der es eventuell erleichtert?

Da soll der Smartphone Film Scanner helfen. Er soll wenig kosten und leicht zu bedienen sein. Als eigentlicher Scanner hält dafür ein Smartphone her, man fotografiert also die Negative ab. Die passende App hat die Aufgabe, aus der Vorlage ein ordentliches Ergebnis zu liefern. Wer die Lomographische AG schon kennt, wird allerdings wissen: Hier geht es weniger um hohe Qualität.

Auf der Lomography-Websitewird der geplante Smartphone Film Scanner prominent beworben. Und wahrscheinlich ist die Hauptzielgruppe auch dort zu suchen. Denn Lomographien haben im Zeitalter der Social Networks einen großen Nachteil: Man kann nicht mal eben der Welt zeigen, was man Großartiges fotografiert hat. (Jan Tißler)

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Akkus mit dem Smartphone fernsteuern

Tetherboard
Die intelligente Heimvernetzung steckt gerade noch in den Kinderschuhen. Die bisher größte Herausforderung: Wie kann man die vor Jahren gekauften Haushaltsgeräte nachträglich mit intelligenter Vernetzung nachrüsten? Das Projekt Tethercell entwickelt einen Trick, um dieses Problem zu umgehen: eine fernsteuerbare Batterie.

Tethercell ist ein intelligentes Gehäuse in Größe und Form eines AA-Akkus, in die sich eine kleinere AAA-Batterie einlegen lässt. Batteriebetriebene Geräte wie Küchenradios und Spielzeug lassen sich damit fernsteuern, denn Tethercell kommuniziert via Bluetooth mit einem Smartphone oder Tablet. Bisher nicht vernetzbare Geräte lassen sich also damit plötzlich fernsteuern. Man kann sie ein- und ausschalten, Zeitschaltfunktionen nachrüsten oder sich bei niedrigem Ladestatus alarmieren lassen. Tethercell sammelt derzeit Geld über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo ein. 59.000 US-Dollar visiert man an, knapp 13.000 sind jetzt schon zusammmen gekommen. Für die noch fehlenden 48.000 Dollar verbleiben noch mehr als ein Monat.

Der Knackpunkt des Projekts dürfte sein, dass nur die wenigsten Geräte im Haushalt batteriebetrieben sind. Madhyastha und O'Connor geben als Beispiele Spielzeug (als Kindersicherung) und Babyphone (vielleicht um Energie damit zu sparen). Ich könnte mir das auch ganz gut für Scherzartikel vorstellen. Andere Anwendungsgebiete könnten die Industrie, der Modellbau, Schauwerbegestaltung oder Theater-Requisite und ganz allgemein Kunstbedarf sein. Als Beispiel seien Knalleffekte bei einem Theaterstück oder einer Filmproduktion genannt, auch wenn es da vergleichbare Lösungen schon gibt. (Jürgen Vielmeier)

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