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22.01.2013
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Project Glass

Google-Gründer testet Datenbrille in der U-Bahn

Mit Sportjacke, Plastiktüte und Computerbrille: Google-Milliardär Sergey Brin in der New Yorker U-Bahn

Beta-Test in der U-Bahn: Google-Gründer Sergey Brin ist dabei gesichtet worden, wie er mit dem Prototyp einer neuen Datenbrille durch New Yorks Untergrund fuhr. Ein Technik-Fan hat die Fahrt dokumentiert - aber dabei das Wichtigste vergessen.

In der New York Subway gelten eigene Verhaltensregeln: Wer nicht liest schaut zur Seite, direkter Blickkontakt zu Mitreisenden wird vermieden. So können sogar Milliardäre unerkannt und ohne angesprochen zu werden das öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Außer natürlich, sie sind Internet-Berühmtheiten und fallen hochspezialisierten Nerds auf, weil sie mit noch nicht veröffentlichter Technik im Gesicht durch die Gegend fahren - so wie Google-Gründer Sergey Brin es am Abend des 20. Januar tat.

Denn auf seiner Nase trug der mehrfache Milliardär ein Forschungsprojekt aus Googles Entwicklungslabors, eine Computerbrille, die der Konzern unter dem Titel Project Glass entwickelt. Die neue Datenbrille soll in Zukunft unseren Umgang mit Informationen unterwegs vollkommen verändern. Sie soll Informationen zur Umgebung in Echtzeit aus dem Internet laden und ins Blickfeld des Trägers einblenden.

Unter der Bezeichnung Augmented Reality kennt man ähnliche Angebote schon seit einigen Jahren. Meist aber handelt es sich dabei um Smartphone-Apps wie Wikitude, Junaio oder Layer, die ortsgebundene Informationen ins Bild der Handykamera einblenden. Das ist brauchbar, aber immer etwas umständlich.

Richtige Augmented-Reality-Brillen hingegen sind heutzutage meist sehr klobig und benötigen zum Betrieb eine externe Stromversorgung und ausgelagerte Mini-Computer. Google jedoch verspricht, mit Project Glass werde sich das ändern. Weder große Akkupacks noch lästige Kabel und Zusatzboxen sollen den Nutzer nerven.

Allerdings sollen die Geräte der Allgemeinheit erst 2014 angeboten werden. Im Sommer 2013 will man Software-Entwickler mit ersten Vorserienmodellen versorgen, damit diese Apps für das System schreiben können. Rund hundert Exemplare sollen sich bereits bei Betatestern befinden. Sergey Brin ist einer davon, und er zeigt sein Lieblingsprojekt gern bei öffentlichen Auftritten. Dass er aber auch in der U-Bahn damit unterwegs ist, ist neu.

Und doch gab es nur einen, dem auffiel, wer da mit im Waggon sitzt und was er bei sich hat: Noah Zerkin. Der ist selbst ein Hardware-Entwickler, beschäftigt sich beruflich und privat mit ganz ähnlichen Projekten wie der Google-Datenbrille. Die Begegnung mit Brin beeindruckte ihn so sehr, dass er sofort ein Foto des Google-Milliardärs knipste und per Twitter meldete: "Ich hatte gerade eine kurze Unterhaltung mit dem mächtigsten Mann der Welt". In einem ausführlichen Blogpost schilderte er dann noch sein Erlebnis und wunderte sich, weshalb er Brin gegenüber nicht mehr Werbung für sich selbst gemacht hat.

Doch dafür war am Ende keine Zeit mehr, denn an der Haltestelle 14. Straße verließ Brin den Zug. Offensichtlich wollte der mehrfache Milliardär, der gern auch mit seiner Boeing durch die Welt jettet, einfach nur in Googles riesige New Yorker Niederlassung, die nicht weit von der U-Bahn-Station entfernt liegt.

mak

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insgesamt 43 Beiträge
1. Ich hätte sie ihm von der Nase ...
discotieren 22.01.2013
... genommen. Denn ich hasse es überall gefilmt und gespeichert zu werden. Das ist zumindest in der EU auch illegal. Es zeigt einmal wieder, wie Google tickt: Hemmungslos und in totaler Ignoranz des Rechts auf informationelle [...]
... genommen. Denn ich hasse es überall gefilmt und gespeichert zu werden. Das ist zumindest in der EU auch illegal. Es zeigt einmal wieder, wie Google tickt: Hemmungslos und in totaler Ignoranz des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung. Klar, Tech-Kiddies finden das ultracool, Google kauft sich ja zwecks Bewerbung dieses Spielzeuges auch hübsche Fotomodelle ... aber George Orwell dreht sich im Grabe um, Big Brother und alle Diktatoren dieser Welt klatschen begeistert in die Hände. Aber es reicht ja immer Google selbst zu zitieren um die Hybris kenntlich zu machen: "Wir wissen, wo du bist. Wir wissen, wo du warst. Wir wissen mehr oder weniger, worüber du nachdenkst." - SPIEGEL Online Zitate.
2. no title
Toe Jam 22.01.2013
Warum sieht man Steve Ballmer eigentlich nicht mit einer Brille in der U-Bahn? Darum: Windows Project Glass: One day too... - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=ZwModZmOzDs)
Zitat von sysopBetatest in der U-Bahn: Google-Gründer Sergey Brin ist dabei gesichtet worden, wie er mit dem Prototyp einer neuen Datenbrille durch New Yorks Untergrund fuhr. Ein Technik-Fan hat die Fahrt dokumentiert - und dabei das Wichtigste vergessen. Project Glass: Sergey Brin mit Datenbrille in New Yorker Subway - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/project-glass-sergey-brin-mit-datenbrille-in-new-yorker-subway-a-878984.html)
Warum sieht man Steve Ballmer eigentlich nicht mit einer Brille in der U-Bahn? Darum: Windows Project Glass: One day too... - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=ZwModZmOzDs)
3. Und was war denn nun das Wichtigste
krangaschwesta 22.01.2013
Es ist mir im Artikel irgendwie entgangen, was da laut Überschrift so Wichtiges vergessen wurde...
Es ist mir im Artikel irgendwie entgangen, was da laut Überschrift so Wichtiges vergessen wurde...
4.
Olaf 22.01.2013
Ich denke, damit war die Werbung für sich selbst gemeint. ---Zitat--- In einem ausführlichen Blogpost schilderte er dann noch sein Erlebnis und wunderte sich, weshalb er Brin gegenüber nicht mehr Werbung für sich selbst [...]
Zitat von krangaschwestaEs ist mir im Artikel irgendwie entgangen, was da laut Überschrift so Wichtiges vergessen wurde...
Ich denke, damit war die Werbung für sich selbst gemeint. ---Zitat--- In einem ausführlichen Blogpost schilderte er dann noch sein Erlebnis und wunderte sich, weshalb er Brin gegenüber nicht mehr Werbung für sich selbst gemacht hat. ---Zitatende--- Daran erkennt man den echten Nerd, vor lauter Begeisterung für die Sache, vergisst er die eigenen Interessen. Das wäre einem BWL'er nicht passiert.
5. aha, von Apple gelernt
oxy 22.01.2013
soviel Presse zur Datenbrille hatte Google seit Monaten nicht mehr :-)
soviel Presse zur Datenbrille hatte Google seit Monaten nicht mehr :-)

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