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25.02.2013
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Mobile World Congress

Nokia zeigt das 15-Euro-Onlinehandy

Aus Barcelona berichtet
DPA

Nokia stellt ein 15-Euro-Handy vor, mit dem man E-Mails abrufen und Websites anzeigen kann. Damit wollen die Finnen in Indien und China Kunden gewinnen. Für europäische Käufer gibt es neue günstige, aber schicke Windows-Smartphones.

Nokia will wieder Masse machen. 2012 war ganz von der Einführung des Highend-Windows-Handys Lumia 920 bestimmt, jetzt erweitert der Konzern sein Angebot nach unten. Applaus erntete das Unternehmen auf dem Mobile World Congress für sein Modell 105, ein Super-Lowcost-Handy mit S40-Betriebssystem.

Das Billig-Handy ist in zwei Farben lieferbar. Es hat alle Grundfunktionen zum Websurfen, für E-Mails und Fotos. Außerdem verfügt es über eine als Taschenlampe nutzbare LED, eine spritzwassergeschützte Tastatur und einen für heutige Verhältnisse winzigen und lausig schlecht auflösenden Bildschirm. Dafür soll das Nokia 105 mit einer Akkuladung bis zu einen Monat durchhalten. Und es ist billig, ohne Vertrag soll es in Schwellenländern wie Indien für umgerechnet 15 Euro verkauft werden.

Firmen-Smartphone mit Selbstporträt-Helfer

Deutlich mehr Funktionen und Fähigkeiten bietet das Nokia 310, das in fünf typischen Nokia-Farben lieferbar sein soll und als Single-Sim- und Dual-Sim-Variante geplant ist. Unter anderem bietet es eine HD-Voice-Funktion, die Nebengeräusche unterdrücken soll. Außerdem unterstützt es Exchange-E-Mail-Accounts und bietet sich damit für Firmen an.

Der Datenaustausch mit anderen Nokia-310-Handys soll durch einfaches Zusammenhalten möglich sein, beispielsweise um Fotos zu übertragen. Das Nokia 310 enthält einen neuen Selbstporträt-Assistenten. Der gibt gesprochene Anweisungen, wie man seinen Kopf halten soll, und knipst automatisch ein Foto, sobald man nett lächelt.

200 Euro für ein neues Windows-Smartphone

Als neues Einstiegsmodell in Windows Phone 8 stellt Nokia das Lumia 520 vor, das mit 1 GHz Prozessor, 8 Gigabyte Speicher und 5-Megapixel-Kamera ordentliche, aber nicht begeisternde Daten aufweist. Dafür kann man das 199 Euro teure Gerät mit wechselbaren Rückendeckeln farblich an den eigenen Geschmack anpassen, wenn der sich mal ändern sollte.

Windows-Phone-8-Mittelklasse für 379 Euro

Nach dem Nokia 105 ist das Lumia 720 wohl das interessanteste Gerät, das die Finnen in Barcelona vorstellen. Das 720 ist ein Mittelklasse-Klon des Lumia 920. Wie das Highend-Modell steckt es in einem durchgehenden Kunststoffkorpus. Das Display hat eine Diagonale von 4,3 Zoll im Stil des Lumia 920. Wie beim großen Bruder wird der kontrastreiche Bildschirm von einem elegant abgerundeten Deckglas geschützt.

Fotostrecke

Highend-Handy: Das ist Nokias Lumia 920
Anders als das Lumia 920 hat das 720 einen Speicherkarten-Steckplatz zum einfachen Erweitern. Die 6,7-Megapixel-Kamera hat ein Carl-Zeiss-Weitwinkelobjektiv mit einer weiten Blendenöffnung (f/1,9). Die Kamera soll auch bei schlechten Lichtverhältnissen vergleichsweise gute Bilder liefern. Nokia zeigte einige beeindruckende Beispiele, aber wie immer gilt: Wirklich beurteilen kann man das erst bei unabhängigen Tests. Dazu zeigte Nokia eine neue App (Place Tag), die ortsbezogene Daten, also etwa die Adresse, in Schnappschüsse einblendet. Sonderlich hübsch sieht das nicht aus. Aber die App befindet sich auch noch im Betatest.

Viel fehlt dem 720 damit nicht im Vergleich zum Lumia 920. Auch NFC ist eingebaut. Und die drahtlose Ladefunktion lässt sich gegen Aufpreis nachrüsten, indem man den Standard-Rückdeckel gegen einen mit einer entsprechenden Ladeeinrichtung austauscht. Wie teuer ein solches Upgrade wird, hat Nokia noch nicht verraten. Das Lumia 720 soll im zweiten Quartal 2013 in Europa erhältlich sein und in der Standardausführung 379 Euro kosten.

Fazit: Nokia gestaltet wieder einzigartige Smartphones

Nokias Produktpräsentation auf dem Mobile World Congress zeigt, dass der Konzern es allen recht machen will. Vom Handy-Neuling in Nordchina bis zum Smartphone-Fan in Nordamerika will das Unternehmen möglichst jeden Nutzer mit nahezu jedem Budget bedienen. Die Finnen scheinen da auf dem richtigen Kurs zu sein. Sie haben bei aller Differenzierung nach unten nicht vergessen, all ihre Geräte wieder erkennbar zu machen. Die Farben und Materialien aller neuen Nokia-Modelle ähneln sich. Egal ob das 15-Euro-Handy 105 oder das 380 Euro teure Lumia 720 - beide sind sofort als typisch Nokia zu erkennen.

Forum

Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 58 Beiträge
1. klingt ja toll...
expendable 25.02.2013
...Mittelklassehandy für 379 Euro? Wenn das so toll ist, werde ich es mir nächstes Jahr kaufen...Im E-bay für 3 Euro 79 plus Versand...
...Mittelklassehandy für 379 Euro? Wenn das so toll ist, werde ich es mir nächstes Jahr kaufen...Im E-bay für 3 Euro 79 plus Versand...
2. Schön, aber...
LorenzSTR 25.02.2013
Nokia hat tolle Designer, da darf so manche asiatische Firma auch mal gerne ein bisschen kopieren - denn WP mag zwar ein gutes OS sein, aber die WP-Zukunft ist doch eher fraglich. Warum Nokia nur auf ein Smartphone-OS setzt, weiß [...]
Nokia hat tolle Designer, da darf so manche asiatische Firma auch mal gerne ein bisschen kopieren - denn WP mag zwar ein gutes OS sein, aber die WP-Zukunft ist doch eher fraglich. Warum Nokia nur auf ein Smartphone-OS setzt, weiß wohl sowieso nur Microsoft.
3.
spatenheimer 25.02.2013
Das Nokia 720 könnte mir echt gefallen, wenn ich nicht schon ein Smartphone hätte.
Das Nokia 720 könnte mir echt gefallen, wenn ich nicht schon ein Smartphone hätte.
4. Ihr veralbert mich doch...
TeslaTraX 25.02.2013
Ne is klar, websites anschauen mit dem 105.... Eure Witzigkeit ist grenzenlos... Was für eine Auflösung soll das überhaupt haben ? Emails kann ich noch verstehen ...
Ne is klar, websites anschauen mit dem 105.... Eure Witzigkeit ist grenzenlos... Was für eine Auflösung soll das überhaupt haben ? Emails kann ich noch verstehen ...
5. Nokia ?
AMK2000 25.02.2013
Hoffentlich gab es auch noch ' was anderes zu sehen.
Hoffentlich gab es auch noch ' was anderes zu sehen.

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