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Alexa, Google Assistant und Co.

"Möchte sie ihr gerät Sprache deutsch?"

"Alexa, mach das Licht an": Smarte Lautsprecher, die solche Befehle ausführen, könnten bald in vielen Wohnzimmern stehen. Wir haben 13 dieser Geräte ausprobiert.

SPIEGEL ONLINE
Von
Mittwoch, 31.01.2018   17:13 Uhr

Künstliche Intelligenzen wie Alexa und der Google Assistant sollen künftig unsere digitalen Kumpels und Butler zugleich sein. Egal, was man sie fragt, sie wissen immer eine Antwort, wenn auch nicht immer die richtige. Und wenn wir unsere Wohnungen hinreichend vernetzt haben, nehmen sie uns eigentlich simple Aufgaben wie das Einschalten von Lampen und das Bedienen der Musikanlage ab.

In der Regel versuchen die Geräte sogar selbst, die Musikanlage zu sein, denn um die digitalen Assistenten per Sprache steuern zu können, braucht man Mikrofone und einen Lautsprecher. Die meisten Hersteller haben das zum Anlass genommen, Geräte, über die man mit Alexa und Assistant spricht, auch gleich zu kleinen Aktivlautsprechern zu machen.

Was Sie über smarte Lautsprecher wissen sollten

Wir haben die wichtigsten derartigen Geräte ausprobiert und dabei geprüft, wie gut sie in verschiedenen Alltagssituationen funktionieren. Welche Eigenheiten Geräte wie Amazons Echo und der Google Home dabei offenbarten, ob sie unseren Ohren schmeichelten oder das Gegenteil, und ob billige Kopien aus China genauso gut sind, lesen Sie im Folgenden:

1) Amazon Echo (2. Generation)

Drei Jahre nach der Markteinführung des ersten smarten Lautsprechers hat Amazon seinen Echo gerade überarbeitet. Ein vollkommen neues Gerät ist die neue Version aber nicht geworden. Der Klang wurde verbessert, bleibt aber auf dem Niveau eines besseren Küchenradios. Außerdem wurde die Mikrofontechnik verbessert.

Die sieben Mikros funktionieren tatsächlich sogar ziemlich gut, wenn man Musik hört oder aus mehreren Metern Entfernung mit dem Gerät spricht. Neu ist auch, dass man den Look des Geräts mit wechselbaren Hüllen verändern kann. Die beste Neuerung ist aber, dass der Preis gesenkt wurde: auf nun 100 Euro.

Amazon
Preis: 100 Euro

2) Amazon Echo Plus

Die Plus-Variante des Echo ist fast doppelt so hoch wie das Standardmodell - und 50 Euro teurer. Für den Aufpreis bekommt man dieselben Funktionen und einen spürbar besseren Sound mit ausgeprägten Bässen.

Wichtiger noch: Im Echo Plus steckt ein Smart-Home-Hub. Über den lassen sich manche Smart-Home-Geräte steuern. Den Mehrpreis hat man deshalb schnell wieder drin, wenn man etwa Hue-Lampen von Philips installieren will. Den Hue Bridge genannten Hub von Philips, Listenpreis 60 Euro, kann man sich dann nämlich sparen. Die Lampen lassen sich über den Echo Plus vernetzen und per App und Stimme steuern.

Amazon
Preis: 150 Euro

3) Amazon Echo Dot

Der Echo Dot ist die Lösung für Pragmatiker. In ihm steckt dieselbe Technik wie in seinen beiden größeren Gegenstücken, allerdings gepaart mit einem winzigen Lautsprecher. Der reicht gerade, um Alexas Antworten wiederzugeben oder darüber mit anderen Echo-Nutzern zu telefonieren, für Musik ist er ungeeignet. Dafür ist der Echo Dot günstig. In Sonderaktionen bietet Amazon den kleinen Echo fast zum halben Listenpreis an.

Amazon
Preis: 60 Euro

4) Amazon Echo Show

Als einziger Echo hat dieses Modell einen Farbbildschirm. Die dafür notwendige Technik macht ihn leider dick und schwer. Dafür kann der Echo Show aber auch mehr als seine kleineren Brüder. So werden zu manchen Antworten passende Grafiken, Bilder oder Texte angezeigt.

Lässt man ihn Musik abspielen - die Klangqualität ist etwas besser als beim Echo -, werden die CD-Cover eingeblendet, teilweise samt Songtext. So wird die kleine Kiste zur Mini-Karaoke-Box. Oder zum Mini-Fernseher, denn auch Amazon Video kann man abrufen. Bildtelefonate sind möglich, sofern der Gesprächspartner einen Echo Show oder ein Smartphone mit Alexa-App hat. YouTube funktioniert derzeit leider nicht, ebensowenig Skype.

Amazon
Preis: 220 Euro

5) Amazon Echo Spot

Fotostrecke

Mehr als ein Digitalwecker: Amazons Echo Spot im Test

Was der Echo Dot für den Echo ist, ist der Echo Spot für den Echo Show: eine kleinere, billigere Version derselben Idee. Während der Echo Dot allerdings eher den Eindruck einer Sparversion macht, ist der Spot die Spaßversion des Echo Show. Er sieht besser aus, passt überall hin und bietet alle Möglichkeiten des Show, bloß in klein. In unserem Test machte er eine gute Figur. Nur zum Filmegucken sollte man das kleine Ding lieber nicht benutzen.

Amazon
Preis: 130 Euro

6) Amazon Fire TV/Fire TV Stick

Auch mit den beiden aktuellen TV-Sticks von Amazon lässt sich Alexa nutzen. Genau wie beim Echo Show werden dabei zusätzliche Informationen auf dem Bildschirm eingeblendet. Der feine Unterschied: Alexa muss hier stets per Druck auf die Mikrofontaste der Fernbedienung aktiviert werden.

Ist man den freihändigen Umgang mit Alexa noch nicht gewohnt, mag das kein Problem sein. Lustigerweise neigt man dazu, die Fernbedienung beim Einsprechen der Befehle wie ein Mikrofon zum Mund zu führen, was im Grunde überflüssig ist. Alexa reagierte im Test auch dann noch zuverlässig, wenn man die Fernbedienung lässig neben sich liegen hatte.

Der Griff zum teureren Fire TV lohnt nur, wenn man unbedingt 4K-Auflösung haben möchte, ansonsten tut es auch der Fire TV Stick, der für Streaming und die meisten Apps genug Leistung liefert.

Amazon
Preis: 40 Euro

7) Amazon Fire HD 10

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Auch Amazons aktuelles 10-Zoll-Tablet kann man für Alexa verwenden. Zum Musikhören taugt das Gerät mit seinen kleinen Lautsprechern zwar noch weniger als die meisten smarten Lautsprecher, aber es kann Wissensfragen beantworten und zum Shoppen bei Amazon und zur Steuerung smarter Hausgeräte verwendet werden.

Im Test funktionierte das in einem rund zwölf Quadratmeter großen Raum prima. Im dreimal so großen Wohnzimmer musste man schon mal etwas lauter werden, um vom Tablet-Mikrofon gehört zu werden.

Amazon
Preis: ab 180 Euro

8) Auvisio ZX-1660-919

Der "WLAN-Multiroom-Lautsprecher mit Alexa Voice Service" von Auvisio sieht dem Google Home verblüffend ähnlich, nutzt aber, der Name verrät es, Amazons Alexa. Anders als alle anderen Geräte im Test horchen seine Mikrofone nicht dauerhaft nach einem Aktivierungswort. Stattdessen muss man einen Knopf drücken, um Alexa hörbereit zu machen, ganz wie bei Amazons Fire TV. Immerhin: So ist man immer nahe genug am Gerät, sodass das Mikrofon gut funktioniert.

Klanglich darf man hier nicht viel erwarten und muss sich mit einem Sound zufrieden geben, bei dem viel Plastik und wenig Bässe mitschwingen. Per App lassen sich zwei dieser Geräte zu einem Stereopaar verbinden. Im Test funktioniert das sogar in Kombination mit dem Eufy Genie (siehe unten). Die Technik der beiden Geräte ist demnach sehr ähnlich: Sie lässt sich über dieselbe App ansteuern, die zudem schlecht lokalisiert wurde und Sätze hervorbringt wie: "Möchte sie ihr gerät Sprache deutsch?"

Auvisio
Preis: 149 Euro

9) Sonos One

Fotostrecke

Smarte Lautsprecher im Test:

Der Sonos One ist das einzige Gerät im Test, dem man wirklich guten Sound attestieren kann. Insbesondere wenn man die TruePlay-Funktion zur Anpassung des Klangs an den jeweiligen Raum nutzt, lohnt sich die Investition in diesen Lautsprecher. Die Alexa-Integration in das Sonos-System ist dagegen noch nicht perfekt. Zwar kann der Sonos One alles, was Amazons Echos auch können: Wenn es aber um die Steuerung eines Systems vernetzter Sonos-Lautsprecher geht, stößt man schnell an Grenzen und greift lieber wieder zum Smartphone als Controller.

Sonos
Preis: 229 Euro

10) Google Home

Der Google Home ist fast genauso groß wie der Amazon Echo, er klingt subjektiv aber etwas besser als Amazons Vorbild. Im unteren Frequenzbereich hört es aber auch hier bei den Tiefmitten auf, echte Bässe schafft das Gerät nicht. Um sich beim Kochen berieseln zu lassen, ist das okay, ansonsten bekommt man für den Preis eines Google Home besser klingende Lautsprecher.

Die angeschrägte Oberseite enthält die Mikrofone und ist zudem berührungssensitiv, sodass man darauf mit Fingerbewegungen die Lautstärke regeln kann. Die Mikrofone funktionieren auch aus einigen Metern Entfernung noch gut.

Google
Preis: 149 Euro

11) Google Home Mini

Der Home Mini ist Googles Antwort auf den Echo Dot. Googles Version sieht mit ihrem Stoffbezug allerdings weniger technisch aus als das Amazon-Gerät. Von der Funktionalität entspricht auch hier der kleine Ableger weitgehend seinem großen Vorbild. Der Klang des kleinen Google ist jedoch merklich besser als der des Echo Dot. Wirklich Musik hören will man mit dem Gerät aber nicht, außer man bruzelt dabei gerade etwas Leckeres zum Abendessen zusammen. Zum Steuern von Smart-Home-Geräten eignet sich der Kleine bestens, über seine Mikrofone versteht er indes nur, was man von ihm will, solange die Umgebung nicht zu laut ist.

Google
Preis: 59 Euro

12) Mobvoi Tichome Mini

Mit dem Tichome Mini hat die chinesische Firma Mobvoi eine interessante Alternative zum Home Mini im Angebot. Der Tichome Mini ist allerdings deutlich dicker und breiter. In seinem Inneren steckt ähnliche Technik wie bei Google, zumindest kann er alles, was Googles Lautsprecher auch kann - und mehr. Denn der TicHome Mini funktioniert im Akkubetrieb ohne Steckdose und ist laut Hersteller wasserdicht.

Damit bietet er sich als intelligentes Duschradio an. Im Test jedenfalls hielt das Gerät eine Dusche schadlos aus. Nur ans Netzteil sollte man es nach einem Duschbad nicht sofort wieder stecken, da die USB-Buchse nicht geschützt ist und deshalb voller Wasser sein kann. Die vom Hersteller beworbene Funktion, ein Smartphone per NFC zu koppeln, hat im Test nicht funktioniert. Der Klang reicht trotz des vergleichsweise hohen Preises gerade mal fürs Duschen.

Mobvoi
Preis: 86,64 Euro

13) Sony LF-S50G

Ein weiteres Extrem ist der LF-S50G, den Sony auch als "kabellosen Lautsprecher mit integriertem Google Assistant" bezeichnet. Funktionell mit dem Google Home identisch, hat auch er ein paar Extras. Zum einen ist das eine integrierte Digitaluhr, zum anderen ein gegen Spritzwasser geschütztes Gehäuse. Man kann das Gerät also mit ins Bad nehmen, mit unter die Dusche sollte es aber nicht.

Vorgesehen ist eine berührungslose Steuerung des LF-S50G über Sensoren, sodass man ihn auch mit nassen oder fettigen Fingern bedienen kann, indem man mit der Hand über dem Gerät kreist und wischt.

Im Test hat das selten bis gar nicht geklappt. Auch klanglich erfüllt der Sony nicht die Erwartungen, die sein Preis schürt. Besser als ein Google Home klingt das Gerät sicher, aber bei Weitem nicht so gut wie der gleich teure Sonos One. Dafür fehlen ihm durchsetzungsfähige Bässe und die Fähigkeit, auch bei hoher Lautstärke einen sauberen Sound zu produzieren.

Sony
Preis: 229 Euro


Fazit

Der Markt für smarte Lautsprecher wird immer unübersichtlicher. Umso mehr, wenn in Kürze auch noch Apple mit seinem HomePod samt Siri hinzukommt. Die derzeit beste Kombination aus vielen Funktionen und gutem Sound bietet Amazons Echo Plus. Das Gerät lohnt sich wegen des integrierten Smart-Home-Hubs besonders, wenn man sein Zuhause ohnehin mit intelligenter Beleuchtung und Ähnlichem versorgen will.

Wer das nicht braucht, ist mit dem Echo Dot und dem Google Home Mini gut beraten. Beide bieten für wenig Geld viele Funktionen. Nur klanglich kann man sie vergessen. Aber wem es in erster Linie um den Sound geht, der ist derzeit mit dem Sonos One am besten beraten.

Hintergrund: Produkttests im Netzwelt-Ressort

Über welche Produkte wird im Ressort Netzwelt berichtet?
Über welche Produkte wir in der Netzwelt berichten und welche wir testen oder nicht, entscheiden wir selbst. Für keinen der Testberichte bekommen wir Geld oder andere Gegenleistungen vom Hersteller. Es kann aus verschiedenen Gründen vorkommen, dass wir über Produkte nicht berichten, obwohl uns entsprechende Testprodukte vorliegen.
Woher kommen die Testprodukte?
Testgeräte und Rezensionsexemplare von Spielen bekommen wir in der Regel kostenlos für einen bestimmten Zeitraum vom Hersteller zur Verfügung gestellt, zum Teil auch vor der offiziellen Veröffentlichung. So können unsere Testberichte rechtzeitig oder zeitnah zur Veröffentlichung des Produkts erscheinen.

Vorabversionen oder Geräte aus Vorserienproduktionen testen wir nur in Sonderfällen. In der Regel warten wir ab, bis wir Testgeräte oder Spielversionen bekommen können, die mit den Verkaufsversionen identisch sind. In einigen Fällen kaufen wir Produkte auch auf eigene Kosten selbst, wenn sie bereits im Handel oder online verfügbar sind.
Dürfen die Netzwelt-Redakteure die Produkte behalten?
In der Regel werden Testgeräte nach dem Ende des Tests an die Hersteller zurückgeschickt. Die Ausnahme sind Rezensionsexemplare von Spielen und sogenannte Dauerleihgaben: So haben wir zum Beispiel Spielekonsolen und Smartphones in der Redaktion, die wir über längere Zeit nutzen dürfen. So können wir beispielsweise über Software-Updates, neues Zubehör und neue Spiele berichten oder Langzeiturteile fällen.
Lassen sich die Netzwelt-Redakteure von Firmen auf Reisen einladen?
Die Kosten für Reisen zu Veranstaltungen, egal ob sie in Deutschland oder im Ausland stattfinden, trägt SPIEGEL ONLINE stets selbst. Das gilt auch dann, wenn beispielsweise aufgrund kurzfristiger Termine ein Unternehmen die Reiseplanung übernimmt.

Veranstaltungen, zu denen wir auf eigene Kosten reisen, sind unter anderem die Messen Ifa, CES, E3 und Gamescom sowie Events von Firmen wie Apple, Google, Microsoft oder Nintendo. Auf Konferenzen wie dem Chaos Communication Congress oder der re:publica bekommen wir in der Regel, wie auch andere Pressevertreter, kostenlose Pressetickets, da wir über die Konferenz berichten und keine klassischen Teilnehmer sind.
Was hat es mit den Amazon-Anzeigen in manchen Artikeln auf sich?
Seit Dezember 2016 finden sich in einigen Netzwelt-Artikeln Amazon-Anzeigen, die sogenannte Partner-Links enthalten. Besucht ein Nutzer über einen solchen Link Amazon und kauft dort online ein, wird SPIEGEL ONLINE in Form einer Provision an den Umsätzen beteiligt. Die Anzeigen tauchen in Artikeln unabhängig davon auf, ob ein Produkttest positiv oder negativ ausfällt.
insgesamt 36 Beiträge
Thunder79 31.01.2018
1. Oh Schreck, ein Bericht über Wanzen...
Dürften ja bei dem Bericht wieder einige die Krise bekommen. Dank Snowden haben wir Deutsche unsere Ängste gegen NSA & Co noch weiter paranodisiert. Dabei sind es wirklich sehr gute und teils auch sinnvolle Helferlein. [...]
Dürften ja bei dem Bericht wieder einige die Krise bekommen. Dank Snowden haben wir Deutsche unsere Ängste gegen NSA & Co noch weiter paranodisiert. Dabei sind es wirklich sehr gute und teils auch sinnvolle Helferlein. Meine Oma fragt nun Alexa wann der nächste Bus hält und lässt sich täglich ein Zusammenmix an Nachrichten vorsprechen. Sie ist wohlgemerkt 84 Jahre alt! Und zum Thema Wanzen: Jedes normale analoge Telefon mit Mikrofon und angeschlossen an Dauerplus ist leichter als Abhörgerät zu manipulieren als diese hightech-Boxen. Wer Angst hat, dass die Daten missbraucht werden, muss es ja nicht nutzen. Fakt ist, dass Quelle schon vor 40 Jahren Daten gesammelt hat, als Karteikarte. Wer im Gartenmöbel bestellt hat, erhielt vornehmlich Gartenmöbel-Prospekte per Post. Und heute? Sammelt Amazon Datenanalysen zum Kaufverhalten. So what? Dann weiß Alexa eben dass Oma Bus & Bahn fährt. Genial.
GoaSkin 31.01.2018
2. Datenkraken vom Monopolisten
An sich sind solche Smarthome-Spielereien ganz nette Sachen. Würde das Gerät nur nicht ausgerechnet von Amazon kommen und in seiner Umsetzung so gelöst sein, dass die Abwicklung des Datenverkehrs nicht mit Hilfe eines [...]
An sich sind solche Smarthome-Spielereien ganz nette Sachen. Würde das Gerät nur nicht ausgerechnet von Amazon kommen und in seiner Umsetzung so gelöst sein, dass die Abwicklung des Datenverkehrs nicht mit Hilfe eines Cloud-Servers im Internet geschehen würde. Darum bleibe ich lieber bei meinen RaspberryPI-Basteleien, auf die ich von unterwegs per DynDNS zugreife, ohne dass alles zur weiteren Verwertung "mit guter Verschlüsselung" über einen Hersteller-Server abgewickelt wird.
ssc58 31.01.2018
3. Und der Datenschutz?
Es sollte jedem klar sein, dass alles, was diese Geräte aufnehmen und sehen übers Internet in irgendeine Cloud irgendwo auf der Welt wandert und dort auch gespeichert wird. Die künstliche Intelligenz sitzt ja nicht in der [...]
Es sollte jedem klar sein, dass alles, was diese Geräte aufnehmen und sehen übers Internet in irgendeine Cloud irgendwo auf der Welt wandert und dort auch gespeichert wird. Die künstliche Intelligenz sitzt ja nicht in der Quasselbüchse, sondern in einem Rechenzentrum, das die empfangenen Daten oder Anfragen auswertet. Selbst das Einschalten evtl. damit verknüpfter Lampen oder Heizung läuft übers Internet. Es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis Hacker hier die "Sesam-öffne-dich"-App entwickelt haben und über diese Systeme jedes Smarthome knacken können. Und da die Firmen wie Google, Amazon und Co. mit den daraus gewonnenen Daten riesige Geschäfte machen, können die Teile auch so billig angeboten werden. Der Einfluss der Geräte auf das Verhalten der Nutzer ist immens und wird natürlich für gezielte Werbung missbraucht. Mir kommen solche Teile jedenfalls nichts ins Haus.
juergenhesse 31.01.2018
4. Und Data mining?
Es stört Sie wohl nicht dass Googel und Genossen Ihre Daten benutzen wird, um Sie mit Reklame zu bepflastern? Ich "Googel" schon nicht mehr, weil da plötzlich unerwünschte Reklamen erscheinen, wenn ich meinen [...]
Zitat von Thunder79Dürften ja bei dem Bericht wieder einige die Krise bekommen. Dank Snowden haben wir Deutsche unsere Ängste gegen NSA & Co noch weiter paranodisiert. Dabei sind es wirklich sehr gute und teils auch sinnvolle Helferlein. Meine Oma fragt nun Alexa wann der nächste Bus hält und lässt sich täglich ein Zusammenmix an Nachrichten vorsprechen. Sie ist wohlgemerkt 84 Jahre alt! Und zum Thema Wanzen: Jedes normale analoge Telefon mit Mikrofon und angeschlossen an Dauerplus ist leichter als Abhörgerät zu manipulieren als diese hightech-Boxen. Wer Angst hat, dass die Daten missbraucht werden, muss es ja nicht nutzen. Fakt ist, dass Quelle schon vor 40 Jahren Daten gesammelt hat, als Karteikarte. Wer im Gartenmöbel bestellt hat, erhielt vornehmlich Gartenmöbel-Prospekte per Post. Und heute? Sammelt Amazon Datenanalysen zum Kaufverhalten. So what? Dann weiß Alexa eben dass Oma Bus & Bahn fährt. Genial.
Es stört Sie wohl nicht dass Googel und Genossen Ihre Daten benutzen wird, um Sie mit Reklame zu bepflastern? Ich "Googel" schon nicht mehr, weil da plötzlich unerwünschte Reklamen erscheinen, wenn ich meinen Spiegel lesen will. Facebook hat für mich das gleiche Problem. Dank solcher Dienste wird das Internet mitunter lästig.
scsimodo 31.01.2018
5. Vor kurzem
gab es im TV eine Doku/Experiment, das lautete: Lebe 4 Wochen ohne Alexa! Die Dame des Hauses, Ehefrau und stresserprobte Mutter von 2 Kindern, rastete fast aus, als sie keine Alexa hatte, die ihr einen x-Minuten-Countdown [...]
gab es im TV eine Doku/Experiment, das lautete: Lebe 4 Wochen ohne Alexa! Die Dame des Hauses, Ehefrau und stresserprobte Mutter von 2 Kindern, rastete fast aus, als sie keine Alexa hatte, die ihr einen x-Minuten-Countdown mitteilen konnte (für Tee oder Eier oder was auch immer). Der Eheman war gereizt ohne Ende, alles war aus den Fugen. Die Frau bestellt übrigens auch eine Rolle Paketklebeband bei Amazon. Gibt's ja im Supermarkt (ohne Versandkosten!!), in dem sie sicher des öfteren ist, ja kaum zu kaufen. Ich frage mich, wie solche Menchen es schaffen eigenständig zu atmen. Ganz ehrlich...

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