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Smartphone Pixel 3 und Pixel 3 XL

Das sind Googles neue Topkameras

Die Displays sind größer, Aufladen funktioniert nun auch kabellos - aber vor allem sind Googles Pixel 3 und Pixel 3 XL trickreiche Kameras mit Smartphones drumherum. Wir haben sie uns schon angeschaut.

SPIEGEL ONLINE

Google Pixel 3 XL

Von
Mittwoch, 10.10.2018   09:41 Uhr

Am Dienstag hat Google das Pixel 3 und das Pixel 3 XL auch offiziell vorgestellt. Etliche Informationen waren aber schon vorab durchgesickert. Das sind die wichtigsten Eigenschaften der beiden neuen Geräte:

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Android-Smartphones: Googles Pixel 3 und Pixel 3 XL

Die Dual-Kamera soll den Spielraum für Selfies erweitern. Die normale 8-Megapixel-Linse wird dazu von einem Weitwinkelsensor ergänzt, um mehr Menschen oder mehr Umgebung ablichten zu können. Die Hauptkamera auf der Rückseite hat wie gewohnt nur einen einzelnen 12,2-Megapixel-Sensor, aber schon die Kamera des Pixel 2 gehört dank Googles Softwaretricks bis heute zu den besten auf dem Smartphone-Markt.

Bestes Argument, wie immer: Pixel-Käufer kriegen Android-Updates zuerst

Am Fingerabdrucksensor hat sich nichts geändert, neu ist hingegen die Möglichkeit, die Smartphones kabellos aufzuladen. Vor Staub und Wasser sollen die Geräte besser geschützt sein als bisher.

Und natürlich läuft auf den Pixel-3-Modellen immer die aktuelle Android-Version, in diesem Fall erst einmal Android 9.0 alias Pie. Zudem bekommen die Geräte neue Sicherheitsupdates immer zuerst. Diese Update-Garantien waren schon immer die besten Argumente für Pixel-Smartphones.

Viele dieser Details waren bereits als Gerüchte in Umlauf, aber ein paar Überraschungen hatte Google dann doch noch zu präsentieren:

Vor allem die Pixel-Kamera und die dazugehörige Software hat Google aufgemotzt.

Die neue Funktion Top Shot sorgt dafür, dass beim Auslösen mehrere Bilder gemacht werden, und schlägt dann das beste vor. Google demonstrierte mir das am Beispiel eines Fotos, auf dem drei Menschen zu sehen sind, denen der Wind die Haare zerzaust. Top Shot findet selbstständig das Bild, auf dem niemand seine Hand im Gesicht hat, um die Haare wegzuwischen.

Neue Funktion auch für ältere Pixel-Modelle

Eine SuperRes genannte neue Zoom-Technik kombiniert mehrere Aufnahmen. Sie soll laut Google so die üblichen Schwächen eines Digitalzooms ausgleichen.

Per Softwareupdate nachgereicht - und zwar auch für die älteren Pixel-Smartphones - wird die Funktion Night Sight. Wer damit Bilder in extrem dunkler Umgebung macht, soll auch ohne Blitz bessere Beleuchtungsergebnisse bekommen.

Wie gut beide Funktionen sind, müssen ausführliche Tests erst noch zeigen. In der Google-Vorführung sahen die Ergebnisse mit ausgewählten Testfotos vielversprechend aus. Fotos können künftig auf Wunsch auch im RAW-Format gespeichert werden, was aber viel Speicherplatz braucht.

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Google-Betriebssystem: Das ist Android 9 Pie

Ohrläppchenrosa als neue Farbe

In beiden Ausführungen steckt ein Titan M genannter Sicherheitschip, der unter anderem die PIN für den Sperrbildschirm, gespeicherte App-Daten und die Schlüssel der Speicherverschlüsselung vor dem Auslesen schützt und die Integrität des Betriebssystems überprüft. Das erinnert an Apples Secure Enclave auf dem iPhone.

Die Smartphones wird es in den drei Farben Just Black, Clearly White und der neuen Variante - Achtung, Google-Humor - Not Pink geben. Tatsächlich würde ich den Farbton nicht als pink bezeichnen, sondern eher als ohrläppchenrosa.

Am 2. November kommen das Pixel 3 und das Pixel 3 XL auf den Markt, abhängig von der Speichergröße für 849 oder 949 Euro beziehungsweise für das XL-Modell 949 oder 1049 Euro. Das Zubehör:

Hintergrund: Produkttests im Netzwelt-Ressort

Über welche Produkte wird im Ressort Netzwelt berichtet?
Über welche Produkte wir in der Netzwelt berichten und welche wir testen oder nicht, entscheiden wir selbst. Für keinen der Testberichte bekommen wir Geld oder andere Gegenleistungen vom Hersteller. Es kann aus verschiedenen Gründen vorkommen, dass wir über Produkte nicht berichten, obwohl uns entsprechende Testprodukte vorliegen.
Woher kommen die Testprodukte?
Testgeräte und Rezensionsexemplare von Spielen bekommen wir in der Regel kostenlos für einen bestimmten Zeitraum vom Hersteller zur Verfügung gestellt, zum Teil auch vor der offiziellen Veröffentlichung. So können unsere Testberichte rechtzeitig oder zeitnah zur Veröffentlichung des Produkts erscheinen.

Vorabversionen oder Geräte aus Vorserienproduktionen testen wir nur in Sonderfällen. In der Regel warten wir ab, bis wir Testgeräte oder Spielversionen bekommen können, die mit den Verkaufsversionen identisch sind. In einigen Fällen kaufen wir Produkte auch auf eigene Kosten selbst, wenn sie bereits im Handel oder online verfügbar sind.
Dürfen die Netzwelt-Redakteure die Produkte behalten?
In der Regel werden Testgeräte nach dem Ende des Tests an die Hersteller zurückgeschickt. Die Ausnahme sind Rezensionsexemplare von Spielen und sogenannte Dauerleihgaben: So haben wir zum Beispiel Spielekonsolen und Smartphones in der Redaktion, die wir über längere Zeit nutzen dürfen. So können wir beispielsweise über Softwareupdates, neues Zubehör und neue Spiele berichten oder Langzeiturteile fällen.
Lassen sich die Netzwelt-Redakteure von Firmen auf Reisen einladen?
Die Kosten für Reisen zu Veranstaltungen, egal ob sie in Deutschland oder im Ausland stattfinden, trägt SPIEGEL ONLINE stets selbst. Das gilt auch dann, wenn beispielsweise aufgrund kurzfristiger Termine ein Unternehmen die Reiseplanung übernimmt.

Veranstaltungen, zu denen wir auf eigene Kosten reisen, sind unter anderem die Messen Ifa, CES, E3 und Gamescom sowie Events von Firmen wie Apple, Google, Microsoft oder Nintendo. Auf Konferenzen wie dem Chaos Communication Congress oder der re:publica bekommen wir in der Regel, wie auch andere Pressevertreter, kostenlose Pressetickets, da wir über die Konferenz berichten und keine klassischen Teilnehmer sind.
Was hat es mit den Amazon-Anzeigen in manchen Artikeln auf sich?
Seit Dezember 2016 finden sich in einigen Netzwelt-Artikeln Amazon-Anzeigen, die sogenannte Partner-Links enthalten. Besucht ein Nutzer über einen solchen Link Amazon und kauft dort online ein, wird SPIEGEL ONLINE in Form einer Provision an den Umsätzen beteiligt. Die Anzeigen tauchen in Artikeln unabhängig davon auf, ob ein Produkttest positiv oder negativ ausfällt.
insgesamt 17 Beiträge
dbeck90 09.10.2018
1. Aha
Neue Kamera&so. Warte immernoch auf faltphones. Hoffentlich klappts damit bald. Cooles design. Diese Hotshot funktion ist aber spielerei - zumindest in meinen Augen.
Neue Kamera&so. Warte immernoch auf faltphones. Hoffentlich klappts damit bald. Cooles design. Diese Hotshot funktion ist aber spielerei - zumindest in meinen Augen.
jkbremen 09.10.2018
2. Wenn das Betriebssystem
nicht Android wäre, wäre es ein schönes Phone. Aber Android? Nein danke !
nicht Android wäre, wäre es ein schönes Phone. Aber Android? Nein danke !
gwyar 09.10.2018
3. Respekt
Ein wahrlich ambitionierter Preis... Immer die aktuellste Software - okay. Aber technisch muss es sich da erstmal behaupten; speziell was die Kamera anbelangt (welche hier exponiert gelobhudelt wird), dürfte diese allerdings [...]
Ein wahrlich ambitionierter Preis... Immer die aktuellste Software - okay. Aber technisch muss es sich da erstmal behaupten; speziell was die Kamera anbelangt (welche hier exponiert gelobhudelt wird), dürfte diese allerdings einen schweren Stand gegen die Konkurrenz haben. In diese Preislage spielen Konkurrenten wie (mein) Huawei p20 pro mit immer wieder beeindruckenden Fähigkeiten bei (sehr) schlechten Lichtverhältnissen und echtem Monochrom. Allein letzterer und ein Argument für sich - der Unterschied zu simuliertem schwarz-weiß per Filter ist beträchtlich (abgesehen von der höheren Lichtempfindlichkeit). Aber zurück zum neuen Pixl: für das Geld empfinde ich das technisch Gebotene etwas mau....
pauschaltourist 09.10.2018
4.
Schade, dass Google an der absurden Preispolitik des Vorgängers festhält. Für 600 hätte ich mir das nicht-XL gekauft, denn für mich bietet das Pixel den besten Kompromiss aus aktuellster Updatepolitik, Top-Kamera sowie den [...]
Schade, dass Google an der absurden Preispolitik des Vorgängers festhält. Für 600 hätte ich mir das nicht-XL gekauft, denn für mich bietet das Pixel den besten Kompromiss aus aktuellster Updatepolitik, Top-Kamera sowie den für mich wichtigen Amoled-Screen.
brooklyner 09.10.2018
5.
Die unterirdisch schlechte Kamera im iPhone lässt mich schon seit Längerem über den Wechsel zu einem Konkurrenten nachdenken. Auch wenn mich Bekannte immer überzeugen wollen, dass im iPhone X die Kamera superduper gut sei, bei [...]
Die unterirdisch schlechte Kamera im iPhone lässt mich schon seit Längerem über den Wechsel zu einem Konkurrenten nachdenken. Auch wenn mich Bekannte immer überzeugen wollen, dass im iPhone X die Kamera superduper gut sei, bei einem direkten Vergleich in einer mässig beleuchteten Umgebung sind auf dem iphone immer nur jämmerliche Ergebnisse zu sehen, während normale Samsung oder Sony Handys schon seit Jahren gute Bilder erzeugen. Ich nutze Mac Produkte täglich gerne zum Arbeiten, aber beim iPhone ists echt ein teurer Grauss.

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