Schrift:
Ansicht Home:
Netzwelt

Ifa-Highlights

Das sind die neuen Smartphones

Bei der Ifa werden längst nicht mehr nur Kühlschränke, Stereoanlagen und Fernseher vorgestellt. Viele Handyhersteller präsentieren hier ihre Neuheiten - und so manche Kuriosität.

SPIEGEL ONLINE

Huawei Nova

Aus Berlin berichtet
Freitag, 02.09.2016   13:45 Uhr

Von High End bis supergünstig: Auf der Elektronikmesse Ifa zeigen Gerätehersteller ihre neuen Smartphones. Wir zeigen die Highlights:

Mit vorausschauender Kamera - Sony Xperia XZ

SPIEGEL ONLINE

Sony Xperia XZ

Sonys neues Smartphone-Flaggschiff heißt Xperia XZ. Es verbindet Elemente der alten Xperia Z-Serie mit der neuen Xperia X-Serie. Auf 5,2 Zoll Bildschirmdiagonale zeigt es die Full-HD-Auflösung 1920 x 1020 an. Damit unterbietet es das Xperia Z5 Premium, das auf 5,5 Zoll die Ultra-HD-Auflösung 3840 x 2160 erreicht hat. Sony verspielt damit seinen Vorsprung und verzichtet auch auf die Möglichkeit, beim Einsatz in VR-Brillen zu glänzen. Dort bringen Bildschirme mit Quad-HD-Auflösung (2560 x 1440), deutlich bessere Resultate.

Statt auf den Bildschirm hat Sony sich auf die Kamera konzentriert, die mit 23 Megapixeln und drei neuen Sensoren bessere Fotos ermöglichen soll. So soll ein Laser-Sensor die Entfernung zum Motiv rasend schnell einschätzen und die sechs Linsen des Objektivs entsprechend ausrichten, sodass fürs endgültige Scharfstellen nur winzige Korrekturen nötig sind. Ein zweiter Sensor kümmert sich einzig um einen akkuraten Weißabgleich und somit realistische Farben.

Hinzu kommt ein sogenannter vorausschauender Autofokus. Dessen Technik soll die Bewegung von Objekten vorausberechnen und so auf deren künftige Position scharfstellen können. Ein optischer 5-Achsen-Bildstabilisator und eine manuelle Fokuskontrolle runden das Fotopaket ab.

Verpackt ist das Ganze in einem neuen Aluminiummaterial namens Alkaleido, das besonders hell glänzen und der Farbe eine gewisse Tiefe verleihen soll. Beim ersten Ausprobieren fiel auf, dass es offenbar sehr empfänglich für Fingerabdrücke ist. Wie bei den Xpera-Z-Smartphones üblich, ist auch das XZ gegen Wasser und Staub geschützt.

Ab in die Mitte - Huawei Nova

SPIEGEL ONLINE

Huawei Nova

Mit den beiden neuen Smartphones, die das chinesische Unternehmen auf der Ifa präsentiert, steuert es voll in die Mittelklasse. Das Nova hat ein 5-Zoll Full-HD-Display, einen Achtkern-Prozessor und eine 12-Megapixel-Hauptkamera. Der Speicher ist 32 Gigabyte (GB) groß und kann per microSD-Karte erweitert werden. Statt per PIN oder Passwort entsperrt man das Nova per Fingerabdruck.

Das mit 5,5 Zoll etwas größere Modell Nova Plus hat fast dieselbe Technik eingebaut. Nur hat die Kamera hier 16 Megapixel und einen optischen Bildstabilisator. Beide Geräte sollen zwei Tage mit einer Akkuladung durchhalten. Während das Nova Plus in Deutschland nicht angeboten wird, soll das Nova noch im September für 379 Euro in die Läden kommen.

Kann man fallen lassen - Archos 50 Saphir

ARCHOS

Archos 50 Saphir

Wenn ein neues Smartphone klobig statt schlank ist, wenn sein Bildschirm von dicken, eckigen Kunststoffpolstern geschützt ist, statt elegant ins Gehäuse überzugehen, weiß man: das muss ein Outdoor-Smartphone sein. Auf das Archos 50 Saphir jedenfalls trifft diese Beschreibung zu. Sein klobiges Äußeres soll weithin sichtbar klarstellen: das kann man auch mal fallenlassen.

Und so verspricht der Hersteller, das Gerät würde Stürze aus bis zu einem Meter Höhe ebenso wegstecken wie ein halbstündiges Tauchbad in Wasser. Zumindest Letzteres ließe sich auch ohne den klobigen Umbau erreichen.

Technisch ist das Archos 50 Saphir eher aus mittelprächtigen Bauteilen zusammengesetzt. Einem 1,5-GHz-Prozessor von Mediathek stehen zwei GB Arbeitsspeicher und 16 GB Speicherplatz zur Seite, die Hauptkamera hat 13 Megapixel, die Selfie-Kamera 5 Megapixel. Als Betriebssystem ist Android 6.0 installiert.

Im Gegensatz zu dieser Hardware ist wenigstens der Preis heiß: Im Oktober soll das Outdoor-Smartphone für 230 Euro auf den Markt kommen.

Ein Touch von Huawei - Medion X5520

Medion

Medion X5520

Typisch für den Aldi-Zulieferer trägt das neue Medion-Smartphone keinen ausgesprochen prosaischen Namen. Zusätzlich zum düster-dunklen Titan wird es auch im neuen Farbton Amber-Gold angeboten. Das Design erinnert verblüffend deutlich an Huawei-Smartphones.

Mit 5,5 Zoll Full-HD-Display, 1,4 GHz Octacore-Prozessor und vier Gigabyte Arbeitsspeicher bietet es Merkmale der oberen Mittelklasse. Der eingebaute Speicher ist mit 64 Gigabyte bereits gut bestückt, kann per Speicherkarte erweitert werden. Zum Fotografieren sind eine 13- und eine 5-Megapixel-Kamera integriert. Als Betriebssystem dient Android 6.0. Ein Dual-Sim-Steckplatz ermöglicht die Nutzung mit zwei unterschiedlichen Mobilfunkverträgen zugleich.

Aus Medion-Sicht ist das Highlight die Integration eines Fingerabdruckscanners, wie er bei teureren Modellen üblich ist. Das X5520 kommt laut Medion im vierten Quartal in den Handel, soll dann 299 Euro kosten.

Fast randloser Newcomer - Nubia Z11

Nubia

Nubia Z11

Nubia überraschte schon zwei Tage vor Messebeginn mit der Behauptung: "Premium-Smartphone begeistert Ifa-Publikum". Nun ja, zumindest die Chance, ein paar Besucher zu begeistern, besteht. Denn in dem nur 7,5 Millimeter dünnen Smartphone steckt verdammt viel Technik.

Es hat einen großen Full-HD-Bildschirm, der durch einen optischen Trick randlos wirkt, eine 16-Megapixel-Kamera, einen schnellen Prozessor und einen Fingerabdruckscanner. Und günstig ist es auch noch: Es kostet in der Standardversion mit 64 Gigabyte Speicher 500 Euro. Eine zweite Variante in schwarz-goldener Ausführung soll 600 Euro kosten.

Hauptsache billig - HaierPhone L55S

Haier

HaierPhone L55S

Manchmal wundert man sich schon, wer da alles neue Smartphones vorstellt. So wie die Firma Haier beispielsweise. Haier ist in erster Linie für Hausgeräte bekannt und für Fernseher. Auf der Ifa aber hat das Unternehmen nicht sein erstes, sondern nur sein neues Smartphone vorgestellt, das HaierPhone L55S.

Besonderheiten findet man daran nicht. Es nutzt Android 6.0, hat einen Quadcoreprozessor und einen 5-Zoll-Bildschirm, dessen Auflösung mit 1280 x 720 Pixeln recht gering ist. Was es kosten wird, wenn es demnächst auf den Markt kommt, hat der Hersteller nicht verraten. Angesichts der mäßigen Ausstattung dürfte es im Billigsegment angesiedelt sein.

Große Worte, kleine Preise - TP Link Neffox X-Serie

TP Link

TP Link Neffox X

Was andere können, kann Netzwerkhersteller TP Link auch. Unter seiner Marke Neffos zeigte das Unternehmen auf der Ifa die Smartphones Neffos X1 und X1 Max. Die beiden sind 5 beziehungsweise 5,5 Zoll groß und werden mit großen Worten beworben.

So sollen sie "Standards in Sachen Smartphone-Design, Bildverarbeitung, mobiler Sicherheit und Rechenleistung" setzen. Am Ende sind sie aber doch vor allem Billig-Handys, kosten 199, beziehungsweise 249 Euro, bieten eine mittelmäßige Ausstattung und müssen erst noch beweisen, ob sie ihr Geld wert sind.

Das große Kleine - ZTE Axon 7 Mini

ZTE

ZTE Axon 7 Mini

Bei ZTE hat man bereits die Maßstäbe verschoben. Trotz einer Bildschirmdiagonale von 5,2 Zoll, die man bisher noch als groß empfunden hätte, bezeichnet das chinesische Unternehmen sein neues Smartphone als Axon 7 Mini.

Zwei Merkmale sind es, die das Mini von der Konkurrenz unterscheiden sollen. Zum einen ist das seine Audioqualität, zu der laut ZTE ein "HiFi-Chipsatz" und Dolby Atmos Technologie erheblich beitragen sollen. Sowohl über die eingebauten Lautsprecher als auch mit Kopfhörern soll es besser klingen als Konkurrenzmodelle. Zu überprüfen war das auf der Messe freilich nicht.

Vor allem aber soll der Preis Kunden locken, denn der ist wirklich mini: für 299 Euro soll das Gerät zu haben sein, das mit 16-Megapixel-Kamera, Full-HD-Bildschirm, Fingerabdruckscanner und USB-C viele Merkmale teurerer Smartphones trägt.


Fotostrecke

Technik-Geschichte: Das Smartphone wird 20
insgesamt 27 Beiträge
barlog 02.09.2016
1.
Kühlschränke, Stereoanlagen und Fernseher? Ich habe den Eindruck, daß es auf der IFA fast nur noch um Smartphones bzw. Smartphone-Apps geht, mit denen irgendwas von irgendwoher gesteuert, geregelt oder gemessen werden kann, [...]
Kühlschränke, Stereoanlagen und Fernseher? Ich habe den Eindruck, daß es auf der IFA fast nur noch um Smartphones bzw. Smartphone-Apps geht, mit denen irgendwas von irgendwoher gesteuert, geregelt oder gemessen werden kann, was auch nur irgendwie denkbar, aber nicht immer soo notwendig ist. Oder träumte die Menschheit je von einer Smartphonestaubsaugersteuerung oder einem smartphonegesteuerten Fahrradschloss (zu sehen auf der IFA)? Früher gab's auf der IFA noch einige schicke handgearbeitete Dinge zu sehen, heute nur noch Displays, auf denen irgendwelche Luxussoftware vorgeführt wird. Schade. Wenn man sich für neue Smartphone interessiert, sollte man allerdings besser dorthin gehen, um sich die Teile vor Ort anzuschauen oder (wie ich) auf Beschreibungen von Fachleuten zu warten. Bringt auf jeden Fall mehr als Texte von Kamerapixelzähler Kremp.
joe_ 02.09.2016
2. na endlich...
damit die Elektronikschrottberge noch grösser werden.
damit die Elektronikschrottberge noch grösser werden.
zick-zack 02.09.2016
3. Einheitsbrei
Wozu die Bilder? Eins wäre schon zuviel gewesen. Das sieht alles gleich aus!
Wozu die Bilder? Eins wäre schon zuviel gewesen. Das sieht alles gleich aus!
Shlomo Spitzberg 02.09.2016
4.
Ist ja auch eine Funk-Ausstellung. IFA = Internationale Funk Ausstellung. Was sollen da Kühlschränke zu suchen haben, die funken ja nicht im Gegensatz zu Smartphones.
Zitat von barlogKühlschränke, Stereoanlagen und Fernseher? Ich habe den Eindruck, daß es auf der IFA fast nur noch um Smartphones bzw. Smartphone-Apps geht, mit denen irgendwas von irgendwoher gesteuert, geregelt oder gemessen werden kann, was auch nur irgendwie denkbar, aber nicht immer soo notwendig ist. Oder träumte die Menschheit je von einer Smartphonestaubsaugersteuerung oder einem smartphonegesteuerten Fahrradschloss (zu sehen auf der IFA)? Früher gab's auf der IFA noch einige schicke handgearbeitete Dinge zu sehen, heute nur noch Displays, auf denen irgendwelche Luxussoftware vorgeführt wird. Schade. Wenn man sich für neue Smartphone interessiert, sollte man allerdings besser dorthin gehen, um sich die Teile vor Ort anzuschauen oder (wie ich) auf Beschreibungen von Fachleuten zu warten. Bringt auf jeden Fall mehr als Texte von Kamerapixelzähler Kremp.
Ist ja auch eine Funk-Ausstellung. IFA = Internationale Funk Ausstellung. Was sollen da Kühlschränke zu suchen haben, die funken ja nicht im Gegensatz zu Smartphones.
josifi 02.09.2016
5.
Internationale Funk-Ausstellung. Der Name ist zum Glück Programm
Zitat von barlogKühlschränke, Stereoanlagen und Fernseher? Ich habe den Eindruck, daß es auf der IFA fast nur noch um Smartphones bzw. Smartphone-Apps geht, mit denen irgendwas von irgendwoher gesteuert, geregelt oder gemessen werden kann, was auch nur irgendwie denkbar, aber nicht immer soo notwendig ist. Oder träumte die Menschheit je von einer Smartphonestaubsaugersteuerung oder einem smartphonegesteuerten Fahrradschloss (zu sehen auf der IFA)? Früher gab's auf der IFA noch einige schicke handgearbeitete Dinge zu sehen, heute nur noch Displays, auf denen irgendwelche Luxussoftware vorgeführt wird. Schade. Wenn man sich für neue Smartphone interessiert, sollte man allerdings besser dorthin gehen, um sich die Teile vor Ort anzuschauen oder (wie ich) auf Beschreibungen von Fachleuten zu warten. Bringt auf jeden Fall mehr als Texte von Kamerapixelzähler Kremp.
Internationale Funk-Ausstellung. Der Name ist zum Glück Programm

Verwandte Artikel

Verwandte Themen

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH
TOP