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Netzwelt

Betrügerische Anrufe

Polizei warnt vor falschen Kundenbefragungen

Mobilfunknutzer sollten bei angeblichen Anrufen von Kundenberatern ihres Netzanbieters besonders vorsichtig sein. Mit einer neuen Maschen versuchen Kriminelle per Telefon, geheime Kundendaten abzugreifen.

DPA

Hände einer Smartphone-Nutzerin

Donnerstag, 12.04.2018   16:04 Uhr

Kriminelle versuchen derzeit offenbar, Handynutzer mit einer hinterlistigen Methode dazu zu bewegen, sensible Kundendaten wie beispielsweise ihr Kundenkennwort herauszugeben. Davor warnt das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen auf seiner Webseite Polizei-Prävention. Die Warnung geht auf die Meldung eines Vodafone-Kunden zurück.

Dieser sei von einer ihm unbekannten Mobilfunknummer auf seinem Handy angerufen worden. Die Anruferin habe ihm mit osteuropäischem Akzent erklärt, eine Umfrage zur Kundenzufriedenheit für Bestandskunden von Vodafone durchzuführen. Sollte der Kunde einige Fragen beantworten, versprach die Frau kostenloses zusätzliches Datenvolumen.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs verlangte die Anruferin dann allerdings das Kundenkennwort des Mannes. Das sei nötig, um das Datenvolumen dem Kundenkonto zuordnen zu können. An diesem Punkt wurde das Opfer offenbar misstrauisch und verweigerte die Herausgabe seines Kennworts. Die Frau legte sofort auf.

Mehr als nur eine Methode

Das LKA erklärt, Anrufe zur Kundenzufriedenheit würden durchaus regelmäßig durchgeführt. Nach dem Kundenkennwort würde bei solchen Gelegenheiten jedoch niemals gefragt. Verlange der Anrufer doch solchen Daten, könne man von einem Betrugsversuch ausgehen.

Die Polizei warnt zudem, es sei "wahrscheinlich, dass die Täter nicht nur im Namen von Vodafone solche Anrufe durchführen. Auch Kunden anderer Provider könnten betroffen sein." Es sei ein Leichtes, von der Rufnummer auf den entsprechenden Mobilfunkanbieter zu schließen und die Opfer in dessen Namen zu begrüßen.

Tatsächlich ist SPIEGEL ONLINE ein sehr ähnlicher Fall bekannt. Dabei hatte ein Unbekannter auf dem Handy eines Redakteurs angerufen und diesem erzählt, er habe möglicherweise Anspruch auf kostenlose Zusatzleistungen. Um diesen Anspruch zu prüfen, müsse er aber zunächst das Kundenkennwort überprüfen. Auch in diesem Fall wurde der Angesprochene misstrauisch und verlangte nach einer schriftlichen Legitimation, woraufhin der Anrufer sofort auflegte.

Provider informieren, Anzeige erstatten, Missbrauch melden

Wer Opfer eines solchen betrügerischen Anrufs geworden ist und dem Anrufer womöglich Daten wie seinen Namen, seine Anschrift, sein Geburtsdatum oder gar sein Kundenkennwort gegeben hat, sollte umgehend die Hotline seines Mobilfunkanbieters anrufen und den Vorfall schildern, rät das LKA. Zudem wird empfohlen, bei der örtlichen Polizei Anzeige zu erstatten.

Sofern die Rufnummer des Anrufers angezeigt worden ist, ist es überdies sinnvoll, die Bundesnetzagentur über den Rufnummernmissbrauch zu informieren.

mak

insgesamt 15 Beiträge
jujo 12.04.2018
1. .....
Sollte die Nummer des Anrufers unterdrückt sein, ist das Gespräch sofort bei mir gelaufen. Selbst wenn ich die Nummer sehe, kommt von mir die Standard Antwort, "wir tätigen keine Geschäfte am Telefon!" und legen [...]
Sollte die Nummer des Anrufers unterdrückt sein, ist das Gespräch sofort bei mir gelaufen. Selbst wenn ich die Nummer sehe, kommt von mir die Standard Antwort, "wir tätigen keine Geschäfte am Telefon!" und legen auf.
geotie 12.04.2018
2.
Meine Mutter hat auch öfters solche Anrufe. Ihre Geheimnummer und andere Nummern lauten dann immer 123456789. Danach wird sofort aufgelegt.
Meine Mutter hat auch öfters solche Anrufe. Ihre Geheimnummer und andere Nummern lauten dann immer 123456789. Danach wird sofort aufgelegt.
rst2010 12.04.2018
3. Anrufe zur Kundenzufriedenheit würden durchaus regelmäßig durchgeführt
das können die anbieter getrost bleiben lassen. sowas ist nur nervig. es wird grundsätzlich nicht bewertet. wenn was nicht passt, beschwer ich mich; ansonsten kann man die korrekte erfüllung eines vertrags und freundlichen [...]
das können die anbieter getrost bleiben lassen. sowas ist nur nervig. es wird grundsätzlich nicht bewertet. wenn was nicht passt, beschwer ich mich; ansonsten kann man die korrekte erfüllung eines vertrags und freundlichen service wohl erwarten, ohne wen loben zu müssen dafür. net g'schimpft is' g'lobt g'nua;-)
blueberryhh 12.04.2018
4. im Zeitalter der Rufnummern Übernahme
bei Vertragswechsel ist es auch nicht mehr ganz so einfach, damit auf den Anbieter zu schliessen. Habe meine Telekom-Nummer z.B. mit zu o2 genommen. Davon aber mal abgesehen, viele Leute sind einfach zu naiv, gutgläubig oder zu [...]
bei Vertragswechsel ist es auch nicht mehr ganz so einfach, damit auf den Anbieter zu schliessen. Habe meine Telekom-Nummer z.B. mit zu o2 genommen. Davon aber mal abgesehen, viele Leute sind einfach zu naiv, gutgläubig oder zu einfach gestrickt und gehen solchen Ganoven auf dem Leim. Ist ja auf dem PC mit Spam - Mails etc. nicht anders.
kenterziege 12.04.2018
5. Manche Leute sind froh überhaupt angerufen zu werden....
Das sind dann die berühmten Opfer. Alter, Einsamkeit und Unerfahrenheit werden immer und immer wieder ausgenutzt. Selbst wenn man als Dipl.Ing. mitten im Leben steht, bekommt man Anrufe von einem freien Vodafone-Mitarbeiter, [...]
Das sind dann die berühmten Opfer. Alter, Einsamkeit und Unerfahrenheit werden immer und immer wieder ausgenutzt. Selbst wenn man als Dipl.Ing. mitten im Leben steht, bekommt man Anrufe von einem freien Vodafone-Mitarbeiter, der in einem Call-Center sitzt und einem einen günstigeren Folgevetrag aufschwatzen will. Auf die Anmerkung, dann schicken Sie mir das Angebot wird einem frech mitgeteilt, dass man das nur mündlich machen kann. Ich habe daraufhin den Vertrag, den ich 1992 noch bei Mannesmann D2 privat abgeschlossen hatte, sofort gekündigt und durch Wechsel zur Mangenta-Konkurrez festgestellt, dass ich wirklich jahrelang zu viel gezahlt hatte.

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