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Apples Mac-Betriebssystem

Das ist neu in macOS Mojave

Zwar hat Apple zuletzt keine neuen Macs vorgestellt, wohl aber ein neues Betriebssystem für Apple-Notebooks und Desktop-Computer. Dies sind die wichtigsten Neuerungen.

SPIEGEL ONLINE
Von
Montag, 24.09.2018   16:16 Uhr

Neben iOS 12 und watchOS 5 hat Apple auf seinem Special Event in Cupertino auch die Veröffentlichung einer neuen Version seines Mac-Betriebssystems angekündigt. Das nach der Wüste in Nevada benannte macOS Mojave zeichnet sich zunächst durch rein kosmetische Neuerungen aus. Eine, die ganz unaufdringlich Spaß macht, ist der sogenannte dynamische Hintergrund.

Gemeint sind damit spezielle Hintergrundbilder für den Desktop, die ihre Farbigkeit und Helligkeit der Tageszeit anpassen. Apple liefert zum Start zwar nur wenige mit, aber schon der Standardhintergrund mit Sanddünen (siehe Bilderstrecke) zeigt, wie gut das funktioniert. Vor allem abends helfen die sich selbst dimmenden Hintergründe, die Augen zu schonen.

Durchaus passend dazu kann man einen "Dark Mode" einschalten. Ist der aktiv, werden die Menüs und Fenster von Programmen und Betriebssystemelementen mit einem dunklen Hintergrund und heller Schrift dargestellt - sofern sie dafür angepasst sind. Noch ist das bei weitem nicht bei jeder Software so, doch wenn ein Programm an den Dark Mode angepasst ist, hilft dieser, sich etwa beim Bearbeiten von Bildern und Videos besser auf das jeweilige Motiv zu konzentrieren. Im Alltag ist das freilich Geschmackssache. ich persönlich habe den Dark Mode nach ein paar Tagen wieder abgeschaltet.

Viel nützlicher erscheint mir die Möglichkeit, meinen Desktop teilautomatisch aufräumen zu lassen. Ich gehöre zu den Menschen, deren Bildschirm mit Icons gepflastert ist, was irgendwann unübersichtlich wird. MacOS Mojave hilft Ordnung zu schaffen, indem es gleichartige Dateien auf dem Desktop auf Wunsch zu virtuellen Stapeln zusammenfasst, sortiert zum Beispiel nach Datum oder Dateiformat. So hat man schnell mehr Platz und es sieht aufgeräumter aus. Klickt man aber einmal auf einen Stapel, werden die darin enthaltenen wieder auf dem Bildschirm ausgebreitet.

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Ebenso hilfreich ist die Möglichkeit, Dateien (zumindest in Maßen) zu bearbeiten, ohne sie zu öffnen. Apples macOS bietet schon lange die Option, Bilder, Musikdateien et cetera in einer Art Vorschau anzusehen oder anzuhören. In Mojave kann man in diesem Modus nun auch Bilder drehen, Videos kürzen oder Notizen in PDF-Dateien hineinschreiben. Wenn man, wie ich, öfter Screenshots machen muss, bietet Mojave auch dafür erweiterte Möglichkeiten (siehe Bilderstrecke).

Gelegentlich kann es zudem praktisch sein, dass man im neuen macOS sein iPhone oder iPad als externe Kamera für den Mac benutzen kann. So kann man beispielsweise vom Rechner aus mit dem iPhone ein Dokument einscannen oder ein Foto knipsen und sofort in einem Programm verwenden. Besonders viele Programme unterstützen diese Option bisher leider nicht.

Apple stellt macOS Mojave ab dem 24. September als kostenloses Update zum Download bereit.

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insgesamt 47 Beiträge
iphone_dummy 24.09.2018
1. OS X Mavericks
Seit Mavericks habe ich den Eindruck, dass Apple nur noch (fast ausschließlich) Spielereien in OSX / macOS einbaut. Jetzt der Dark-Mode, Emojis und neben den Tasten 3 und 4 auch noch die 5 für Screenshots. Revolution! The best [...]
Seit Mavericks habe ich den Eindruck, dass Apple nur noch (fast ausschließlich) Spielereien in OSX / macOS einbaut. Jetzt der Dark-Mode, Emojis und neben den Tasten 3 und 4 auch noch die 5 für Screenshots. Revolution! The best OS ever! Spielereien, Kinderkram oder doch einfach eine Verar..... der User? Ausnahme macht vielleicht APFS, aber das ist ja auch nur halbfertig.
ky3 24.09.2018
2. Verschlimmbesserungen
Statt all des Schnickschnacks wünschte ich mir lieber dass Itunes wieder wie vor 15 Jahren, Vorschau wieder so sinnreich arbeiten würde, dass die Suchfunktion auch wirklich alles finden würde was auf meinem Rechner oder in [...]
Statt all des Schnickschnacks wünschte ich mir lieber dass Itunes wieder wie vor 15 Jahren, Vorschau wieder so sinnreich arbeiten würde, dass die Suchfunktion auch wirklich alles finden würde was auf meinem Rechner oder in meinen Mails liegt. Ich wäre so froh wenn mein gar nicht so alter Scanner und Drucker vom Rechner wieder erkannt würden statt nun unnötig zu Müll zu werden. Den Taschenrechner nutzen zu können ohne dass alle Programme verschwinden. Es wurde soviel verschlimmbessert, Mac wurde immer mehr zu Windows, er stürzt ständig ab. Sorry ich will keine weiteren Upgrades mehr.
zeichenkette 24.09.2018
3. Ich kann nicht meckern
Ich arbeitete immer noch mit demselben Rechner (mit mehr RAM und einer SSD natürlich), der damals mit OS X 10.5 (Leopard) ausgeliefert wurde, aktuell mit High Sierra. Wer echt behauptet, dass das OS schlechter geworden sei, der [...]
Ich arbeitete immer noch mit demselben Rechner (mit mehr RAM und einer SSD natürlich), der damals mit OS X 10.5 (Leopard) ausgeliefert wurde, aktuell mit High Sierra. Wer echt behauptet, dass das OS schlechter geworden sei, der kennt das entweder gar nicht, oder meckert eh immer über alles. Die Gimmicks (die es durchaus gibt, Apple baut immer irgendwas schön Plakatives ein, damit sie was zum Werben haben) kann man ja einfach ignorieren, wenn man sie nicht braucht. Aber fast jedes der eingebauten Programme ist erheblich besser geworden im Vergleich zu damals, die Bedienung angenehmer und das Design schöner und dezenter. Ja, es sind auch ein paar Features verloren gegangen und nicht mehr alle uralte Hardware von Drittanbietern wird mehr unterstützt. Geht einem aber bei Windows genauso, wenn der Dritthersteller von Druckern etc. keine Treiber mehr liefert, kann Apple nix dafür. Dieses ständige "alles soll so bleiben, wie es war!" kann ich jedenfalls nicht mehr hören.
noerglerfritz 25.09.2018
4. @Zeichenkette
Wann bitte haben Sie das letzte mal Windows benutzt? Ich benutze es seit W95 und muss sagen, dass ich seit XP keine Treiber-Probleme mehr gehabt habe. Windows ist einfach perfekt. Merke ich jeden Tag, wenn ich auf Arbeit mit einem [...]
Wann bitte haben Sie das letzte mal Windows benutzt? Ich benutze es seit W95 und muss sagen, dass ich seit XP keine Treiber-Probleme mehr gehabt habe. Windows ist einfach perfekt. Merke ich jeden Tag, wenn ich auf Arbeit mit einem Mac arbeiten muss. Andauernd Probleme. Und nein, das Problem bin in diesem Fall nicht ich, sondern das OS. Neulich gerade wieder hatte ich einen Systemdialog, den man nicht wegklicken konnte. Kein Ok, kein rotes Bläschen. Nix. Apple halt...
aus_franken 25.09.2018
5. Es wäre schön, wenn...
... man nicht benötigte Funktionen einfach abschalten oder deinstallieren konnte. Auf alten Windowsrechnern war früher das Erste nach dem Auspacken, den Rechner komplett neuaufzusetzen und nur das zu installieren, was benötigt [...]
... man nicht benötigte Funktionen einfach abschalten oder deinstallieren konnte. Auf alten Windowsrechnern war früher das Erste nach dem Auspacken, den Rechner komplett neuaufzusetzen und nur das zu installieren, was benötigt wird (ausgesprochen wenig nämlich). Mit jedem Update von MacOS wird er nun voller und voller gepackt, mit Dingen die ich nicht benötige, die aber "zum Betrieb notwendig sind". Ich habe ebenso das Gefühl, dass nur noch Spielereien hinzugepackt werden, ebenso wie bei den iOS-Updates. Mir z.B. fehlt immer noch eine Funktion zum "Fenster per Tastatur übersichtlich am Bildschirm anordnen". Soll mit weiteren Apps gehen, aber die waren bisher nicht zu meiner Zufriedenheit. Das sollte zudem ein Standardtool an einem "Arbeitsplatz" sein. Aber - mein MacBook läuft seit mittlerweile über 5 Jahren, da bin ich schon dankbar genug.

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