Schrift:
Ansicht Home:
Netzwelt

Surface Go

Microsoft fordert Apples iPad heraus

Mit dem Surface Go hat Microsoft ein neues Windows-Tablet angekündigt, das Apple und Samsung Konkurrenz machen soll. Preislich ist es jedenfalls attraktiv.

Microsoft
Von
Dienstag, 10.07.2018   13:51 Uhr

Nach einer längeren Pause steigt Microsoft wieder in das Segment der Mittelklasse-Tablets ein. Mit einem Blogpost kündigte Hardware-Chef Panos Panay am Montagabend das Surface Go an. Mit einem Preis von 449 Euro ist es erheblich günstiger als etwa das 12,3 Zoll große Surface Pro, das mit 949 Euro in Microsofts Preisliste steht.

Von außen wirkt es wie eine verkleinerte Version seines teuren Gegenstücks. Genau wie das Surface Pro steckt auch das Go in einem stabilen Metallgehäuse, in dessen Rücken ein Klappständer integriert ist. Damit kann man das Gerät stufenlos in einem nahezu beliebigen Winkel aufstellen. Mit einem Gewicht von knapp über 500 Gramm und 8,3 Millimetern Gehäusedicke dürfte es in Rucksack oder Tasche weder dick auftragen noch schwer zur Last fallen.

Der 10-Zoll-Bildschirm hat, typisch Microsoft, ein Bildseitenverhältnis von 3:2. Die Auflösung beträgt 1800 x 1200 Pixel und dürfte eine sehr feine Bilddarstellung ermöglichen.

Fotostrecke

400-Dollar-Tablet mit Windows 10: Das ist Microsofts Surface Go

Anders als in den Surface-Pro-Geräten, die stets von Intel Core-Prozessoren angetrieben werden, streckt im Surface Go ein Intel Pentium Gold Processor 4415Y. Der arbeite lüfterlos und liefere "die Leistung, die man braucht, um produktiv zu sein", schreibt Panos Panay. Noch wichtiger dürfte bei der Wahl dieses Leistungsträgers allerdings dessen Preis gewesen sein, der weit unter dem des billigsten Intel-Core-Chips liegen dürfte. Ob seine Performance wirklich ausreicht, um mit dem Gerät produktiv zu arbeiten, kann nur ein Test zeigen.

Die Hardware sei jedenfalls genügsam genug, um neun Stunden auf Akkustrom zu arbeiten, heißt es von Microsoft. Samsung verspricht für sein Galaxy Tab S3 dagegen zwölf Stunden Akkulaufzeit, Apple für das aktuelle iPad zehn Stunden.

Fotostrecke

Nur halb so teuer, trotzdem gut: Das neue iPad im Test

Aufgeladen wird der Akku über Microsofts Surface Connector, der magnetisch am Gerät gehalten wird. Zusätzlich ist das Surface Go mit einer USB-C-3.1-Buchse bestückt, über die Daten ausgetauscht, Bildschirme angeschlossen oder auch der Akku aufgeladen werden kann. Eine Kopfhörerbuchse ist ebenso vorhanden wie ein Steckplatz für microSD-Speicherkarten.

In der Grundversion verbindet sich das neue Microsoft-Tablet per WLAN mit dem Internet und verfügt über 64 GB Speicher. Zusätzlich soll für 599 Euro eine Variante mit 128 GB Speicher angeboten werden. Ein LTE-Modell ist für später im Jahr geplant. Alle Versionen werden mit dem auch auf dem Surface Laptop vorinstallierten Windows 10 S ausgeliefert, dass man auf Wunsch kostenlos auf Windows 10 Home umstellen kann.

Als Zubehör bietet Microsoft verschiedenfarbige Tastatur-Cover zu Preisen zwischen 99 und 129 Dollar an. Der Surface Pen genannte Zeichenstift kostet 99 Dollar, die Surface Mobile Mouse 34,99 Dollar.

Während Microsoft die Preise für Deutschland am Dienstagvormittag noch nicht verraten wollte, steht fest, dass Vorbestellungen für das Surface Go ab dem 10. Juli angenommen werden. Die Auslieferung der Geräte soll am 2. August beginnen, dann wird es sie voraussichtlich auch im Laden geben.

Anmerkung der Redaktion: Nach Veröffentlichung dieses Artikels hat Microsoft die deutschen Preise für das Surface Go bekanntgegeben. Diese haben wir entsprechend ergänzt.

insgesamt 15 Beiträge
In Kognito 10.07.2018
1. Interessantes Gerät als leichter (und teurer) Reisebegleiter!?
Ich habe seit 3 Jahren das Surface3 (ohne pro) - 622g; 699 EUR (ohne Zubehör), Atom x7-Z8700; 10,8" 1920x1280; 4GB/128GB + 200GB als ultraleichten Reisebegleiter, auch passiv gekühlt. Läuft unter Win8.1pro flott, mit fast [...]
Ich habe seit 3 Jahren das Surface3 (ohne pro) - 622g; 699 EUR (ohne Zubehör), Atom x7-Z8700; 10,8" 1920x1280; 4GB/128GB + 200GB als ultraleichten Reisebegleiter, auch passiv gekühlt. Läuft unter Win8.1pro flott, mit fast allen Programmen, die ich auch auf meinem PC habe. Bild/Videobearbeitung zwar etwas langsamer aber durchaus flüssig. Manche iPad-Benutzer sind direkt "neidisch" wegen der vielen Möglichkeiten. Bildschirm war top (Kontrast, leuchtende Farben, scharf usw.). Aber, nach 2,5 Jahren gab es "Vergilbungen" an den Rändern, die bei weißem Office-/Webseiten-Hintergrund stark zu bemerken sind. In Filmen fallen sie weniger auf. Laut Foren tritt das wohl öfter auf. DAS ist enttäuschend - oder eingebautes "Verfallsdatum" für das neue Surface?
Crom 10.07.2018
2.
Ich hätte auch gern ein Windows-Tablet, leider zwingt mich die Politik von Sky und Amazon dazu weiterhin auf Android zu setzen. Das Herunterladen und spätere anschauen von Filmen bei Sky Go und Amazon Prime ist unter Windows [...]
Ich hätte auch gern ein Windows-Tablet, leider zwingt mich die Politik von Sky und Amazon dazu weiterhin auf Android zu setzen. Das Herunterladen und spätere anschauen von Filmen bei Sky Go und Amazon Prime ist unter Windows leider nicht möglich. Es gibt zwar die Möglichkeit ein Android-Emulator einzusetzen, dann kann ich aber auch gleich Android nutzen. Schade.
unpolit 10.07.2018
3. Mich würde jetzt interessieren,
auf welche Funktionalitäten manche iPad Nutzer neidisch sind. Übrigens, unser iPad4 von 2012 wiegt etwa das gleiche, hatte damals bereits eine höhere Auflösung, und sowohl der Accu als auch der Bildschirm ist immer noch [...]
Zitat von In KognitoIch habe seit 3 Jahren das Surface3 (ohne pro) - 622g; 699 EUR (ohne Zubehör), Atom x7-Z8700; 10,8" 1920x1280; 4GB/128GB + 200GB als ultraleichten Reisebegleiter, auch passiv gekühlt. Läuft unter Win8.1pro flott, mit fast allen Programmen, die ich auch auf meinem PC habe. Bild/Videobearbeitung zwar etwas langsamer aber durchaus flüssig. Manche iPad-Benutzer sind direkt "neidisch" wegen der vielen Möglichkeiten. Bildschirm war top (Kontrast, leuchtende Farben, scharf usw.). Aber, nach 2,5 Jahren gab es "Vergilbungen" an den Rändern, die bei weißem Office-/Webseiten-Hintergrund stark zu bemerken sind. In Filmen fallen sie weniger auf. Laut Foren tritt das wohl öfter auf. DAS ist enttäuschend - oder eingebautes "Verfallsdatum" für das neue Surface?
auf welche Funktionalitäten manche iPad Nutzer neidisch sind. Übrigens, unser iPad4 von 2012 wiegt etwa das gleiche, hatte damals bereits eine höhere Auflösung, und sowohl der Accu als auch der Bildschirm ist immer noch absolut top. Und das trotz nahezu ständigem Gebrauch. Wenn ich das auf Kosten pro Nutzungs-Stunde umrechne, dann bin ich zufrieden.
In Kognito 10.07.2018
4. Vorteile: USB, mSD-Speichererweiterung um 200GB, Programmvielfalt
Im Vergleich zum "alten" Surface3: Vorteile bei der neuen Variante, die ich sehe: besserer Ladeanschluß, universelle USB-C-Buchse Nachteile: Wegfall des mDP und des vollwertigen USB-Anschlußes (erfordert Adapter [...]
Zitat von unpolitauf welche Funktionalitäten manche iPad Nutzer neidisch sind. Übrigens, unser iPad4 von 2012 wiegt etwa das gleiche, hatte damals bereits eine höhere Auflösung, und sowohl der Accu als auch der Bildschirm ist immer noch absolut top. Und das trotz nahezu ständigem Gebrauch. Wenn ich das auf Kosten pro Nutzungs-Stunde umrechne, dann bin ich zufrieden.
Im Vergleich zum "alten" Surface3: Vorteile bei der neuen Variante, die ich sehe: besserer Ladeanschluß, universelle USB-C-Buchse Nachteile: Wegfall des mDP und des vollwertigen USB-Anschlußes (erfordert Adapter für USB-C, um für alle Fälle gerüstet zu sein) und noch etwas kleinerer Bildschirm. 10" dürfte die unterste Grenze sein, um noch damit einigermaßen vernünftig arbeiten zu können.
kantirandavivorhodan 10.07.2018
5.
Dann versuchen Sie mit Ihrem iPad mal einen Datenaustausch ohne Cloud. Viel Spaß. Mal von den vollwertigen Prorgammen abgesehen hat hier das Surface eindeutig die Nase vorne.
Zitat von unpolitauf welche Funktionalitäten manche iPad Nutzer neidisch sind. Übrigens, unser iPad4 von 2012 wiegt etwa das gleiche, hatte damals bereits eine höhere Auflösung, und sowohl der Accu als auch der Bildschirm ist immer noch absolut top. Und das trotz nahezu ständigem Gebrauch. Wenn ich das auf Kosten pro Nutzungs-Stunde umrechne, dann bin ich zufrieden.
Dann versuchen Sie mit Ihrem iPad mal einen Datenaustausch ohne Cloud. Viel Spaß. Mal von den vollwertigen Prorgammen abgesehen hat hier das Surface eindeutig die Nase vorne.

Verwandte Artikel

Mehr im Internet

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH
TOP