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Netzwelt

Ideen von Netflix-Entwicklern

Per Knopfdruck direkt zum nächsten Hailight

Netflix-Entwickler haben sich bei den "Hack Days" ausgetobt. Dabei kam ein spezieller Vorspulknopf für den Trashfilm "Sharknado" heraus, aber auch eine alternative Bedienung für die iPhone-App.

ddp images/ Capital Pictures/ FB

Szene aus dem Film "Sharknado"

Freitag, 09.11.2018   13:19 Uhr

Totaler Quatsch für Trashfilm-Fans und eine clevere Steuerung für iPhone-Apps: Bei einem 24-Stunden-Treffen haben Mitarbeiter der Videoplattform Netflix einige Ideen entwickelt, um das Portal benutzerfreundlicher zu machen.

Die sogenannten "Hack Days" finden zweimal im Jahr statt und sollen nach Angaben von Netflix "auch Spaß machen". Das zeigt sich an einigen irren Ideen, die das Portal kaum weiterbringen. Aber man wisse, "dass auch die blödeste Idee etwas anderes vorantreiben kann", heißt es bei Netflix.

Eine der verrücktesten Ideen haben zwei Entwickler mit ihrem "Zum nächsten Hai springen"-Knopf geliefert. Der Button wird oben rechts im Bildschirm eingeblendet und funktioniert ganz ähnlich wie die Funktion, die bisher schon den Rückblick und den Vorspann bei Netflix-Videos abbricht. In diesem Fall geht es allerdings darum, nicht nur eine kurze Szene zu überspringen, sondern nahezu den ganzen Film. Die Funktion lässt sich nur beim Spielfilm "Sharknado" anwenden, der bei seiner Erstausstrahlung vor knapp fünf Jahren für viel Freude bei Trashfans gesorgt hatte.

Wer braucht schon Dialoge?

Seine Story ist ziemlich platt und schnell erzählt: Ein Wirbelsturm fegt über die Westküste der USA hinweg, saugt Haie aus dem Meer und wirft sie über dem Festland wieder ab. Eine Gruppe von Freunden wehrt sich gegen die Invasion und kämpft mit allen Mitteln gegen die Haie.

Nach Ansicht der Entwickler kann man die Dialoge, die längst nicht so unterhaltsam sind wie die schlecht animierten Haie, getrost auslassen. Also springt der ziemlich blutige Film auf Wunsch ohne Umschweife direkt zum nächsten Hai-Angriff. Der Sprecher des Videos kommentiert die Funktion im Video so: "Was wir wirklich wollen, ist den nächsten Hai sehen."

iPhone mit den Augen steuern

Einige Ideen des Treffens wirken derweil durchaus sinnvoll. Ein Team von drei Entwicklern etwa hat die iPhone-Gesichtserkennung FaceID für die Steuerung der Video-App eingesetzt. Die Kamera des Apple-Smartphones zeichnet dabei die Augenbewegungen auf, die einen großen Cursor über die Filmtitel bewegt. Starrt der Nutzer länger auf eine Stelle, wird ein Tippen ausgelöst. Streckt er die Zunge raus, dann wechselt die App wieder zurück ins Menü.

Die Schnittstelle über das ARKit steht Entwicklern offen. Das bedeutet, dass nicht nur die Netflix-App, sondern auch jede andere Anwendung auf iPhone und iPad auf ähnliche Art mit den Augen gesteuert werden könnte. Für Menschen, die körperlich eingeschränkt sind, könnte das eine große Erleichterung sein.

Bisher wird FaceID hauptsächlich für zwei Funktionen auf iPhones und dem neuen iPad Pro benutzt: Nutzer können ihr Gerät mit einem Gesichtsscan entsperren und Animojis mit ihrer Mimik steuern.

Fotostrecke

Sicherheit am iPhone X: So funktioniert Face ID

Beide hier vorgestellten Ideen der Netflix-Entwickler sind zunächst nur interne Konzepte. Für gewöhnliche Nutzer des Dienstes sind sie bislang nicht verfügbar.

jbr

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