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08.08.2012
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Gratis-Games

Drei höllisch schwierige Spiele für Zwischendurch

Von Konrad Lischka
Kostenlose Browser-Games: Gute Spiele für zwischendurch
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Bei diesen Spielen ist der Erfolg hart verdient: "Think Tank", "Hexagon" und "Spelunky" sind kostenlose Browser-Spiele, in denen man hundert Mal verlieren muss, um zu gewinnen. Drei Tipps für schönes Scheitern.

Es gibt Browser-Spiele, da gelingt sofort alles. Zwei Klicks und man hat 10.000 Punkte, das Getreide ist schon erntereif und es regnet Belohnungen für jede Bewegung. Viele schnelle Erfolgserlebnisse, das ist eine Strategie, um Spieler bei Laune zu halten.

Aber kann man solche Erfolge wirklich genießen? Für Spieler mit solchen Zweifeln sind diese drei Browser-Spiele eine gute Therapie. Sie sind aberwitzig schwierig und daher sehr, sehr schnell vorbei. Wer durchhält, stirbt tausend Tode, mindestens.

"Think Tank" - Kisten schieben, Minen meiden

"Think Tank" beginnt mit einigen sehr einfachen Spielabschnitten: Wir steuern einen Panzer durch leere Lagerhallen, vom Start zum Ziel, dabei muss man Kisten verschieben, um Durchfahrten frei zu machen. War's das? Natürlich nicht: In den folgenden Abschnitten steigt der Schwierigkeitsgrad: Minen kreisen durch die Räume, man muss im richtigen Rhythmus fahren, bremsen, fahren, um unbeschadet durchzukommen.

Die minimalistische Grafik passt gut zum Spielprinzip: von A nach B in zweidimensionaler Draufsicht und zwei Farben, von denen eine in jedem Level schwarz ist. In späteren Spielabschnitten kommen neue Elemente hinzu, man kann Minen legen und muss grübeln, in welcher Reihenfolge man zum Beispiel Löcher im Boden mit Kisten füllt, um zum Ausgang zu kommen.

Die Steuerung des Spiels ist nicht perfekt, an einigen Stellen kann man sich nicht sicher sein, wie die Software eine bestimmte Bewegung nun werten wird. Das ist ärgerlich, kommt aber selten genug vor. Schwierig ist "Think Tank" nicht wegen dieser kleinen Fehler, sondern wegen des anspruchsvollen Leveldesigns.

Patrick Daniels: "Think Tank", Flash

"Hexagon" - Das Dreieck muss ins Sechseck

Der irische Entwickler Terry Cavanagh ist für seine minimalistischen Spiele bekannt, beim Weltraum-Arcade-Spiel "VVVVVV" gab es nur drei Eingabemöglichkeiten (links, rechts, Gravitation umkehren), aber immerhin hatten in "VVVVVV" die Figuren noch Gesichter, wenn auch nur eine Farbe. "Hexagon" ist noch reduzierter: Der Held ist ein Dreieck, steuern kann man es nur nach links oder rechts auf einer kreisförmigen Bahn.

Auf das Dreieck rasen aus allen Richtungen geometrische Formen zu. Man muss durch die Lücken zwischen den Angreifern navigieren und das sehr schnell. Sobald der kantige Held auf eine Mauer prallt, ist das Spiel vorbei. Wer länger als 30 Sekunden durchhält, ist ein Meister, in "Hexagon" scheitert man ständig. Angeblich soll es sechs Level geben, ein Spieler will es bis ins letzte geschafft haben, er dokumentiert das auf YouTube.

Es gibt Hoffnung!

Terry Cavanagh: "Hexagon", Flash

"Spelunky" - Höhlen zum Verzweifeln

"Spelunky" ist frustrierend und deshalb legendär. Seit Jahren hat dieses Jump'n'Run eine wachsende Fangemeinde, zuerst gab es das Spiel als Download für Windows, später kam eine Xbox-Live-Arcade-Version dazu und nun gibt es die Browser-Version. Am Design hat sich nichts geändert: Man erforscht in Indiana-Jones-Montur mit Peitsche und Stirnlampe ausgerüstet Höhlen, bekämpft Fledermäuse und Mumien, sammelt Schätze und rettet Prinzessinnen, alles in Retro-Grafik.

Man stirbt oft und lernt dabei wenig. Bei jedem neuen Anlauf errechnet ein Zufallsgenerator ein neues Höhlensystem, in denen Feinde und Fallen an ganz anderen Stellen lauern als man es im vorigen Durchlauf schmerzlich erfahren hat. Umso größer ist die Vorsicht, die Angst - und dann irgendwann vielleicht auch das Erfolgserlebnis.

Derek Yu, Darius Kazemi: "Spelunky", HTML5

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