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Netzwelt

Hacking Team

Spionagefirma verliert globale Export-Erlaubnis

Knapp ein Jahr nach einem Datenleck gibt es einen neuen Rückschlag für Hacking Team: Der Spionagefirma darf ihre Spähsoftware nicht mehr ohne Weiteres in außereuropäische Länder verkaufen.

Website von Hacking Team

Donnerstag, 07.04.2016   09:53 Uhr

Hacking Team hat Berichte bestätigt, laut denen die italienische Regierung dem Unternehmen den Verkauf seiner Spionage-Software einschränkt. Firmensprecher Eric Rabe sagte, dass eine Erlaubnis zum Verkauf außerhalb der EU widerrufen worden sei. Sein Unternehmen erwarte jedoch, dass Verkäufen ins nicht-europäische Ausland zugestimmt werde.

Die italienische Zeitung "Il Fatto Quotidiano" schreibt, 46 Staaten, in die Hacking Team bislang exportieren durfte, seien von der Neuregelung betroffen, darunter etwa Ägypten, Israel, Kasachstan und Saudi-Arabien. Für Exporte in diese Länder muss Hacking Team nun offenbar Einzelfall-Lizenzen beantragen. Die bisherige Export-Erlaubnis, die Hacking Team gehabt habe, wäre laut "Il Fatto Quotidiano" in ungefähr zwei Jahren abgelaufen. Eine genaue Begründung für den Lizenzentzug soll es noch nicht geben.

Hacking Team steht seit Jahren in der Kritik, die Firma aus Mailand ist berüchtigt für ihre Schnüffelsoftware, die es Behörden erlaubt, Verschlüsselungen zu knacken, Chats zu überwachen und Festplatten auszulesen.

Vergangenen Sommer wurde das Unternehmen zum Gespött der Tech-Szene: Hacker hatten damals den Twitter-Account der Firma übernommen und außerdem 400 Gigabyte an Daten mit über einer Million internen E-Mails veröffentlicht. Aus den geleakten Dokumenten ging unter anderem hervor, dass autoritäre Staaten wie Ägypten, Äthiopien, Saudi-Arabien und offenbar auch der Sudan zu den Kunden der Firma gehörten.

Das Blog "Netzpolitik" schreibt, es sei nicht davon auszugehen, dass Hacking Team an den jetzigen Handelserschwernissen scheitern werde. Zudem sei bekannt, dass Überwachungssoftware oftmals über Zwischenhändler an die eigentlichen Kunden verkauft werde.

mbö/AP

insgesamt 3 Beiträge
Bürger Icks 07.04.2016
1. Dann...
...wird eben der Name geändert und ein neuer Konzern aus dem Boden gestampft. BigBrother braucht nämlich Besteck um sein Mahl zu sich zu nehmen, das aus den Daten und Erkentnissen über Menschen besteht. Und irgendwer muss [...]
...wird eben der Name geändert und ein neuer Konzern aus dem Boden gestampft. BigBrother braucht nämlich Besteck um sein Mahl zu sich zu nehmen, das aus den Daten und Erkentnissen über Menschen besteht. Und irgendwer muss dieses Besteck ja herstellen...
managerbraut 07.04.2016
2. Dann werden Geschäftsbeziehungen eben über
Briefkastenfirmen abgewickelt und der Geschäftshandel über Strohmänner, wie deren Scheinfirmen! Vielleicht sollte die italienische Regierung ersteinmal professionelle Spionagesoftware Kriegswaffen deklarieren und diese unter [...]
Briefkastenfirmen abgewickelt und der Geschäftshandel über Strohmänner, wie deren Scheinfirmen! Vielleicht sollte die italienische Regierung ersteinmal professionelle Spionagesoftware Kriegswaffen deklarieren und diese unter einem Exportverbot stellen. Was nützen westlichen Geheimdiensten - Sicherheitsdiensten - Militär die professionelle Spionagesoftware privater Firmen, wenn das Unternehmen um Gewinn zu erwirtschaften seine Spionagetools selbst an den Feinden westlicher Demokratien verkauft welche bekannt für mittelalterliche Verfolgungs,- Unterdrückungs,- Mordmethoden - Hinrichtungen - Vegewaltigungen - Folter und Unterstützung des Internationalen Terrorismus bekannt sind? Natürlich dürften auf Grund der Handelsbeziehungen des Software Unternehmens zu terroristische Staaten seine Spionagesoftware längst im Besitz International aktiver Terrornetzwerke gelangt sein welche damit ihrerseits Terrorziele - Personen - Anschlagsziele - Erpressungen vorbereiten.
spontest321 30.08.2016
3.
(Dies ist nur ein Test)
(Dies ist nur ein Test)

Schad- und Spähsoftware

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Trojaner
Wie das Trojanische Pferd in der griechischen Mythologie verbergen Computer-Trojaner ihre eigentliche Aufgabe (und Schädlichkeit!) hinter einer Verkleidung. Meist treten sie als harmlose Software auf: Bildschirmschoner, Videodatei, Zugangsprogramm. Sie werden zum Beispiel als E-Mail-Anhang verbreitet. Wer das Programm startet, setzt damit immer eine verborgene Schadfunktion ein: Meist besteht diese aus der Öffnung einer sogenannten Backdoor , einer Hintertür, die das Computersystem gegenüber dem Internet öffnet und durch die weitere Schadprogramme nachgeladen werden.
Virus
Computerviren befallen vorhandene Dateien auf den Computern ihrer Opfer. Die Wirtsdateien funktionieren – zumindest eine Zeit lang - weiterhin wie zuvor. Denn Viren sollen nicht entdeckt werden. Sie verbreiten sich nicht selbständig, sondern sind darauf angewiesen, dass Computernutzer infizierte Dateien weitergeben, sie per E-Mail verschicken, auf USB-Sticks kopieren oder in Tauschbörsen einstellen. Von den anderen Schad- und Spähprogrammen unterscheidet sich ein Virus allein durch die Verbreitungsmethode. Welche Schäden er anrichtet, hängt allein vom Willen seiner Schöpfer ab.
Rootkit
Das kleine Kompositum führt die Worte "Wurzel" und "Bausatz" zusammen: "Root" ist bei Unix-Systemen der Benutzer mit den Administratorenrechten, der auch in die Tiefen des Systems eingreifen darf. Ein "Kit" ist eine Zusammenstellung von Werkzeugen. Ein Rootkit ist folglich ein Satz von Programmen, die mit vollem Zugriff auf das System eines Computers ausgestattet sind. Das ermöglicht dem Rootkit weitgehende Manipulationen, ohne dass diese beispielsweise von Virenscannern noch wahrgenommen werden können. Entweder das Rootkit enthält Software, die beispielsweise Sicherheitsscanner deaktiviert, oder es baut eine sogenannte Shell auf, die als eine Art Mini-Betriebssystem im Betriebssystem alle verdächtigen Vorgänge vor dem Rechner verbirgt. Das Gros der im Umlauf befindlichen Rootkits wird genutzt, um Trojaner , Viren und andere zusätzliche Schadsoftware über das Internet nachzuladen. Rootkits gehören zu den am schwersten aufspürbaren Kompromittierungen eines Rechners.
Wurm
Computerwürmer sind in der Praxis die getunte, tiefergelegte Variante der Viren und Trojaner. Im strengen Sinn wird mit dem Begriff nur ein Programm beschrieben, das für seine eigene Verbreitung sorgt - und der Programme, die es transportiert. Würmer enthalten als Kern ein Schadprogramm , das beispielsweise durch Initiierung eines eigenen E-Mail-Programms für die Weiterverbreitung von einem befallenen Rechner aus sorgt. Ihr Hauptverbreitungsweg sind folglich die kommunikativen Wege des Webs: E-Mails, Chats, AIMs , P2P-Börsen und andere. In der Praxis werden sie oft als Vehikel für die Verbreitung verschiedener anderer Schadprogramme genutzt.
Drive-by
Unter einem Drive-by versteht man die Beeinflussung eines Rechners oder sogar die Infizierung des PC durch den bloßen Besuch einer verseuchten Web-Seite. Die Methode liegt seit einigen Jahren sehr im Trend: Unter Ausnutzung aktueller Sicherheitslücken in Browsern und unter Einsatz von Scripten nimmt ein auf einer Web-Seite hinterlegter Schadcode Einfluss auf einen Rechner. So werden zum Beispiel Viren verbreitet, Schnüffelprogramme installiert, Browseranfragen zu Web-Seiten umgelenkt, die dafür bezahlen und anderes. Drive-bys sind besonders perfide, weil sie vom PC-Nutzer keine Aktivität (wie das Öffnen einer E-Mail) verlangen, sondern nur Unvorsichtigkeit. Opfer sind zumeist Nutzer, die ihre Software nicht durch regelmäßige Updates aktuell halten - also potenziell so gut wie jeder.
Botnetz
Botnets sind Netzwerke gekidnappter Rechner - den Bots. Mit Hilfe von Trojaner-Programmen, die sie beispielsweise durch manipulierte Web-Seiten oder fingierte E-Mails auf die Rechner einschleusen, erlangen die Botnet-Betreiber Zugriff auf die fremden PC und können sie via Web steuern. Solche Botnets zu vermieten, kann ein einträgliches Geschäft sein. Die Zombiearmeen werden unter anderem genutzt, um millionenfache Spam-Mails zu versenden, durch eine Vielzahl gleichzeitiger Anfragen Web-Seiten in die Knie zu zwingen oder in großem Stile Passwörter abzugrasen. (mehr bei SPIEGEL ONLINE)
Fakeware, Ransomware
Das Wort setzt sich aus "Fake", also "Fälschung", und "Ware", der Kurzform für Software zusammen: Es geht also um "falsche Software" . Gemeint sind Programme, die vorgeben, eine bestimmte Leistung zu erbringen, in Wahrheit aber etwas ganz anderes tun. Häufigste Form: angebliche IT-Sicherheitsprogramme oder Virenscanner. In ihrer harmlosesten Variante sind sie nutzlos, aber nervig: Sie warnen ständig vor irgendwelchen nicht existenten Viren und versuchen, den PC-Nutzer zu einem Kauf zu bewegen. Als Adware-Programme belästigen sie den Nutzer mit Werbung.

Die perfideste Form aber ist Ransomware : Sie kidnappt den Rechner regelrecht, macht ihn zur Geisel. Sie behindert oder verhindert das normale Arbeiten, lädt Viren aus dem Netz und stellt Forderungen auf eine "Reinigungsgebühr" oder Freigabegebühr, die nichts anderes ist als ein Lösegeld: Erst, wenn man zahlt, kann man mit dem Rechner wieder arbeiten. War 2006/2007 häufig, ist seitdem aber zurückgegangen.
Zero-Day-Exploits
Ein Zero-Day-Exploit nutzt eine Software-Sicherheitslücke bereits an dem Tag aus, an dem das Risiko überhaupt bemerkt wird. Normalerweise liefern sich Hersteller von Schutzsoftware und die Autoren von Schadprogrammen ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Stopfen, Abdichten und Ausnutzen bekanntgewordener Lücken.
Risiko Nummer eins: Nutzer
Das größte Sicherheitsrisiko in der Welt der Computer sitzt vor dem Rechner. Nicht nur mangelnde Disziplin bei nötigen Software-Updates machen den Nutzer gefährlich: Er hat auch eine große Vorliebe für kostenlose Musik aus obskuren Quellen, lustige Datei-Anhänge in E-Mails und eine große Kommunikationsfreude im ach so informellen Plauderraum des Webs. Die meisten Schäden in der IT dürften von Nutzer-Fingern auf Maustasten verursacht werden.
DDoS-Attacken
Sogenannte distribuierte Denial-of-Service-Attacken (DDoS) sind Angriffe, bei denen einzelne Server oder Netzwerke mit einer Flut von Anfragen anderer Rechner so lange überlastet werden, bis sie nicht mehr erreichbar sind. Üblicherweise werden für solche verteilten Attacken heutzutage sogenannte Botnetze verwendet, zusammengeschaltete Rechner, oft Tausende oder gar Zehntausende, die von einem Hacker oder einer Organisation ferngesteuert werden.

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