05.05.2012
Anonymous auf der re:publica
Rock'n'Roller tadeln Punks
Aktivist Appelbaum: Kein Problem mit Hack-Attacken auf "skrupellose Scheißläden"
Bei Anonymous kann jeder mitmachen, mit ein paar Klicks lassen sich zum Beispiel Programme installieren, die einen zum Mittäter bei Angriffen auf Webserver machen. Die unter dem Ansturm dann zusammenbrechen. Erfahrene Hacker lassen sich bei so etwas nicht erwischen - Anfänger hingegen können vor Gericht landen. So wie die 21-jährige Mercedes Haefer aus Las Vegas, der vorgeworfen wird, Teil einer illegalen Anonymous-Operation gewesen zu sein.
Von einem Treffen mit Haefers Anwalt berichtete die Anonymous-Forscherin Carolin Wiedemann auf der Web-Konferenz re:publica in Berlin. Der Online-Aktivismus kann ganz reale Folgen haben, nicht nur für Unternehmen, die von Hackern geplündert werden, sondern auch für weniger versierte Angreifer. Während Netz-Aktivist Jacob Appelbaum den Protest unterstützt, fordert Frank Rieger vom Chaos Computer Club auf dem Podium eine Hacker-Ethik für Anonymous.
Braucht Hacktivismus Regeln? Appelbaum forderte zunächst Solidarität mit Anonymous in der Hacker-Community und sagte: "Wir sind alle Anonymous." Rieger erinnere ihn an einen Rock'n'Roller, der die jungen Punker tadele. Das Lahmlegen von Websites verglich Appelbaum mit den Schienen- und Straßenblockaden der Anti-Atomkraft-Bewegung. Rieger widersprach vehement. Sehen Sie die Diskussion in voller Länge:
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