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09.08.2012
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Datenschutz-Verstoß

Google zahlt Rekordbußgeld

Google: Datenschutzeinstellungen im Apple-Browser umgangen
AFP

Google: Datenschutzeinstellungen im Apple-Browser umgangen

Der Suchmaschinenkonzern Google muss in den USA 22,5 Millionen Dollar zahlen, weil er gegen den Datenschutz verstoßen hat. Es ist das höchste Bußgeld, das jemals in einem derartigen Fall fällig wurde. Google wurden Tricksereien bei Apples Browser Safari vorgeworfen.

Washington - Die Summe klingt gewaltig: Eine Strafe in Höhe von 22,5 Millionen Dollar muss der Suchmaschinenkonzern Google in die US-Staatskasse zahlen. Es geht um den Vorwurf, Apples Safari-Browser ausgetrickst zu haben. Google Chart zeigen hatte iPhones und iPads dazu gebracht, Cookies zur Überwachung des Surfverhaltens zu akzeptieren - auch wenn die Nutzer dies im Browser explizit abgestellt hatten.

Google erklärte nach der Verkündung der Einigung, die FTC habe sich bei dem Verfahren auf eine Help-Center-Seite von 2009 konzentriert, die "ein Jahr bevor Apple seine Regeln für die Behandlung von Cookies änderte" veröffentlicht worden sei. Die Seite sei mittlerweile geändert worden, man habe "Schritte eingeleitet, um die Werbecookies, die keine persönlichen Informationen gesammelt haben, aus Apples Browsern zu entfernen". Cookies sind kleine Textdateien, die Websites auf den Rechnern von Nutzern ablegen, um sie beim nächsten Besuch wiedererkennen zu können.

Die FTC hatte mit Google im vergangenen Jahr ein Abkommen getroffen, demzufolge der Internetkonzern seine Datenschutzpraktiken für Nutzer korrekt und transparent darstellen muss. Mit dem Text auf der Hilfeseite, der im Widerspruch zur tatsächlichen Praxis stand, sah die FTC dieses Abkommen verletzt. Die Strafe für die Verletzung liegt dem "Wall Street Journal" zufolge bei 16.000 Dollar pro Tag. Google und die FTC haben sich offenbar auf die genannte Summe von 22,5 Millionen Dollar geeinigt.

Es ist das höchste Bußgeld, das jemals in einem derartigen Fall fällig wurde. Die Summe entspricht allerdings nur 0,81 Prozent des Gewinns, den Google im zweiten Quartal 2012 erwirtschaftete.

Eine weitere Untersuchung wegen der Umgehung der Safari-Datenschutzeinstellungen ist jedoch noch anhängig. Eine Gruppe von US-Staatsanwälten ermittelt in der Sache.

Im vergangenen Jahr hatte Google aufgrund einer Einigung mit dem US-Justizministerium 500 Millionen Dollar bezahlt, weil der Konzern nicht genug gegen Werbung für illegale Pharmazeutika unternommen hatte. Um Datenschutz ging es damals aber nicht.

cis

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Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 9 Beiträge
1.
tuvok89 09.08.2012
Rekordbußgeld ? 22,5 Millionen Dollar sind für eine Konzern wie Google mit 37,9 Mrd. US-Dollar Umsatz doch nur Peanuts
Rekordbußgeld ? 22,5 Millionen Dollar sind für eine Konzern wie Google mit 37,9 Mrd. US-Dollar Umsatz doch nur Peanuts
2. Alles relativ
oli h 09.08.2012
22,5 Millionen Dollar klingt für mich nicht gewaltig, wenn im selben Satz Google vorkommt.
22,5 Millionen Dollar klingt für mich nicht gewaltig, wenn im selben Satz Google vorkommt.
3.
ralf_si 09.08.2012
Die "Strafe" ist doch wohl ein Witz. Obwohl, es zahlt eh der Verbraucher über die Anpassung der Adwords-Preise. Insofern ist das geringe Volumen der Strafe doch gut.
Zitat von sysopDer Suchmaschinenkonzern Google muss in den USA 22,5 Millionen Dollar zahlen, weil er gegen den Datenschutz verstoßen hat. Es ist das höchste Bußgeld, das jemals in einem derartigen Fall fällig wurde. Google wurden Tricksereien bei Apples Browser Safari vorgeworfen. FTC: Google muss wegen Safari-Verstoß 22,5 Millionen Dollar zahlen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,849210,00.html)
Die "Strafe" ist doch wohl ein Witz. Obwohl, es zahlt eh der Verbraucher über die Anpassung der Adwords-Preise. Insofern ist das geringe Volumen der Strafe doch gut.
4. America
disi123 09.08.2012
Ist das nicht die gleiche Summe, die man zahlen muss wenn der Nachbar seine Hecke nicht regelmaessig schneidet und verklagt wird? :)
Ist das nicht die gleiche Summe, die man zahlen muss wenn der Nachbar seine Hecke nicht regelmaessig schneidet und verklagt wird? :)
5. Moment...
grumpygramps 09.08.2012
Das waren Tracking-Cookies. Das »Wall Street Journal« weiß mehr darüber: Google Tracked iPhones, Bypassing Apple Browser Privacy Settings - WSJ.com [...]
Das waren Tracking-Cookies. Das »Wall Street Journal« weiß mehr darüber: Google Tracked iPhones, Bypassing Apple Browser Privacy Settings - WSJ.com (http://online.wsj.com/article_email/SB10001424052970204880404577225380456599176-lMyQjAxMTAyMDEwNjExNDYyWj.html). Ich lasse mit Grund ständig ein Spezial-Programm meine Platte fegen, um wirklich _alle_ Cookies nach ’ner Session zu löschen. Und ich habe mir angewöhnt, den Browser häufig neu zu starten.

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