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06.12.2012
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Konkurrenzkampf

Instagram kappt Twitter-Bildvorschau

Ole Reißmann

Keine Instagram-Fotos mehr bei Twitter: Bisher können Nutzer der Foto-App ihre Bilder direkt über Twitter verteilen. Das ist praktisch, spart Klicks - und wird nun abgeschafft. Künftig muss immer erst die Instagram-Website aufgerufen werden.

Kevin Systrom, Geschäftsführer von Facebooks Fotoplattform Instagram, hat eine klare Vorstellung davon, wer über die Fotos seiner Kunden zu bestimmen hat: seine Firma. Instagram will künftig keine Foto-Vorschauen bei Twitter anzeigen. Darüber sind viele Menschen enttäuscht, die Instagram kostenlos mit ihrem Schnappschüssen versorgen. Bei einer Konferenz sprach Systrom dem Fachdienst Paidcontent zufolge von "unseren Inhalte". Man tue einfach das richtige für das eigene Geschäft. Die Nutzer erwähnte er in dem Zusammenhang nicht.

Systroms Wortwahl passt zum Verhalten der beiden Onlinedienste: Twitter und Instagram behandeln ihre Kunden als Verhandlungsmasse im Wettbewerb. Im Juli hatte der Microblogging-Dienst Twitter die Regeln fürNutzung seiner Schnittstelle durch Dritte eingeschränkt, darunter litt auch Instagram. Nun will Instagram keine Fotovorschau mehr bei Twitter anbieten.

Die Maßnahme sei notwendig geworden, weil Instagram inzwischen seine eigene Netzpräsenz besitze, sagte Systrom bei der Konferenz Le Web. Gegenüber "Wired" schob Instagram nach, mittlerweile biete die eigene Webseite ein so vielfältiges Angebot, dass am besten dorthin verlinkt werde, wo die Inhalte eigentlich seien.

Die Tatsache, dass Twitter in der einst beabsichtigten Instagram-Übernahme von Facebook ausgestochen wurde, habe sicher genauso wenig zu einem guten Verhältnis zwischen Unternehmen beigetragen wie der Versuch Twitters, sich zu einem Medienunternehmen fortzuentwickeln, leuchtet "Gigaom" die Hintergründe aus.

Dieser Prozess beschränkte sich nicht nur auf Instagram, auch für Tumblr-Nutzer wurde der Zugang zum Freunde-Finder gekappt, der es erlaubt, mit dem Dienst seiner Wahl seine Twitter-Kontakte verwalten und ansehen zu können. Dahinter habe der Gedanke gestanden, dass Twitter mehr sein wolle als eine bloße Durchleitungsstation für Inhalte Dritter.

Fraglich ist, ob sich Twitter damit letztlich einen Gefallen tut. Denn mit seiner Politik der zunehmenden Abschottung macht sich der Zwitscherdienst weniger attraktiver. Matt Galligan, Gründer der Nachrichtenangebots Circa, brachte es in einem Tweet auf den Punkt: "Twitter entfernt die Instagram-Synchronisierung mit Freunden. Instagram entfernt Fotos von Twitter. "Ich weiß nicht, wer in diesem Krieg Sieger ist, aber ich weiß, wer ihn verloren hat: die Nutzer."

meu

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insgesamt 4 Beiträge
1. Nein, ich kann nicht verloren haben
berniejosefkoch 06.12.2012
den ich nutze weder Twitter noch Instagram. Und das ist die Antwort, die die beiden Firmen Twitter und Instagram früher oder später verstehen werden!
den ich nutze weder Twitter noch Instagram. Und das ist die Antwort, die die beiden Firmen Twitter und Instagram früher oder später verstehen werden!
2. Google Plus
zila 06.12.2012
Ich hab bislang keinen Bedarf fuer Instagram, da Google Plus eigentlich fuer mich bereits ein idealer Phototauschdienst ist, gerade im Zusammenspiel mit Picasa, Circles und anderen Diensten Google Plus ist ja vom Konzept auch [...]
Ich hab bislang keinen Bedarf fuer Instagram, da Google Plus eigentlich fuer mich bereits ein idealer Phototauschdienst ist, gerade im Zusammenspiel mit Picasa, Circles und anderen Diensten Google Plus ist ja vom Konzept auch staerker bei Twitter als bei Facebook zu verorten. Twitter hat allerdings derzeit noch eine exzellente Reichweite, auch wenn die Sache mit den 140 Zeichen nicht mehr zeitgemaess ist. Ueber Twitter habe ich doch regelmaessig Bilder von Instagram-Nutzern angesehen. Als Nutzer find ich es somit schade, wenn das nun nicht mehr geht. Aber ich werde nicht noch einem Social Network. aufgebaut um eine Smartphone-App, beitreten, nur um ein paar nicht immer tolle Handyphotos zu bestaunen, wo jemand noch schnell einen Filter druebergeworfen hat, damit es wenigstens ein bisschen was her macht. Das koennte ich bei Google auch haben, die Filter gibt es dort schon sehr lange, aber vor Instagram fand das wohl eine grosse Mehrheit zu albern.
3. Autsch!
zila 06.12.2012
Was genau wollten sie uns jetzt als Nicht-Nutzer sowohl von Twitter als auch von Instagram mitteilen? Das ohne Sie diese Dienste in Zukunft zusammenbrechen?
Zitat von berniejosefkochden ich nutze weder Twitter noch Instagram. Und das ist die Antwort, die die beiden Firmen Twitter und Instagram früher oder später verstehen werden!
Was genau wollten sie uns jetzt als Nicht-Nutzer sowohl von Twitter als auch von Instagram mitteilen? Das ohne Sie diese Dienste in Zukunft zusammenbrechen?
4. Ifttt
maasmeier 08.12.2012
Der "Internet-Kleber", also Vermittler, namens IFTTT (if this, then that) hat prompt einen Ersatz-Filter angeboten, alle auf Instagram geposteten Fotos automatisch zu Twitter schickt. http://ifttt.com/recipes/68915
Der "Internet-Kleber", also Vermittler, namens IFTTT (if this, then that) hat prompt einen Ersatz-Filter angeboten, alle auf Instagram geposteten Fotos automatisch zu Twitter schickt. http://ifttt.com/recipes/68915

Zum Autor

  • Richard Meusers schreibt als Autor für SPIEGEL ONLINE über die Digitalisierung.

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