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16.01.2013
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Garantiebestimmungen

Belgische Verbraucherschützer verklagen Apple

DPA

Apple: Klage wegen der Formulierung von Garantiebestimmungen

Apples Garantiebestimmungen hält eine belgische Verbraucherorganisation für mangelhaft. Nun hat die Organisation vor dem Brüsseler Handelsgericht Klage eingereicht. Die irreführenden Angaben verleiteten Kunden zu unnötigen Mehrausgaben, so der Vorwurf.

Brüssel - Die belgische Verbraucherorganisation Test-Aankoop hat vor dem Handelsgericht in Brüssel gegen die Bestimmungen geklagt, die der amerikanische Konzern Apple für seine Garantieverlängerung "AppleCare Protection Plan" vorsieht. Diese Bestimmungen würden sowohl gegen nationale als auch europäische Verbraucherrechte verstoßen, so die Verbraucherschützer. Apple-Kunden würden nicht deutlich genug auf den Unterschied zwischen Hersteller-Garantie und Händler-Gewährleistung hingewiesen.

So biete Apple in seinen Bestimmungen die kostenpflichtige Zusatz-Garantie AppleCare für Produkte wie das iPhone bereits für einen Zeitraum ab einem Jahr nach dem Gerätekauf an. Tatsächlich aber gelte in der EU eine zweijährige Gewährleistungsfrist, innerhalb der Verbrauchern keine zusätzlichen Kosten berechnet werden dürften. Die Apple-Bestimmungen seien "irreführend", da sie Kundenzum verfrühten Kauf des "AppleCare Protection Plan" auffordern würden. Im Einzelfall können die Kosten je nach Geräteart und einem erweiterten Garantieschutz von bis zu drei Jahren Dauer auf bis zu 349 Euro steigen.

Die Verbraucherschützer von Test-Aankoop gehen nicht zum ersten Mal gegen Apple vor. Bereits im März 2012 hatten die Belgier gemeinsam mit zehn weiteren Verbraucherorganisationen eine Kampagne gegen Apples Informationspolitik gestartet. Doch leider, so Test-Aankop gegenüber "Zdnet", habe sich der Konzern gegenüber den Forderungen als "taub" erwiesen. Diese Haltung habe die nun eingeleiteten rechtlichen Schritte erforderlich gemacht.

Bereits im Dezember 2011 hatte Apple wegen unzureichender Informationen zum "AppleCare Protection Plan" Ärger mit europäischen Behörden bekommen. Schon damals hatte die italienische Wettbewerbsbehörde AGCM die mangelhaften Angaben zu Garantielaufzeiten beim Apple-Angebot moniert und dem Konzern eine Strafe von 900.000 Euro aufgebrummt. Eine später eingereichte Berufung gegen diese Entscheidung verlor Apple und musste daraufhin zahlen.

meu

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insgesamt 10 Beiträge
1. Es ist bei vielen Firmen zum
Draw2001 16.01.2013
Sie antworten einfach nicht mehr. Damit ist für solche Firmen ein "Nein" in genügender Form ausgedrückt. Dies zeigt ein absolut fehlendes Interesse am Vertragspartner. Es gibt da nur eine Möglichkeit: Selbst auch [...]
Sie antworten einfach nicht mehr. Damit ist für solche Firmen ein "Nein" in genügender Form ausgedrückt. Dies zeigt ein absolut fehlendes Interesse am Vertragspartner. Es gibt da nur eine Möglichkeit: Selbst auch "Nein" zum Produkt des Anbieters sagen.
2. premium garantie?
Limus 16.01.2013
standardmäßig 1 jahr? mehr ist denen ihr schrott nicht wert?
standardmäßig 1 jahr? mehr ist denen ihr schrott nicht wert?
3. Hmm wie sieht es den bei anderen aus?
olaf_olafson 16.01.2013
Ein wenig googeln hilft. Dell Ultrabook: 12 Monate Herstellergarantie. HP Notebook: 12 Monate Herstellergarantie. Galaxy S3: 12 Monate aber nur 6 auf den Akku... Ups Gibt natürlich auch einige mit 24 Monaten. 1-2 Jahre [...]
Zitat von Limusstandardmäßig 1 jahr? mehr ist denen ihr schrott nicht wert?
Ein wenig googeln hilft. Dell Ultrabook: 12 Monate Herstellergarantie. HP Notebook: 12 Monate Herstellergarantie. Galaxy S3: 12 Monate aber nur 6 auf den Akku... Ups Gibt natürlich auch einige mit 24 Monaten. 1-2 Jahre sind durchweg Standard. Nicht mit der Händlergarantie in Deutschland verwechseln. Wir reden hier von Garantien, die in USA und Asien üblich sind. Ich finde es persönlich auch zu wenig. Und die Zusatzgarantie auch zu teuer. Gibt ja auch Alternativen über den Händler. Nur leider von der Leistung und vom Service dann nicht zu vergleichen. Diese eindeutig auf Apple zugeschnittenen Artikel sind einfach nur nervig.
4.
DocEmmetBrown 16.01.2013
Prima getrollt und voll reingefallen auf die Berichterstattung. Die Herstellergarantie sieht bei sehr vielen Herstellern ähnlich aus. Siehe Beitrag weiter oben. Dennoch, und darum geht es den Belgiern wie schon den Italienern [...]
Zitat von Limusstandardmäßig 1 jahr? mehr ist denen ihr schrott nicht wert?
Prima getrollt und voll reingefallen auf die Berichterstattung. Die Herstellergarantie sieht bei sehr vielen Herstellern ähnlich aus. Siehe Beitrag weiter oben. Dennoch, und darum geht es den Belgiern wie schon den Italienern vorher auch, formuliert Apple das missverständlich und dafür gehört ihnen gehörig auf die Finger geklopft. Und das geht bei Unternehmen eben nur mit halbwegs saftigen Geldstrafen. Von daher, eine positive Aktion der belgischen Verbraucherschützer.
5.
aga100 17.01.2013
Ach man kann den ganzen Handyschrott auch hinter sich lassen und sich für 6500€ eine Profikamera von Canon kaufen - 1 Jahr Garantie! Im Übrigen muss Apple (wenn man direkt dort kauft) natürlich auch die gesetzliche [...]
Zitat von olaf_olafsonGalaxy S3: 12 Monate aber nur 6 auf den Akku...
Ach man kann den ganzen Handyschrott auch hinter sich lassen und sich für 6500€ eine Profikamera von Canon kaufen - 1 Jahr Garantie! Im Übrigen muss Apple (wenn man direkt dort kauft) natürlich auch die gesetzliche Gewährleistungsfrist von 2 Jahren in D geben. @Limus: nicht grämen, Ahnungslosigkeit gehört hier zum guten Ton.

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Zum Autor

  • Richard Meusers schreibt als Autor für SPIEGEL ONLINE über die Digitalisierung.

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