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05.02.2013
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Jailbreak fürs iPhone

iOS 6.1 ist geknackt

DPA

iOS 6.1: Jailbreak-Software zwingt Download-Server in die Knie

Freiheit für iGeräte: Eine Gruppe von Hackern hat ein Jailbreaking-Tool veröffentlicht, mit dem sich die neuesten iOS-Versionen permanent knacken lassen. Ein erster Bug der Software ist aber bereits bekannt - und gleich zum Start kollabierten die Download-Server.

Evasi0n heißt das Tool, das die Hackergruppe evad3rs auf ihrer Website zum Download anbietet. Mit ihm lässt sich der Gruppe zufolge sowohl iOS 6.0 als auch 6.1 knacken, auf entsprechenden iPhones, iPads und iPods. Die Installation soll unter Windows, Linux und Mac OS rund fünf Minuten dauern, das Gerät muss dafür mit dem Rechner verbunden sein. Nach dem Jailbreak ist es von vielen Vorgaben befreit: So lassen sich beispielsweise Apps installieren, die üblicherweise nicht für das jeweilige Smartphone oder Tablet erhältlich wären. Die entsprechenden Programme liefert Cydia, eine Art alternativer App-Store. 270.000 Nutzer sollen TechCrunch zufolge schon in den ersten Stunden die Jailbreak-Software heruntergeladen haben, zunächst versagten sogar die Download-Server vorübergehend ihren Dienst.

Der Jailbreak funktioniert permanent, das heißt, er bleibt auch aktiv, wenn das Gerät aus- und wieder eingeschaltet wird.The Verge zufolge ist evasi0n die erste Software dieser Art, die iOS 6.1 unterstützt. Vor der Installation ihres Tools empfehlen die evad3rs-Programmierer ein Daten-Backup, außerdem sollen Nutzer die Codeabfrage des Geräts abschalten. Einige Fragen rund um die Software werden in einem FAQ beantwortet.

Komplett rund scheint die erste Version von evasi0n allerdings noch nicht zu laufen: Nach der Installation auf iPhones soll Apples Wetter-App beim Start abstürzen, berichten Nutzer. Ein Update ist laut der Hackergruppe bereits in Planung.

Apple warnt vor nicht autorisierter Software

Grundsätzlich gilt: Einen Jailbreak durchzuführen, ist stets mit einem gewissen Risiko verbunden, nicht nur, weil man damit die Gewährleistung für sein Gerät verwirkt. Apple rät Nutzern vom Jailbreaking ab. Das Unternehmen warnt Nutzer davor, Software zu installieren, die "nicht autorisierte Veränderungen am iOS vornimmt": "Kunden, die Software installiert haben, welche diese Veränderungen vornimmt, sehen sich mit einer Vielzahl von Problemen beim Betrieb Ihres gehackten iPhone, iPad bzw. iPod touch konfrontiert", heißt es auf der Apple-Website. Als mögliche Probleme werden etwa Dienststörungen und eine verkürzte Batterielaufzeit genannt. Zudem weist Apple darauf hin, dass die Firma "jeglichen Service für ein iPhone, ein iPad oder einen iPod touch ablehnen kann, auf dem nicht autorisierte Software installiert wurde".

mbö

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insgesamt 53 Beiträge
1. Nach 90 Tagen
RalfWagner 05.02.2013
... endet ohnehin der Apple-"Service". Was soll also die Drohung: "Zudem weist Apple darauf hin, dass die Firma "jeglichen Service für ein iPhone, ein iPad oder einen iPod touch ablehnen kann, auf dem nicht [...]
... endet ohnehin der Apple-"Service". Was soll also die Drohung: "Zudem weist Apple darauf hin, dass die Firma "jeglichen Service für ein iPhone, ein iPad oder einen iPod touch ablehnen kann, auf dem nicht autorisierte Software installiert wurde"."
2.
Konstruktor 05.02.2013
Nur der *Telefon-Support* ist normalerweise auf 90 Tage beschränkt. Die *Garantie* läuft ein Jahr, danach die *Gewährleistung* nochmal ein Jahr. Bei Apple Care laufen volle Garantie und Support über zwei Jahre. Außerdem [...]
Zitat von RalfWagner... endet ohnehin der Apple-"Service". Was soll also die Drohung: "Zudem weist Apple darauf hin, dass die Firma "jeglichen Service für ein iPhone, ein iPad oder einen iPod touch ablehnen kann, auf dem nicht autorisierte Software installiert wurde"."
Nur der *Telefon-Support* ist normalerweise auf 90 Tage beschränkt. Die *Garantie* läuft ein Jahr, danach die *Gewährleistung* nochmal ein Jahr. Bei Apple Care laufen volle Garantie und Support über zwei Jahre. Außerdem ist dann auch noch der Vorab-Tausch bei Hardware-Problemen inklusive. Insbesondere die *Garantie* kann durch einen Jailbreak aber gefährdet sein, weil der die Garantiebestimmungen verletzt.
3. optional
mgarzon73 05.02.2013
@RalfWagner Woher hast du denn diese Fehlinformation? Die Apple Garantie endet nach 12 Monaten. Mir wurde erst kürzlich ein 11 Monate altes iPhone 4S gegen ein neuwertiges Gerät getauscht, weil der Home-Button defekt war. Was das [...]
@RalfWagner Woher hast du denn diese Fehlinformation? Die Apple Garantie endet nach 12 Monaten. Mir wurde erst kürzlich ein 11 Monate altes iPhone 4S gegen ein neuwertiges Gerät getauscht, weil der Home-Button defekt war. Was das anbelangt, ist Apple extrem kulant (solange Garantie besteht). Bitte keine Fehlinformationen verbreiten.
4. Ich würde sehr gerne...
Dr. Clix 05.02.2013
auf der von mir erworbenen HARDWARE einen "Dualboot" von Apples IOS 6 und Googles ICS 4 ausführen - Jailbreaked oder nich. Den alten Dualboot will eh keiner auf seinem 3GS laufen lassen. Was Neues muss her: Warum kann [...]
auf der von mir erworbenen HARDWARE einen "Dualboot" von Apples IOS 6 und Googles ICS 4 ausführen - Jailbreaked oder nich. Den alten Dualboot will eh keiner auf seinem 3GS laufen lassen. Was Neues muss her: Warum kann ich kein Ubuntu auf mein Telefon laden...ich würde sogar bezahlen!!!
5.
gilowyn 05.02.2013
Der Jailbreak funktionierte gestern problemlos, nur für Whatsapp versagte das "normale" Iphone Konfigurations-Tool - iFunBox hatte hingegen keine Probleme. Und was interessiert mich die Apple Garantie bei einem iPad [...]
Der Jailbreak funktionierte gestern problemlos, nur für Whatsapp versagte das "normale" Iphone Konfigurations-Tool - iFunBox hatte hingegen keine Probleme. Und was interessiert mich die Apple Garantie bei einem iPad 2? Selbst bei neueren Geräten macht man im Notfall einen Restore. Mir geht es beim Jailbreak nicht um Piraterie, sondern nur um die zusätzlichen Optionen... ich liebe mein iPad, heiß und innig... und bin happy, dass ich jetzt endlich wieder alle Freheiten auf meiner Wunderflunder habe.

Zum Autor

  • Natalie Stosiek
    Markus Böhm schreibt von München aus am liebsten über Medien und die Menschen dahinter. Als "Kioskforscher" setzt er sich voller ungesunder Begeisterung bloggend mit Zeitschriften auseinander.

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