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26.02.2013
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Filesharing

The Pirate Bay verlässt Schweden

Finsta

Die Plattform The Pirate Bay zieht um: Nachdem der schwedischen Piratenpartei für ihre Unterstützung Gerichtsverfahren drohten, kappte sie die Internetverbindung und bat zwei europäische Schwesterparteien um Hilfe. Die neuen Piratenbuchten liegen jetzt in Norwegen und Spanien.

Stockholm - The Pirate Bay sucht nach einem sicheren Hafen, nachdem ihr bisheriger Gastgeber in Schweden unter Druck geraten war. Die Reise geht zunächst nach Norwegen und Spanien.

Die schwedische Piratenpartei hatte dem BitTorrent-Tracker in den letzten drei Jahren Bandbreite zur Verfügung gestellt. Jetzt haben die Partei und Pirate Bay ihre gegenseitige Internetverbindung gekappt - wegen drohender Gerichtsprozesse. Das sagte Piraten-Chefin Anna Troberg am Dienstag. Man habe damit auf ein am selben Tag auslaufendes Ultimatum der schwedischen "Gerechtigskeitsallianz" (früher "Antipiraten-Agentur") reagiert, die mit einer Klage gedroht hatte.

Laut Troberg haben jetzt ihre Kollegen der Piratenpartei in Norwegen und der Schwesterpartei in Katalonien übernommen; Pirate Bay werde über deren Server weiterbetrieben. Ihre Partei wolle "nach wie vor für die Freiheit im Internet kämpfen", so Troberg, "wir können aber unsere begrenzten Möglichkeiten nicht für kostspielige und langwierige Gerichtsverfahren einsetzen". Pirate Bay werde weiterhin "von der internationalem Familie der Piratenparteien geschützt".

Bisher war es der Unterhaltungsindustrie und anderen Filesharing-Gegnern nicht gelungen, die Plattform zu schließen. Der Dienst ist umstritten, weil er weltweit den Austausch urheberrechtlich geschützter Inhalte wie etwa Filme, Musik und Computerspiele ermöglicht. Der sogenannte BitTorrent-Tracker nimmt allerdings selbst nicht direkt am Tausch von Dateien teil. Er hilft vielmehr den Anbietern und Nachfragern bestimmter Dateien, sich im Netz gegenseitig zu finden. Vier Pirate-Bay-Gründer wurden dafür in Schweden rechtskräftig verurteilt.

juh/AP/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
1. Halbwahrheit
drmedwurst 26.02.2013
Mittlerweile dienen auch Server von TPB als Seeds für besonders gefragte Downloads. Tracking ist aber der Punkt, der das oftmals illegale Downloaden ermöglicht, also muss man auch andere Tracker strafrechtlich verfolgen.
Mittlerweile dienen auch Server von TPB als Seeds für besonders gefragte Downloads. Tracking ist aber der Punkt, der das oftmals illegale Downloaden ermöglicht, also muss man auch andere Tracker strafrechtlich verfolgen.
2.
berufskonsument 27.02.2013
TPB hat nie als Seed gearbeitet und betreibt schon lange keinen Tracker mehr. Ist nur noch ein riesiger Index. Nebenbei gibt es bei besonders gefragten Inhalten die wenigsten Probleme, ausreichend Seeds zu finden. Da wäre [...]
Zitat von drmedwurstMittlerweile dienen auch Server von TPB als Seeds für besonders gefragte Downloads. Tracking ist aber der Punkt, der das oftmals illegale Downloaden ermöglicht, also muss man auch andere Tracker strafrechtlich verfolgen.
TPB hat nie als Seed gearbeitet und betreibt schon lange keinen Tracker mehr. Ist nur noch ein riesiger Index. Nebenbei gibt es bei besonders gefragten Inhalten die wenigsten Probleme, ausreichend Seeds zu finden. Da wäre es schon sinnvoller, weniger gefragte Dateien zu seeden - aber wie gesagt, auch das hat TPB nie gemacht.

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