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Netzwelt

Sascha Lobos Podcast

Merkels Zeitspiel gegen die Zukunft

Angela Merkel sei wie ein Dieselmotor, schrieb Sascha Lobo in seiner Kolumne: Anfangs unterschätzt und irgendwann nicht mehr zukunftsfähig. Im Podcast greift der Autor nun Leserreaktionen auf.

DPA

Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Rundgang über die CeBIT 2017

Sonntag, 30.09.2018   11:50 Uhr

Aus netzpolitischer Sicht war die Ära Merkel bisher "eine Zeit der Versäumnisse, der Verhinderung und des Versagens", schrieb Sascha Lobo in seiner jüngsten Kolumne. In ihren vier Regierungen habe sie das Land kaum auf die Digitalisierung vorbereitet und stattdessen auf antidigitalen Bestandsschutz gesetzt. Deutlich geworden sei das am Beispiel des Leistungsschutzrechts für Presseverleger.

Lobo hätte sich realistischere Versprechen und dann auch deren Einhaltung gewünscht, statt immer neue Fantasiezahlen zum Breitbandausbau. Er vermisst auch Konsequenzen aus den Snowden-Enthüllungen, digitale Bildung und eine Antwort auf die sich verändernde Arbeitswelt. Im Podcast antwortet er nun auf die Kommentare seiner Leser.

Sascha Lobo: der Debatten-Podcast #59. 13 Jahre Netzpolitik unter Merkel: Beharrungsvermögen ist kein Vermögen

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insgesamt 5 Beiträge
poetnix 30.09.2018
1. Gegenwartszukunft
Angela hat ihre Gegenwart schon lange zur Zukunft erklärt. Und da ihr die Zukunft Deutschlands am Herzen liegt, verlängert sie Ihre Gegenwart.
Angela hat ihre Gegenwart schon lange zur Zukunft erklärt. Und da ihr die Zukunft Deutschlands am Herzen liegt, verlängert sie Ihre Gegenwart.
AnonymerNutzer123 01.10.2018
2. Herr Lobo, wieso lehnen Sie so kategorisch die E-Wahl ab?
Es gibt doch bereits die Briefwahl. Wäre es nicht der nächste, natürliche Schritt? Und ein Hacker hinterlässt doch Spuren, für den Fall das eine Wahl gehackt werden sollte, könnte das doch leicht herausgefunden werden. Ich [...]
Es gibt doch bereits die Briefwahl. Wäre es nicht der nächste, natürliche Schritt? Und ein Hacker hinterlässt doch Spuren, für den Fall das eine Wahl gehackt werden sollte, könnte das doch leicht herausgefunden werden. Ich würde die E-Wahl nicht alternativlos einführen, jedoch neben der Stimmabgabe per Wahlzettel und der Briefwahl, als dritte Möglichkeit.
davsc 01.10.2018
3. Grundsätze Demokratischer Wahlen
Hacker können ihre Spuren verwischen... aber das ist nicht der Punkt. Demokratische Wahlen müssen zwei Grundsätze erfüllen: Nachweisbarkeit: Neben den Wahlhelfern kann jeder sich als Wahlbeobachter dazusetzen und [...]
Zitat von AnonymerNutzer123Es gibt doch bereits die Briefwahl. Wäre es nicht der nächste, natürliche Schritt? Und ein Hacker hinterlässt doch Spuren, für den Fall das eine Wahl gehackt werden sollte, könnte das doch leicht herausgefunden werden. Ich würde die E-Wahl nicht alternativlos einführen, jedoch neben der Stimmabgabe per Wahlzettel und der Briefwahl, als dritte Möglichkeit.
Hacker können ihre Spuren verwischen... aber das ist nicht der Punkt. Demokratische Wahlen müssen zwei Grundsätze erfüllen: Nachweisbarkeit: Neben den Wahlhelfern kann jeder sich als Wahlbeobachter dazusetzen und sehen, dass die Stimmabgabe und Zählung korrekt abläuft. Anonymität: Niemand kann deine Stimme sehen (außer du legst sie selber offen) und dich dafür diskriminieren/verfolgen. Um einen der obigen Punkte zu erfüllen muss der andere ernsthaft kompromittiert werden. Um die Nachweisbarkeit zu garantieren müssten ALLE Daten/Stimmen für JEDEN offen gelegt werden, sodass jeder die Stimmen auszählen kann und seine eigene Stimme sieht; Kompletter Verlust der Anonymität. Um die Stimmen möglichst Anonym zu halten, könnten die Daten geschlossen bleiben. Damit ist Anonymität zwar nicht vollständig gegeben, aber nur der Zähler kann diese sehen. Vertrauen Sie jedoch der Regierung und dem Softwareentwickler, dass diese das Ergebnis korrekt zählen und nicht verfälschen? Sie, als Außenstehender können ja nichts nachvollziehen.
Fuxx81 01.10.2018
4. Black Box
Und die Briefwahl ist bereits ein Problem, da hierbei nicht garantiert ist, dass die Wahl frei und geheim abläuft. Briefwahl wird nur genau deshalb geduldet, weil sehr wenige sie machen und sie bisher keinen Einfluss auf das [...]
Zitat von AnonymerNutzer123Es gibt doch bereits die Briefwahl. Wäre es nicht der nächste, natürliche Schritt? Und ein Hacker hinterlässt doch Spuren, für den Fall das eine Wahl gehackt werden sollte, könnte das doch leicht herausgefunden werden. Ich würde die E-Wahl nicht alternativlos einführen, jedoch neben der Stimmabgabe per Wahlzettel und der Briefwahl, als dritte Möglichkeit.
Und die Briefwahl ist bereits ein Problem, da hierbei nicht garantiert ist, dass die Wahl frei und geheim abläuft. Briefwahl wird nur genau deshalb geduldet, weil sehr wenige sie machen und sie bisher keinen Einfluss auf das Wahlergebnis hatte. Was die E-Wahl angeht, so ist es aus vielerlei Gründen schlecht, die Stimmabgabe einer wie auch immer gearteten Black-Box anzuvertrauen. Selbst wenn die völlig einwandfrei funktioniert, ist es ein leichtes für politische Akteure Zweifel an der Legitimität der Wahl zu sähen. Unsere Demokratie sollte es uns Wert sein, einmal alle vier Jahre selbst Hand anzulegen.
davsc 01.10.2018
5. Dass die Daten überhaupt existieren..
.. geht gegen die Anonymität in demokratischen Wahlen. Vier Jahre später die zu veröffentlichen macht dies nicht besser. Beim Thema Anonymität geht es nicht um die Sicherung der Wahlen, sondern um den Schutz der Bürger. [...]
.. geht gegen die Anonymität in demokratischen Wahlen. Vier Jahre später die zu veröffentlichen macht dies nicht besser. Beim Thema Anonymität geht es nicht um die Sicherung der Wahlen, sondern um den Schutz der Bürger. __ Und Ja, Urnenwahlen können manipuliert werden, dazu müssen Internationale Wahlbeobachter ausgeschlossen und Kritiker eingeschlossen werden. Sieht man ja (leider) häufig genug.

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