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Netzwelt

Angela Merkels Netzpolitik

Digitaler Wandel? Gern, aber bitte ohne Veränderung

Fordert die Kanzlerin eine "Bepreisung von Daten", klingt das für Sascha Lobo verdächtig nach der Perspektive deutscher Konzerne. Im Podcast setzt er sich mit den Reaktionen auf seine Kolumne auseinander.

AFP

Angela Merkel (R) und Telekom-CEO Timotheus Höttges auf der Cebit 2016

Sonntag, 03.06.2018   11:04 Uhr

Sascha Lobo: der Debatten-Podcast #42. Merkels Digitalpolitik: Das Märchen von der magischen Datensoße

Schiefe Metaphern, widersprüchliche Positionen, fehlendes Verständnis für die Mechanismen der datengetriebenen Wirtschaft: Angela Merkels jüngste Äußerungen zur digitalen Transformation sind nach Ansicht von Sascha Lobo nicht einfach nur "absurd". Sie sind für ihn auch ein Hinweis dafür, dass die Bundeskanzlerin das digitale Weltbild der deutschen Wirtschaft "ohne Korrektiv übernommen" hat. Viele Konzerne, schrieb Lobo in seiner Kolumne "Das Märchen von der magischen Datensoße", wollen nämlich der neuen digitalen Realität ohne größere Anpassungen ihrerseits begegnen.

In seinem Podcast reagiert Lobo nun auf die Kommentare seiner Leserinnen und Leser.

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pbe

insgesamt 3 Beiträge
max-mustermann 04.06.2018
1.
"Digitaler Wandel? Gern, aber bitte ohne Veränderung" Danke das bringt die Ansichten unserer Regierung und Kanzlerin zum Thema genau auf den Punkt. Ist aber auch schwierig wenn mann schon für die Analoge Welt [...]
"Digitaler Wandel? Gern, aber bitte ohne Veränderung" Danke das bringt die Ansichten unserer Regierung und Kanzlerin zum Thema genau auf den Punkt. Ist aber auch schwierig wenn mann schon für die Analoge Welt keinerlei Plan oder Perspektive hat und immer nur alles stur aussitzt und lieber von der Substanz des Landes zehrt statt mal etwas voran zu bringen. Neuland wohin mann sieht bei dieser unfähigen Regierung, es ist zum heulen.
upalatus 04.06.2018
2. Merkel ist so was von kerndeutsch
Im tagtäglichen Erleben sind mir die merkelschen Ansichten und die Bewertung dieser fern, dafür das berufliche Erfahrungsumfeld um so näher. Und was seh ich da: Abneigungen, Widerwillen, Unlust an den neuen digitalen tools und [...]
Im tagtäglichen Erleben sind mir die merkelschen Ansichten und die Bewertung dieser fern, dafür das berufliche Erfahrungsumfeld um so näher. Und was seh ich da: Abneigungen, Widerwillen, Unlust an den neuen digitalen tools und Möglichkeiten bei der Mehrheit der Mitarbeiter. Bei den ganz jungen gehts noch, aber die älteren Kollegen kleben hochfest an den alten Procedere und verlangen höchstens nach mundgerechten Wissensschnittchen. Merkel und der liebe Gott können sonstwas wollen mögen: die Leut draussen im Land sind die Hauptschnarchsäcke, denen jede Auseinandersetzung mit den anrollenden Neuzeitlichkeiten mißfällt. Schlimm daran ist auch, dass die wirksame Gesamtheit der eigentlichen marschierrichtungsbestimmenden Hierarchiebenen ausser schneidigen Aufputschreden mit den immer gleichförmigen Satzbausteinen selbst stark im Alten verhaftet sind und irgendeine stramme Implementierung aus Führungsschwäche heraus nicht zustande bringen. So eine stahlbetonierte Igelpennburg in einer der Herkammern eines sog. german global players (offiziell immer vorndran und ein Maßstab aller Dinge) lässt einen massiv zerschellen, der die wohlige Grumpfigkeit zu stören wagt.
springfield 04.06.2018
3. Digitaler Wandel = Revolution
Warum Merkel keine Veränderung will, ist klar. Sie müsste sich eingestehen, dass unser derzeitiges Gesellschaftsmodell in der Zukunft nicht mehr funktionieren wird. Wenn es in 10 Jahren keine Lkw-Fahrer, Taxi-Fahrer, oder [...]
Warum Merkel keine Veränderung will, ist klar. Sie müsste sich eingestehen, dass unser derzeitiges Gesellschaftsmodell in der Zukunft nicht mehr funktionieren wird. Wenn es in 10 Jahren keine Lkw-Fahrer, Taxi-Fahrer, oder Gabelstapelfahrer mehr geben wird, auf den Müllwagen keine Leute mehr den Müll einsammeln, Kassiererinnen nur noch vom Hören-Sagen der älteren Bürger bekannt sind, wird man sich fragen, wohin mit den nicht so gut ausgebildeten Mitbürgern und wieso hat man diese Entwicklung nicht früher erkannt?

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