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Netzwelt

Spionageverdacht

Britische Behörde warnt vor Kaspersky-Software

Die IT-Behörde Großbritanniens untersagt die Verwendung von Anti-Viren-Programmen des russischen Herstellers in Ministerien. Der Sicherheitsdienst fürchtet um sensible Daten.

REUTERS

Kaspersky-Produkt

Samstag, 02.12.2017   11:13 Uhr

In Großbritannien warnt die für IT-Sicherheit zuständige Behörde NCSC (National Cyber Security Centre) die Ministerien vor der Verwendung von russischer Anti-Viren-Software. Die NCSC setzte am Freitag ein entsprechendes Schreiben an Regierungsbeamte auf.

Die Software sollte vor allem nicht in Systemen eingesetzt werden, die Informationen enthielten, die der nationalen Sicherheit schaden könnten, falls die russische Regierung darauf Zugriff hätte.

USA geht ebenfalls gegen die Firma vor

Wegen Spionageverdachts hatten bereits die USA Mitte September Kaspersky-Software aus ihren Behörden verbannt. Der Einsatz dieser Anti-Virus-Software könne die nationale Sicherheit gefährden, begründete die Regierung von Präsident Donald Trump damals ihre Vorgabe. Sie äußerte den Verdacht, dass Kaspersky anfällig für eine Einflussnahme durch den Kreml sei.

Die britischen Behörden wollen mit dem Kaspersky Lab nun Gespräche über ein System führen, über das die Behörden die von ihnen benutzten Programme überprüfen können. Die in Moskau ansässige Firma sagte eine Zusammenarbeit zu.

"Very good friends with the Bundeskriminalamt"

Kaspersky ist ein weltweit aktives IT-Unternehmen, das zu den bekanntesten Anbietern von Anti-Viren-Software gehört. Der Konzern hat wiederholt beteuert, keine Beziehungen zu Regierungen zu unterhalten und keine Hilfestellung bei Cyber-Spionage zu leisten. "We are very good friends with the Bundeskriminalamt", sagte Firmengründer Eugene Kaspersky dem SPIEGEL.

Zu seinen Kunden zählt das 1997 gegründete Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 400 Millionen Privatpersonen und rund 270.000 Unternehmen.

cst/Reuters

insgesamt 33 Beiträge
Un:sinn 02.12.2017
1. Stuxnet USA
Da soll einer diszipliniert werden der aufdeckte wer den Stuxnet Virus in die Welt setzte. Und eines ist klar, alle Betriebssysteme und Programme aus den USA haben eine Hintertür für NSA und CIA. Von allen anderen ist Gleiches [...]
Da soll einer diszipliniert werden der aufdeckte wer den Stuxnet Virus in die Welt setzte. Und eines ist klar, alle Betriebssysteme und Programme aus den USA haben eine Hintertür für NSA und CIA. Von allen anderen ist Gleiches zu vermuten. Hinweise gibt es genug. Unser Innenminister hat der Tage erst gefordert dass Überwachungsanlagen Diebstahlschutzgeräte in Deutschland eine Tür für Dienste einbauen sollen.
tiram 02.12.2017
2. Ausprobiert
Habe Kaspersky Lab 9.1.0.124 Version ausprobiert. Würde es jedem empfehlen. Bestens geeignet gegen Bank Trojaner
Habe Kaspersky Lab 9.1.0.124 Version ausprobiert. Würde es jedem empfehlen. Bestens geeignet gegen Bank Trojaner
dasfred 02.12.2017
3. bin voll zufrieden
Ich nutze die gratis Antivirus Software auf meinem Tablet. Großartig was auszuspionieren mit der die russische Regierung etwas anfangen kann gibt es nicht aber ich muss plötzlich deutlich weniger Werbung über mich ergehen [...]
Ich nutze die gratis Antivirus Software auf meinem Tablet. Großartig was auszuspionieren mit der die russische Regierung etwas anfangen kann gibt es nicht aber ich muss plötzlich deutlich weniger Werbung über mich ergehen lassen, als bei meinem letzten gratis Antivirus Anbieter. Von russophobie lasse ich mich auch nicht anstecken. Wer mich vor böswilligen Hackern schützt ist für mich ok, egal welcher Nationalität der Betreiber sich zugehörig fühlt. Bei jedem anderen Anbieter gehe ich schließlich auch davon aus, dass er in erster Linie für seine Kunden da ist und nicht für irgendwelche Geheimdienste
valmel 02.12.2017
4. Russen
Wir fühlen uns mit einer russischen Sicherheitssoftware wohler als mit einer US-Amerikanischen, von denen bekannt ist, dass sie Hintertüren schaffen müssen (Patriot Act).
Wir fühlen uns mit einer russischen Sicherheitssoftware wohler als mit einer US-Amerikanischen, von denen bekannt ist, dass sie Hintertüren schaffen müssen (Patriot Act).
anders_denker 02.12.2017
5. Aber US Produkte sind vertrauenswürdig?
Da wäre ich mir mal nicht so sicher. Eher vermute ich dort das was man den Russen unterstellt. Ein deutsches produkt müsste wohl unserem Gestapo-Stasi inspirierten Innenminister auf jeden Fall eine Schnittstelle für Behörden [...]
Da wäre ich mir mal nicht so sicher. Eher vermute ich dort das was man den Russen unterstellt. Ein deutsches produkt müsste wohl unserem Gestapo-Stasi inspirierten Innenminister auf jeden Fall eine Schnittstelle für Behörden enthalten.

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