Schrift:
Ansicht Home:
Netzwelt

Verbraucherschutz

Barley will gegen Telefonabzocke vorgehen

Wie kann man Verbraucher besser vor Telefonabzocke schützen? Bundesjustizministerin Katarina Barley macht jetzt Vorschläge.

AP

Katarina Barley

Sonntag, 13.01.2019   09:05 Uhr

Die Bundesnetzagentur verzeichnete 2018 allein bis Ende November 58.000 Beschwerden wegen unerlaubter Telefonwerbung, ein Höchststand.

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) will laut einem Bericht der "Welt am Sonntag" unerbetene Telefonwerbung wirksamer bekämpfen. "Wir werden Verbraucherinnen und Verbraucher besser vor telefonisch untergeschobenen Verträgen und Kostenfallen schützen", sagte Barley dem Blatt.

Geplant sei, dass am Telefon abgeschlossene Verträge erst wirksam werden, wenn die Unternehmen sich ihre telefonischen Angebote noch einmal schriftlich haben genehmigen lassen. Dies könne "auch einfach per Mail erfolgen", sagte Barley.

Dabei hat die Ministerin dem Bericht zufolge zunächst den Energiemarkt im Blick. Gerade bei Stromanbietern habe es in der Vergangenheit viele Beschwerden über falsch abgeschlossene Verträge gegeben. "Diese Zustände werden wir durch die Einführung der Bestätigungslösung bei telefonisch abgeschlossenen Strom- und Gasverträgen beenden", versicherte Barley. Einen konkreten Gesetzgebungsvorschlag will ihr Ministerium demnach bis Sommer vorlegen.

Von den 58.000 Beschwerden, die der Bundesnetzagentur im vergangenen Jahr vorlagen, sei jede Dritte auf unerlaubte Werbung für Produkte von Energieversorgern entfallen, auf den weiteren Plätzen folgten Handyverträge und Versicherungen.

pad/AFP/Reuters

Verwandte Artikel

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung
TOP