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Netzwelt

Mark Zuckerberg im US-Kongress

Wer Facebook regulieren will, muss es erst verstehen

Facebook als erste vernetzte Gefühlsmaschine der Welt braucht eine neuartige Regulierung, schrieb Sascha Lobo zur Anhörung von Mark Zuckerberg. Im Podcast diskutiert er Leserreaktionen auf seine Kolumne.

DPA

Zuckerbergs Platz bei der Anhörung des Energie- und Handelsausschusses des US-Repräsentantenhauses

Sonntag, 15.04.2018   12:25 Uhr

Sascha Lobo: der Debatten-Podcast #34. Mark Zuckerberg im Kongress: Facebook, die erste vernetzte Gefühlsmaschine

Am vergangenen Dienstag und Mittwoch beantwortete Facebook-Gründer Mark Zuckerberg im US-Kongress mal mehr, mal weniger kontroverse Fragen. Sascha Lobo schrieb, das Zusammenspiel aus den Fragen der Politiker und Zuckerbergs Antworten hätte vor allem das gefährlichste Missverständnis rund um Facebook verdeutlicht: Dass dieses Unternehmen aus herkömmlichen politischen und technischen Perspektiven verstanden und reguliert werden könnte. Lobo selbst bezeichnete Facebook in seiner Kolumne als "erste vernetzte Gefühlsmaschine der Welt". Im Podcast zum Text antwortet er nun auf die Kommentare seiner Leser.

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insgesamt 5 Beiträge
7eggert 15.04.2018
1.
Genau, bitte keine Regelung, die seine Gefühle verletzt, und am Besten bitte keine Regelung .... außer gegen Konkurrenz und User!
Genau, bitte keine Regelung, die seine Gefühle verletzt, und am Besten bitte keine Regelung .... außer gegen Konkurrenz und User!
martinm70 15.04.2018
2. Ich glaube für die meisten Facebook User ...
war dieser "Facebook" Skandal keine besondere Überraschung. Ich bin schon immer davon ausgegangen das die Daten meines Facebook Profils für statistische ZWecke verwendet werden, das was bei dem Cambridge Skandal [...]
war dieser "Facebook" Skandal keine besondere Überraschung. Ich bin schon immer davon ausgegangen das die Daten meines Facebook Profils für statistische ZWecke verwendet werden, das was bei dem Cambridge Skandal passiert ist. Was anderes wäre es, wenn meine Name, meine E-Mail und was ich Facebook Threads schreibe an andere mitgeteilt werden würde, aber das ist ja nicht passiert.
noalk 15.04.2018
3. Das Dumme ist nur, ...
... dass nicht nur Ihre Daten bei facebook landen und weiter"wandern" können, sondern auch Daten von den Personen, mit denen Sie kommunizieren und die nicht mal eine Ahnung davon haben, dass ihre Daten auf diese [...]
Zitat von martinm70war dieser "Facebook" Skandal keine besondere Überraschung. Ich bin schon immer davon ausgegangen das die Daten meines Facebook Profils für statistische ZWecke verwendet werden, das was bei dem Cambridge Skandal passiert ist. Was anderes wäre es, wenn meine Name, meine E-Mail und was ich Facebook Threads schreibe an andere mitgeteilt werden würde, aber das ist ja nicht passiert.
... dass nicht nur Ihre Daten bei facebook landen und weiter"wandern" können, sondern auch Daten von den Personen, mit denen Sie kommunizieren und die nicht mal eine Ahnung davon haben, dass ihre Daten auf diese Weise zu facebook gelangen.
t.malinowski 15.04.2018
4. Lifelog
Am 4 Feb. 2004 schloß DARPA, die Forschungsabteilung des Pentagon, das Projekt Lifelog nach mehr-monatlicher Ausschreibung. Ziel von Lifelog war es so viel wie möglich über die Interessen und Handlungen (TV,Musik, Politische [...]
Am 4 Feb. 2004 schloß DARPA, die Forschungsabteilung des Pentagon, das Projekt Lifelog nach mehr-monatlicher Ausschreibung. Ziel von Lifelog war es so viel wie möglich über die Interessen und Handlungen (TV,Musik, Politische Gesinnung, Soziale Verknüpfungen, E-mails und Telefongespräche, Aufenthaltsort zu aller Zeit)) der Bevölkerung in einer Datenbank zu verbinden. Privacy Wächter warnten das dieses Projekt eine große Gefahr darstellte. Artikel hierzu zu finden bei Wired.com. Am 4 Feb. 2004 wurde Facebook gegründet. Zufall?
zoon.politicon 15.04.2018
5. Keinerlei Preisgabe persönlicher Daten erlauben
Um Facebook zu "regulieren", müßten die User-Daten kompromisslos geschützt werden, vom Gesetzgeber verfügt werden, dass es bei solchen Plattformen keinen Deal; " Benutzung der Plattform gegen Preisgabe der [...]
Um Facebook zu "regulieren", müßten die User-Daten kompromisslos geschützt werden, vom Gesetzgeber verfügt werden, dass es bei solchen Plattformen keinen Deal; " Benutzung der Plattform gegen Preisgabe der User-Daten (an Werbefirmen u.a.)" geben darf. Überhaupt hat mich bei Zuckerberg Anhörungen irritert, dass u.a. die Senatoren wie selbstverständlich so einen Deal als normal angesehen haben. Es kann aber auch nicht in Interesse der Allgemeinheit sein, dass Agenturen durch Ausnützung solcher Datenpools demokratische Strukturen bzw, unsere demokratischen Systeme aushebeln. Die Devise muss sein: keinerlei Preisgabe solcher persönlichen Daten, (auch nicht für "Werbezwecke"). Anders formuliert: Der Schutz der Persönlichkeit hat doch einen höheren Rang, als die (Geschäfts-)Interessen der Werbeindustrie bzw. die Interessen von Agenturen, die mit solchen Daten Wahlen beeinflussen.

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